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Ice Tigers: Eigentlich hätten es drei Punkte werden sollen

Nürnberger gewannen "nur" nach Verlängerung - 20.01. 22:58 Uhr

NÜRNBERG  - Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel! Drei Punkte hätten es unbedingt werden sollen, im Heimspiel der Thomas Sabo Ice Tigers gegen die Iserlohn Roosters. Am Ende mussten sich die Nürnberger Eishockey-Profis mit zwei Zählern begnügen, weil sie es nicht schafften den Gegner in den regulären 60 Minuten in die Knie zu zwingen. Immerhin, in der Verlängerung traf Verteidiger Paul Traynor 13 Sekunden vor der Schlusssirene zum vielumjubelten 3:2-Siegtreffer.

Das erste Saisontor des Ex-Iserlohners (!) bewahrte die Ice Tigers wenigstens vor einem drohenden Penaltyschießen, das bekanntlich nicht die Stärke der Nürnberger ist, haben sie doch hier im bisherigen Saisonverlauf stets den Kürzeren gezogen (viermal). So wahrten die Schützlinge von Peter Draisaitl ihre (hauchdünne) Chance auf die Pre-Play-offs. Der Abstand zum aktuellen Zehnten (jetzt Iserlohn) beträgt allerdings immer noch beträchtliche 13 Punkte.


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Wieder einmal ging es für die Ice Tigers nach einem 2:2-Stand in der 60. Minute in die Verlängerung. Eigentlich kein gutes Omen, mögen vielleicht einige pessimistischen Fans gedacht haben. Doch am Freitag kam es anders als befürchtet: Das 3:2 fiel in der 65. Minute und bescherte den Ice Tigers den Sieg.



Aber Leask und Co. haben auch gestern Abend ihr Herz in beide Hände genommen, und alles versucht, um gegen das zweitbeste Auswärtsteam der Liga zu bestehen. Viel fehlte nicht, und es hätte zum gewünschten Dreier gereicht. Wenngleich man aber attestierten muss, dass der 2:2-Gleichstand nach 60 Minuten durchaus den bis dato gezeigten Leistungen entsprach. In der Verlängerung dominierte aber der Gastgeber und verdient sich deshalb den Zusatzpunkt, auch wenn kurz vor Traynors Treffer auch Iserlohns Michael Hackert das 3:2 auf dem Schläger hatte – Patrick Ehelechner konnte es verhindern.

Wie schon bei den glanzvollen Heimauftritten gegen die Tabellenführer Mannheim, Ingolstadt und Berlin starteten die Ice Tigers furios, erspielten sich schnell Torchancen und gingen fast folgerichtig nach sieben Minuten in Führung. Greg Leeb traf mit einem nicht unbedingt gewollten Lupfer über Iserlohns Keeper Sebastian Caron hinweg – das Zuspiel kam von Ryan Bayda, der damit bei seinem ersten Saisonauftritt nach langer Verletzungszeit gleich einen Scorerpunkt verbuchen konnte. Im weiteren Verlauf der sehr intensiv geführten Partie musste der 31-jährige Kanadier dann aber seiner monatelangen Pause Tribut zollen und so manche Verschnaufpause einlegen.



Die konnten sich seine Nebenleute aber nicht erlauben, denn Iserlohn wurde mit Verlauf des Spiels stärker, ließ seine Klasse – zwar nicht permanent, aber doch hin und wieder – aufblitzen, so dass der zweimalige Ausgleich der Gäste nicht verwunderte. Zwischendurch hatte Youngster Yasin Ehliz mit seinem 2:1 (39.) nach schönem Zusammenspiel mit Martin Walter, die Hoffnungen auf einen Drei-Punkte-Sieg genährt. Aber nur bis zur 47.Minute, da bestrafte Iserlohns Guiliano mit dem erneuten Ausgleich zum 2:2 die Nürnberger, die kurz zuvor eine fast einminütige 5:3-Überzahl nicht in etwas Zählbares umwandeln konnten. Der Rest ist bekannt ...

Nürnberg: Ehelechner – Pollock, Leask; Kemp, Butenschön; Walter, Traynor – Joseph, Stastny, Collins; Aab, Barta, Frosch; Oblinger, G.Leeb, Bayda; Grygiel, S.Fischhaber, Ehliz / Iserlohn: Caron – Cullimore, Blanchard; Kopitz, Ardelan; Langwieder, Peltier; Danielsmeier – Spina, Hock, Guiliano; Fretter, Hackert, Hommel; Wolf, York, Wörle; Ritteer, Rupprich, Cowan / SR: Oswald (Bad Wörishofen) / Zuschauer: 3759 / Strafminuten: Nürnberg 8 (Pollock 4, Collins, Barta je 2) – Iserlohn 12 plus 10 Disziplinar (Spina) / Tore: 1:0 (6:06) G.Leeb (Bayda/Oblinger), 1:1 (22:09) York, 2:1 (38:15) Ehliz (Walter), 2:2 (46:40) Guiliano, 3:2 (64:47) Traynor (G.Leeb/Oblinger).

Tigers-Interesse an DEG-Quartett?

Die Mannschaft der Thomas Sabo Ice Tigers soll in der kommenden Saison ein neues Gesicht erhalten. Als mögliche Neuzugänge werden laut Medienberichten aus Düsseldorf derzeit gleich vier Akteure der DEG Metro Stars und ihr Trainer Jeff Tomlinson genannt. Bei den Spielern handelt es sich um Verteidiger Marco Nowak sowie die Stürmer Patrick Reimer, Evan Kaufmann und Connor James. Die DEG-Profis bestritten zwar, dass sie andernorts schon Verträge unterschrieben hätten, doch zumindest der 21-jährige Nowak wurde im internet-portal „Der Westen“ vielsagend zitiert: „Nürnberg will für die nächste Saison aufrüsten und ist sicher interessant.“ Trainer Tomlinson betonte, dass es nach Nürnberg derzeit „keinen Kontakt“ gibt, sondern „nur mit Düsseldorf.“ 



Horst Dittmann und Florian Jennemann

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Kurzbeschreibung:
Die Nürnberg Ice Tigers sind ein Verein in der Deutschen Eishockey Liga DEL; seit Mai 2009 firmiert die Mannschaft unter dem Namen Thomas Sabo Ice Tigers. Hervorgegangen ist das Profiteam aus dem Eishockeycklub EHC 80 Nürnberg, der seit 2009 auch wieder als Stammverein fungiert. Heimspielstätte ist seit 2001 die Arena Nürnberger Versicherung. Die größten Erfolge waren bislang die erreichten Meisterschafts-Finalserien in den Jahren 1999 und 2007, in denen die Nürnberger jeweils an Rekordmeister Adler Mannheim scheiterten. Nach der Trennung von Headcoach Andreas Brockmann nach drei verlorenen Spielen zum Saisonauftakt 2011/12 werden die Ice Tigers seit dem 26. September 2011 vom ehemaligen Nationalspieler Peter Draisaitl trainiert.


Der Ice-Tigers-Kader in der Saison 2011/12

Galerie Kader 1. FC Nürnberg 2011/12