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Hoffnung auf Happy End

Neustart für Kevin Kampl - 07.09. 19:57 Uhr

Fürth  - Hollywood ist seine große Leidenschaft. In der Phantasie der Traumfabrik ist nichts unmöglich, selbst in noch so aussichtslos erscheinenden Situationen ist Rettung in Sicht. Auch Kino-Fan Kevin Kampl darf nach einer Odyssee auf ein persönliches Happy End hoffen.


Kevin Kampl: Spät eingewechselt, konnte er bei seinem Debüt nichts mehr bewirken.
Kevin Kampl: Spät eingewechselt, konnte er bei seinem Debüt nichts mehr bewirken.
Foto: Wolfgang Zink
Kevin Kampl: Spät eingewechselt, konnte er bei seinem Debüt nichts mehr bewirken.
Kevin Kampl: Spät eingewechselt, konnte er bei seinem Debüt nichts mehr bewirken.
Foto: Wolfgang Zink

Der Dienstag Tag muss dem jungen Slowenen wie ein Geburtstag vorgekommen sein. Ein Tag, dem man lange entgegenfiebert, den man kaum abwarten kann. Eben etwas besonderes. Klar, der Last-Minute-Neuzugang der SpVgg Greuther Fürth lernte seine neuen Kollegen kennen. Endlich aber, und das war viel wichtiger, durfte er wieder seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen. "Ich freue mich riesig", sagte er so, als stünde er gerade vor einem ganzen Berg toller Geschenke.

Kein Wunder, zieht sich seine Leidenszeit doch schon einige Monate hin. Eine gefühlte Ewigkeit für einen Profi, für den jede Minute ohne Fußball verlorene Zeit ist. Im März begann das Dilemma: Bei einem Spiel der slowenischen "U21"-Nationalmannschaft gegen die Niederlande prallte er mit einem Gegenspieler so unglücklich zusammen, dass er sich einen Fußwurzelbruch zuzog. Was sich zunächst nicht so dramatisch ausnahm, sollte sich zu einer langwierigen Geschichte entwickeln.

Das hoffnungsvolle Talent wollte schnell ins Regionalligateam von Bayer Leverkusen zurückkehren, vielleicht zu schnell, wie er heute weiß. Sein rechter Fuß hielt der Belastung nicht stand, zwei Wochen machte er die Vorbereitung beim Werksklub mit, ehe die Verletzung erneut aufbrach. Ruhig stellen, vier Wochen Gips, sagten die Ärzte. "Jetzt ist wieder alles in Ordnung, der Fuß fühlt sich gut an, keine Probleme", gab sich der 19-Jährige vor dem Debüt beim "Kleeblatt" betont optimistisch, seinen Trainingsrückstand schnell ausgleichen zu können.

Dabei machen sie dem Sohn slowenischer Gastarbeiter in Fürth keinerlei Druck. "Wir wollen ihn vernünftig aufbauen, ihm Zeit geben, das Vertrauen in seinen Fuß zurückzugewinnen", sagt Manager Rachid Azzouzi. Alles gut und schön, nur zählt Geduld nicht zu den hervorstechendsten Charaktereigenschaften des Mittelfeld-Allrounders, der sich viel vorgenommen hat: "Ich will mich hier durchsetzen. Auf der Bank hätte ich auch in Leverkusen sitzen können."

 KEVIN KAMPL - geboren: 9.Oktober 1990 / Nationalität: Slowenisch / Größe: 1,80 m / Gewicht: 63 kg / Position: Mittelfeld / Rückennummer: 10 / Vertrag bis: 2013 / Bisherige Vereine: VfB Solingen, Bayer Leverkusen / Zweitligaspiele-Tore: -/-. 





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