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Dabei verkauften die Gäste beim Tabellendritten ihre Haut so teuer wie möglich, doch letztlich mussten sie erkennen, dass der Gegner einfach besser war. Nicht viel, aber doch ausreichend, um als verdienter Sieger das Eis zu verlassen. Nach einer recht uninspirierten Anfangsphase mit vielen Fehlpässen auf beiden Seiten rissen die Hamburger im weiteren Verlauf mehr und mehr die Spielkontrolle an sich. Gegen eine Nürnberger Mannschaft, die nie aufsteckte, aber im Moment einfach nicht höheren DEL-Ansprüchen genügt.
Seit dem Sieg im „Winter Game“ läuft es nicht mehr bei den Ice Tigers. Die Gründen mögen vielschichtig sein, auffällig ist aber vor allem die mangelnde Durchschlagskraft der Offensive. Nur neun Treffer in den zurückliegenden sechs Partien sind einfach zu wenig, um erfolgreich zu punkten. Bezeichnend, dass die beiden Tore gestern Abend auf das Konto von Verteidiger Casey Borer gingen, der seine Saisontreffer neun und zehn erzielte.
Aber wo sind die Patrick Reimer, Eric Chouinard, Connor James, Yan Stastny, Steven Reinprecht, Jason Jaspers und, und und? Sie alle „glänzen“ seit Wochen durch Fehlschüsse, wenn sie überhaupt zum Abschluss kommen. Dabei sollte doch die Offensive die große Stärke der Nürnberger in dieser Spielzeit sein, aber davon ist nicht mehr viel zu sehen.
Ist auch Gustafsson mit seinem Latein schon am Ende? Wenn ja, wäre es fatal, denn der Abstand nach hinten ist nahezu aufgebraucht. Ebenso die große Euphorie nach dem „Winter Game“, als die Nürnberger drauf und dran waren, in die Top Sechs vorzurücken. Doch nur drei magere Punkte aus den folgenden sechs Spielen haben für Ernüchterung gesorgt. Wieder könnte eine Saison in den Sand gesetzt werden, wenn die Mannschaft nicht bald den Hebel umlegen kann.
Am Sonntagabend (17.45 Uhr) sind die Iserlohn Roosters in der Arena zu Gast. Man mag sich gar nicht ausmalen, wenn auch dieses Spiel verloren gehen sollte. Personelle Konsequenzen kann Gustafsson derzeit nicht ziehen, es sei denn, Manager Lorenz Funk holt vor dem Transferschluss am 31.Januar noch ein, zwei Asse aus dem Ärmel. Die Ice Tigers benötigen dringend frisches Blut – vor allem benötigen sie aber Spieler, die die Mannschaft führen, die voran gehen und in der Lage sind, Tore zu schießen. Daran hapert es, warum auch immer.
Hamburg: Kotschnew – Köppchen, Nielsen; Schubert, Westcott; Schmidt, Roy – Pettinger, Jakobsen, Oppenheimer; Wolf, G.Festerling, Flaake; Murphy, Schneider, Demkow; Krämmer, Collins, Dolak
Nürnberg: Weiman – Butenschön, B.Festerling; Pollock, Borer; Leask, Nowak; Lindlbauer – Reinprecht, Jaspers, Bayda; Reimer, Stastny, James; Ehliz, Chouinard, Frosch; Rupprich, Weiß, Aab
SR: Schütz/Steinecke (Moers/Botterode)
Zuschauer: 7521
Strafminuten: Hamburg 8 – Nürnberg 10 (Stastny, James, Leask, Butenschön, Rupprich je 2) / Tore: 1:0 (17:01) Murphy, 1:1 (20:52) Borer (Reimer/Reinprecht, 5-4), 2:1 (24:36) Oppenheimer, 3:1 (52:58) Collins (5-4), 3:2 (53:30) Borer (Reimer), 4:2 (59:25) Murphy (5-6).

Do. 23.05.13
Mi. 08.05.13
Di. 07.05.13
Mo. 06.05.13
Sa. 04.05.13