10°C
Mittwoch, 22.05. - 13:55 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

Heinrich Schmidtgal: Dynamisches Kraftpaket mit viel Mut

"Hulk" beackert die linke Fürther Seite und verkörpert eine feste Größe im Büskens-Team - 18.05.2012 08:31 Uhr

FÜRTH  - So ganz stimmen die Maße nicht, doch Heinrich Schmidtgals Spitzname sagt schon einiges über ihn aus. "Der Hulk" der SpVgg Greuther Fürth ist nämlich kein drahtiger Außenverteidiger, sondern eher die kompakte Variante. So eine Art Stephan Schröck – gleiche Höhe, etwas massiver und nicht ganz so leichtfüßig. Dafür unheimlich dynamisch, kaum zu halten in der Offensive, solide und resolut in der Defensive.

Für Kasachstans Nationalspieler Heinrich Schmidtgal hat sich der Wechsel nach Fürth gelohnt. Hier kämpft er gegen Dortmunds Jakub "Kuba" Błaszczykowski.
Für Kasachstans Nationalspieler Heinrich Schmidtgal hat sich der Wechsel nach Fürth gelohnt. Hier kämpft er gegen Dortmunds Jakub "Kuba" Błaszczykowski.
Foto: Sportfoto Zink
Für Kasachstans Nationalspieler Heinrich Schmidtgal hat sich der Wechsel nach Fürth gelohnt. Hier kämpft er gegen Dortmunds Jakub "Kuba" Błaszczykowski.
Für Kasachstans Nationalspieler Heinrich Schmidtgal hat sich der Wechsel nach Fürth gelohnt. Hier kämpft er gegen Dortmunds Jakub "Kuba" Błaszczykowski.
Foto: Sportfoto Zink

So durchsetzungsfähig wie der grüne Held, den einst die New Yorker Comic-Macher Stan Lee und Jack Kirby erfanden. Mit 1,74 Metern Größe zählt Schmidtgal nicht zu den Riesen auf dem Fußballplatz. Zumindest was seine Statur angeht. Von seinen Fähigkeiten konnte er die Fans im Ronhof dafür schnell überzeugen.

Er ist kein Tänzer mit dem Ball, sondern ein harter Arbeiter mit viel Kampfgeist. Mitbekommen haben dürfte er den von seinem Vater, einem Ringer, was gleichzeitig auch die Figur Schmidtgals erklärt. Der kasachische Nationalspieler ist ein Kraftpaket, dabei aber nicht schwerfällig.

Bernd Storck, früher als Profi bei Borussia Dortmund und dem VfL Bochum aktiv und einst kasachischer Nationaltrainer, entdeckte Schmidtgal für die Auswahl des Landes. „Ich habe das mit der Familie und Freunden diskutiert. Alle haben sich für mich gefreut und mir zugeraten“, musste er nicht lange grübeln, ob er diese internationale Herausforderung tatsächlich annehmen wollte.

Seine Explosivität auf der linken Seite machte ihn im vergangenen Sommer nicht nur zum „Wunschspieler“ in Fürth. Auch andere Vereine buhlten um den 26-Jährigen. Schmidtgal entschied sich aber für einen Wechsel von Rot-Weiß Oberhausen zur Spielvereinigung.


Bilderstrecke zum Thema
Stimmen Sie ab über Ihren Kleeblatt-Spieler der Saison: Geben Sie jedem Profi eine Note zwischen 1 (sehr gut) und 6 (sehr schlecht). Spieler der Saison wird der Profi mit der besten Durchschnittsnote.

Mut bewies der Außenverteidiger schon bei seiner Ankunft im Fürther Ronhof. Mit einem schwarzen Auto, dessen Kennzeichen ihn als Bochumer auswies. Jenen Bochumern, deren VfL die Saison 2011/2012 vor den Fürthern auf Rang drei, dem Relegationsplatz, abschloss. Von Kratzern oder Dellen am Fahrzeug ist aber nichts bekannt. Ein unwissender Vandale vergriff sich nicht an Schmidtgals Wagen. Vielleicht wollte aber auch keiner Ärger mit dem „Hulk“ provozieren.

Kurz nachdem er den Vertrag in Fürth unterschrieben hatte, bemerkte der Neuzugang schon die ersten Unterschiede zu seiner früheren Mannschaft bei RWO. „Das technische Niveau, das Tempo, die Spielgeschwindigkeit – alles ist hier höher.“ In der ersten Liga dürften diese Attribute nochmals eine Steigerung erfahren.

Bilderstrecke zum Thema
Derby-Sieg in Nürnberg, das größte Spiel der jüngeren Vereinsgeschichte im Pokal-Halbfinale gegen Dortmund, nächtliche Party-Exzesse auf der Gustavstraße, und beim letzten Saisonspiel in Rostock auch die Krönung zum Zweitliga-Meister: Die SpVgg Greuther Fürth bot 2011/2012 reichlich unvergessliche Momente. Wir blicken zurück auf die besten Szenen der Aufstiegssaison.

Aber genau diese Herausforderung suchte die Spielvereinigung ja in den vergangenen 15 Jahren. So lange musste der bodenständige Schmidtgal nicht warten. Innerhalb eines Jahres wurde aus dem Flügelspieler, der mit Oberhausen in die dritte Liga abgestiegen war, ein Erstliga-Profi. Das Format dafür bringt er mit.

Im Team von Trainer Mike Büskens verkörpert Schmidtgal eine feste Größe, er erwies sich schnell als wichtiges Puzzleteil in der Elf, denn hinten links lag eine der Schwachstellen der Fürther. Mangels Alternativen schickte Büskens dort phasenweise auch Mittelfeldspieler Edgar Prib auf Stürmerfang und Flankenläufe.

Im Aufstiegsjahr übernahm Schmidtgal diesen Job und füllte ihn zur Zufriedenheit der Verantwortlichen aus. Vielleicht werden sich Schröck und Schmidtgal in der nächsten Saison auch direkt duellieren, wenn Fürth auf Hoffenheim trifft. Es dürfte ein spannendes Duell werden, wenn der Elegante den Kompakten fordern sollte. 

Florian Jennemann


Ihr Kommentar

Name:
 
 Bitte beachten Sie unsere Netiquette.
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.


Zum Thema
Schiedsrichter_vermiest_Fürth_das_Fest_Fehlentscheidung_des_Unparteiischen_führt_zum_1:1_der_SpVgg_Greuther_Fürth_gegen_Alemannia_Aachen_4c-fue_spvgg_aachen_0089.jpg
Gründungsdatum:
23.09.1903
Mitgliederzahl:
2550


Kurzbeschreibung:
Die Spielvereinigung Greuther Fürth feierte als Fußballverein ihre größten Erfolge in der Vereinsgeschichte mit drei deutschen Meistertiteln in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Nach dem 2. Weltkrieg konnte die Spielvereinigung jedoch nie wieder an die großen Erfolge anknüpfen und sich folglich auch nicht für die 1963 gegründete Bundesliga qualifizieren.
Mit dem Sturz bis in die Landesliga versank der Traditionsverein in den 80er Jahren endgültig in der Bedeutungslosigkeit. Aufwärts ging es erst wieder 1994, als die Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga gelang. Zwei Jahre später trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg bei. Seitdem gehören die Geldsorgen der Vergangengeit an, der traditionsreiche Name SpVgg Fürth wurde durch den Zusatz Greuther ergänzt.
Seit 1997 spielte die Spielvereinigung ununterbrochen in der 2. Bundesliga, bis im Mai 2012 endlich der ersehnte Aufstieg in die Bundesliga gelang. Dort allerdings blieb der Erfolg aus, so dass Fürth in der Saison 2013/2014 wieder im Unterhaus antreten muss. Seine Heimspiele trägt der Verein, der im Volksmund "Kleeblatt" genannt wird, dann wie gewoht im altehrwürdigen Ronhof aus. Ein geplanter Stadionneubau am Rhein-Main-Donaukanal hat sich Ende 2012 zerschlagen.


Deutscher Meister: 1914, 1926, 1929


Der Kleeblatt-Kader in der Saison 2012/13
Galerie Kader SpVgg Greuther Fuerth 2012/13