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So durchsetzungsfähig wie der grüne Held, den einst die New Yorker Comic-Macher Stan Lee und Jack Kirby erfanden. Mit 1,74 Metern Größe zählt Schmidtgal nicht zu den Riesen auf dem Fußballplatz. Zumindest was seine Statur angeht. Von seinen Fähigkeiten konnte er die Fans im Ronhof dafür schnell überzeugen.
Er ist kein Tänzer mit dem Ball, sondern ein harter Arbeiter mit viel Kampfgeist. Mitbekommen haben dürfte er den von seinem Vater, einem Ringer, was gleichzeitig auch die Figur Schmidtgals erklärt. Der kasachische Nationalspieler ist ein Kraftpaket, dabei aber nicht schwerfällig.
Bernd Storck, früher als Profi bei Borussia Dortmund und dem VfL Bochum aktiv und einst kasachischer Nationaltrainer, entdeckte Schmidtgal für die Auswahl des Landes. „Ich habe das mit der Familie und Freunden diskutiert. Alle haben sich für mich gefreut und mir zugeraten“, musste er nicht lange grübeln, ob er diese internationale Herausforderung tatsächlich annehmen wollte.
Seine Explosivität auf der linken Seite machte ihn im vergangenen Sommer nicht nur zum „Wunschspieler“ in Fürth. Auch andere Vereine buhlten um den 26-Jährigen. Schmidtgal entschied sich aber für einen Wechsel von Rot-Weiß Oberhausen zur Spielvereinigung.
Mut bewies der Außenverteidiger schon bei seiner Ankunft im Fürther Ronhof. Mit einem schwarzen Auto, dessen Kennzeichen ihn als Bochumer auswies. Jenen Bochumern, deren VfL die Saison 2011/2012 vor den Fürthern auf Rang drei, dem Relegationsplatz, abschloss. Von Kratzern oder Dellen am Fahrzeug ist aber nichts bekannt. Ein unwissender Vandale vergriff sich nicht an Schmidtgals Wagen. Vielleicht wollte aber auch keiner Ärger mit dem „Hulk“ provozieren.
Kurz nachdem er den Vertrag in Fürth unterschrieben hatte, bemerkte der Neuzugang schon die ersten Unterschiede zu seiner früheren Mannschaft bei RWO. „Das technische Niveau, das Tempo, die Spielgeschwindigkeit – alles ist hier höher.“ In der ersten Liga dürften diese Attribute nochmals eine Steigerung erfahren.
Aber genau diese Herausforderung suchte die Spielvereinigung ja in den vergangenen 15 Jahren. So lange musste der bodenständige Schmidtgal nicht warten. Innerhalb eines Jahres wurde aus dem Flügelspieler, der mit Oberhausen in die dritte Liga abgestiegen war, ein Erstliga-Profi. Das Format dafür bringt er mit.
Im Team von Trainer Mike Büskens verkörpert Schmidtgal eine feste Größe, er erwies sich schnell als wichtiges Puzzleteil in der Elf, denn hinten links lag eine der Schwachstellen der Fürther. Mangels Alternativen schickte Büskens dort phasenweise auch Mittelfeldspieler Edgar Prib auf Stürmerfang und Flankenläufe.
Im Aufstiegsjahr übernahm Schmidtgal diesen Job und füllte ihn zur Zufriedenheit der Verantwortlichen aus. Vielleicht werden sich Schröck und Schmidtgal in der nächsten Saison auch direkt duellieren, wenn Fürth auf Hoffenheim trifft. Es dürfte ein spannendes Duell werden, wenn der Elegante den Kompakten fordern sollte.

Di. 21.05.13
Di. 21.05.13
Mo. 20.05.13
Mo. 20.05.13
Sa. 18.05.13