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„Er spielt nicht“, verrät Nürnbergs Coach Peter Draisaitl vor dem sportlich zwar nur beschränkt brisanten Vergleich, der aufgrund der Rahmenbedingungen doch zu einem spannenden werden dürfte. Auch ohne den für Nürnberg so wichtigen Mittelstürmer.
Zumindest zwei Akteure auf der Gegenseite taten nämlich bereits das, worauf die Ice Tigers bei Stastny unverändert hoffen. Verteidiger Marco Nowak und Rechtsaußen Patrick Reimer signierten unlängst Verträge bei den Nürnbergern für die kommende Saison und darüber hinaus.
Beide werden beim Nürnberger Publikum besonderes Interesse wecken. Wie auch andere Profis im Trikot der DEG. Man kann fast sagen, die Ice Tigers duellieren sich am Sonntag nicht alleine mit Düsseldorf, sondern gewissermaßen auch mit einem vielleicht wesentlichen Bestandteil ihrer eigenen Zukunft.
Im Angriff der Rot-Gelben, die von einem Sonderzug mit rund 450 Fans begleitet werden, was der Begegnung noch zusätzlichen Unterhaltungswert verleiht, finden sich mit Evan Kaufmann und Connor James noch zwei weitere Spieler, die bei den Ice Tigers Begehrlichkeiten geweckt haben. Aber auch für sie gilt, was bei Stastny Bestand hat: Einen unterschriebenen Vertrag präsentierten bisher weder die Franken noch ein anderer Klub.
Desweiteren hat es den Ice Tigers nicht nur das spielende Personal des Traditionsvereins vom Rhein angetan. Auch deren Trainer steht auf ihrer Wunschliste. Ein erstes Treffen mit Jeff Tomlinson fand schon statt, wie bei den Spielern wurden aber noch keine Fakten geschaffen. So betonen es die Beteiligten. Am Montag nach der Partie in Nürnberg wird Tomlinson ins heimische North Carolina (USA) reisen, um seine Planungen mit seiner Familie durchzudiskutieren. Noch ist auch ein Einjahresvertrag in Düsseldorf ein Thema.
Ihre Zukunft planen auch andere. Wie Nürnbergs Martin Walter, der zwar eine kurze Unterhaltung seines Agenten in dieser Woche einräumt, nicht aber den Gesprächspartner preisgibt. „Nach der Saison“, wirbt der Verteidiger um Verständnis.
Auf Nachsicht hofft derweil auch Shane Joseph. In der Vorwoche hatte sich der Angreifer nach dem 0:2 gegen Krefeld zu einer unüberlegten Reaktion in Richtung der eigenen Fans hinreißen lassen. Mittlerweile gibt sich der Kanadier geläutert. „Es war aus der Emotion heraus. Ich habe einen Fehler gemacht und es tut mir leid. Ich hätte das nicht machen sollen und mich professioneller verhalten müssen. Ich bitte um Entschuldigung“, warb Joseph gestern im Gespräch mit der NZ um Verständnis der Fans. „Ich hoffe, dass ist Schnee von gestern“.
Bei all dem Drumherum sollte man nicht vergessen, dass am Sonntag gegen Düsseldorf auch Eishockey gespielt werden wird. „Wir sind alle Sportler, und da willst du jedes Spiel gewinnen“, beugt Björn Barta gleich Vermutungen vor, angesichts der Nürnberger Tabellenposition und dem 17-Punkte-Rückstand auf Platz zehn, sprich den Play-offs, ginge jetzt endgültig die Zeit des Kringeldrehens los: „Wir haben noch zwölf Spiele und wollen versuchen, so viele wie möglich zu gewinnen.“
DEL, 42.Spieltag: Eisbären Berlin – Grizzly Adams Wolfsburg (Fr., 19.05), DEG Metro Stars – Krefeld Pinguine, Iserlohn Roosters – Adler Mannheim, EHC München – Augsburger Panther, ERC Ingolstadt – Straubing Tigers (alle Fr., 19.30) / 43.Spieltag: Thomas Sabo Ice Tigers – DEG Metro Stars, Grizzly Adams Wolfsburg – Iserlohn Roosters (beide So., 14.30), Krefeld Pinguine – EHC München (So., 16.30), Augsburger Panther – ERC Ingolstadt (So., 18.30), Straubing Tigers – Hannover Scorpions (So., 19.05).
Bayernliga: EHC 80 Nürnberg – TSV Peißenberg (So., 18.00).

Di. 22.05.12
Di. 22.05.12
Di. 22.05.12
Do. 10.05.12
Mi. 09.05.12