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Gesagt getan: Nach den drei vorherigen Pleiten in dieser Saison (0:2, 2:4 und 1:4) gegen den bayerischen Rivalen hielten sich die Schützlinge von Peter Draisaitl wenigstens am Dienstagabend schadlos. Für einen Dreier reichte es zwar nicht ganz, aber zumindest gewann der DEL-Vorletzte die spannende Partie nach Verlängerung mit 3:2 (1:0, 1:1, 0:1) und sorgte so doch noch für ein Happy-End zum Faschingskehraus.
Vor dem ersten Bully wurde Vitalij Aab für sein 600. Spiel in der Deutschen Eishockey-Liga geehrt. Es war fast die auffälligste Szene des Tigers-Stürmers, der in den folgenden, temporeichen 60 Minuten keine größere Rolle mehr spielte. Die Hauptdarsteller waren andere, zum Beispiel Nürnbergs Torhüter Patrick Ehelechner, der mehrere hochkarätige Chancen der Münchner zunichte machte, das 2:2 im Schlussdrittel aber auch nicht verhindern konnte. Am Gewinn der beiden Punkte hatte Ehelechner dennoch maßgeblichen Anteil. Dass seine Zukunft in Nürnberg in den Sternen steht, hindert ihn nicht daran, fast Spiel für Spiel starke Leistungen abzurufen.
Wie es überhaupt am gestrigen Auftritt der Tigers-Profis nur wenig zu bemängeln gab. Sicher, die Münchner, die sich noch berechtige Hoffnungen auf die Play-offs machen dürfen, ließen die Tigers-Abwehr zuweilen nicht gut aussehen und hätten ebenso als Sieger vom Eis gehen können. Doch auch Stastny und Co. waren am Ende nahe dran, einen Dreier einzufahren. So beim Pfostenschuss vom späteren Siegtorschützen Shane Joseph (56.) oder eine Minute später, als die Scheibe tatsächlich hinter der Münchner Torlinie landete. Da aber fast gleichzeitig das Gehäuse verschoben wurde, erkannte das Schiedsrichtergespann nach Videobeweis den vermeintlichen Treffer von Trevor James Kemp nicht an.
Nichts mehr auszusetzen gab es dann aber gleich zu Beginn der Verlängerung, die Joseph schon nach 19 Sekunden mit seinem neunten Saisontor beendete. Viel bringt der Erfolg über München den Ice Tigers zwar nicht mehr, aber er war ein weiterer Beweis, dass sich die Nürnberger Mannschaft ehrenvoll aus dieser Saison verabschieden möchte.
Wie es in der noch offenen Trainerfrage weitergeht, könnte eine Pressekonferenz heute Mittag in Düsseldorf mit DEG-Coach Jeff Tomlinson und Manager Walter Köberle beantworten. Verlässt der Kanadier zum Saisonende die DEG, wäre der Weg nach Nürnberg frei. Dass Tomlinson bei Tigers-Manager Lorenz Funk ganz oben auf der Wuschliste steht, ist ja ein offenes Geheimnis.
Nürnberg: Ehelechner – Pollock, Leask; Kemp, Butenschön; Walter, Traynor – Joseph, Stastny, Collins; Frosch, Barta, Bayda; Oblinger, G.Leeb, Grygiel; Ehliz, S.Fischhaber, Aab / München: J.Reimer – Julien, Petermann; Ejdepalm, Sturm; Cespiva, Olsson – Dietrich, Schneider, Buchwieser; Wrigley, J.Ulmer, Kathan; Schymainski, Kompon, Maurer; Kink, Wichert, Benda / SR: Jablukov/Hascher (Berlin/Miesbach) / Zuschauer: 3495 / Strafminuten: Nürnberg 12 (Pollock 4, Ehliz, Stastny, Oblinger, Bayda je 2) – München 12 plus 10 Disziplinar (Kathan) / Tore: 1:0 (4:15) Butenschön (S.Fischbaber/Ehliz), 2:0 (26:44) Pollock (Collins/Leask, 5-4), 2:1 (31:36) J.Ulmer (5-4), 2:2 (52:10) Olsson, 3:2 (60:19) Joseph (Pollock).
DEL: Thomas Sabo Ice Tigers – EHC München 3:2 (1:0, 1:1, 0:1) n.V., Kölner Haie – Hamburg Freezers 1:2 (0:0, 0:0, 1:1) n.V.

Di. 22.05.12
Di. 22.05.12
Di. 22.05.12
Do. 10.05.12
Mi. 09.05.12