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Ice Tigers: Doch noch ein Sieg über München

Shane Joseph traf in der Verlängerung zum 3:2 - 21.02. 23:00 Uhr

NÜRNBERG  - Das große Saisonziel, die Play-off-Teilnahme, haben die Thomas Sabo Ice Tigers längst aus den Augen verloren. Also muss man sich noch einige kleinere Ziele setzen – zum Beispiel nicht auch noch im letzten Vergleich mit den EHC München leer ausgehen.

Vitalij Aab, der vor der gestrigen Partie für sein 600.DEL-Spiel geehrt wurde, jubelt nach dem frühen 1:0 für die Ice Tigers.
Vitalij Aab, der vor der gestrigen Partie für sein 600.DEL-Spiel geehrt wurde, jubelt nach dem frühen 1:0 für die Ice Tigers.
Foto: Roland Fengler
Vitalij Aab, der vor der gestrigen Partie für sein 600.DEL-Spiel geehrt wurde, jubelt nach dem frühen 1:0 für die Ice Tigers.
Vitalij Aab, der vor der gestrigen Partie für sein 600.DEL-Spiel geehrt wurde, jubelt nach dem frühen 1:0 für die Ice Tigers.
Foto: Roland Fengler

Gesagt getan: Nach den drei vorherigen Pleiten in dieser Saison (0:2, 2:4 und 1:4) gegen den bayerischen Rivalen hielten sich die Schützlinge von Peter Draisaitl wenigstens am Dienstagabend schadlos. Für einen Dreier reichte es zwar nicht ganz, aber zumindest gewann der DEL-Vorletzte die spannende Partie nach Verlängerung mit 3:2 (1:0, 1:1, 0:1) und sorgte so doch noch für ein Happy-End zum Faschingskehraus.

Vor dem ersten Bully wurde Vitalij Aab für sein 600. Spiel in der Deutschen Eishockey-Liga geehrt. Es war fast die auffälligste Szene des Tigers-Stürmers, der in den folgenden, temporeichen 60 Minuten keine größere Rolle mehr spielte. Die Hauptdarsteller waren andere, zum Beispiel Nürnbergs Torhüter Patrick Ehelechner, der mehrere hochkarätige Chancen der Münchner zunichte machte, das 2:2 im Schlussdrittel aber auch nicht verhindern konnte. Am Gewinn der beiden Punkte hatte Ehelechner dennoch maßgeblichen Anteil. Dass seine Zukunft in Nürnberg in den Sternen steht, hindert ihn nicht daran, fast Spiel für Spiel starke Leistungen abzurufen.


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Mit 3:2 setzten sich die Nürnberger Ice Tigers gegen den EHC München durch. Der Sieg gelang den Tigern zwar erst in der Verlängerung. Aber er zeigt: Nürnberg wird allmählich zum Derby-Spezialisten.

Wie es überhaupt am gestrigen Auftritt der Tigers-Profis nur wenig zu bemängeln gab. Sicher, die Münchner, die sich noch berechtige Hoffnungen auf die Play-offs machen dürfen, ließen die Tigers-Abwehr zuweilen nicht gut aussehen und hätten ebenso als Sieger vom Eis gehen können. Doch auch Stastny und Co. waren am Ende nahe dran, einen Dreier einzufahren. So beim Pfostenschuss vom späteren Siegtorschützen Shane Joseph (56.) oder eine Minute später, als die Scheibe tatsächlich hinter der Münchner Torlinie landete. Da aber fast gleichzeitig das Gehäuse verschoben wurde, erkannte das Schiedsrichtergespann nach Videobeweis den vermeintlichen Treffer von Trevor James Kemp nicht an.



Nichts mehr auszusetzen gab es dann aber gleich zu Beginn der Verlängerung, die Joseph schon nach 19 Sekunden mit seinem neunten Saisontor beendete. Viel bringt der Erfolg über München den Ice Tigers zwar nicht mehr, aber er war ein weiterer Beweis, dass sich die Nürnberger Mannschaft ehrenvoll aus dieser Saison verabschieden möchte.

Wie es in der noch offenen Trainerfrage weitergeht, könnte eine Pressekonferenz heute Mittag in Düsseldorf mit DEG-Coach Jeff Tomlinson und Manager Walter Köberle beantworten. Verlässt der Kanadier zum Saisonende die DEG, wäre der Weg nach Nürnberg frei. Dass Tomlinson bei Tigers-Manager Lorenz Funk ganz oben auf der Wuschliste steht, ist ja ein offenes Geheimnis.

Nürnberg: Ehelechner – Pollock, Leask; Kemp, Butenschön; Walter, Traynor – Joseph, Stastny, Collins; Frosch, Barta, Bayda; Oblinger, G.Leeb, Grygiel; Ehliz, S.Fischhaber, Aab / München: J.Reimer – Julien, Petermann; Ejdepalm, Sturm; Cespiva, Olsson – Dietrich, Schneider, Buchwieser; Wrigley, J.Ulmer, Kathan; Schymainski, Kompon, Maurer; Kink, Wichert, Benda / SR: Jablukov/Hascher (Berlin/Miesbach) / Zuschauer: 3495 / Strafminuten: Nürnberg 12 (Pollock 4, Ehliz, Stastny, Oblinger, Bayda je 2) – München 12 plus 10 Disziplinar (Kathan) / Tore: 1:0 (4:15) Butenschön (S.Fischbaber/Ehliz), 2:0 (26:44) Pollock (Collins/Leask, 5-4), 2:1 (31:36) J.Ulmer (5-4), 2:2 (52:10) Olsson, 3:2 (60:19) Joseph (Pollock).

DEL: Thomas Sabo Ice Tigers – EHC München 3:2 (1:0, 1:1, 0:1) n.V., Kölner Haie – Hamburg Freezers 1:2 (0:0, 0:0, 1:1) n.V. 



Horst Dittmann

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Kurzbeschreibung:
Die Nürnberg Ice Tigers sind ein Verein in der Deutschen Eishockey Liga DEL; seit Mai 2009 firmiert die Mannschaft unter dem Namen Thomas Sabo Ice Tigers. Hervorgegangen ist das Profiteam aus dem Eishockeycklub EHC 80 Nürnberg, der seit 2009 auch wieder als Stammverein fungiert. Heimspielstätte ist seit 2001 die Arena Nürnberger Versicherung. Die größten Erfolge waren bislang die erreichten Meisterschafts-Finalserien in den Jahren 1999 und 2007, in denen die Nürnberger jeweils an Rekordmeister Adler Mannheim scheiterten. Nach der Trennung von Headcoach Andreas Brockmann nach drei verlorenen Spielen zum Saisonauftakt 2011/12 werden die Ice Tigers seit dem 26. September 2011 vom ehemaligen Nationalspieler Peter Draisaitl trainiert.


Der Ice-Tigers-Kader in der Saison 2011/12

Galerie Kader 1. FC Nürnberg 2011/12