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Ice Tigers hält nur noch ein Sieg im Rennen

Mannheim gewinnt erste Pre-Play-off-Partie mit 3:2 - 16.03. 22:44 Uhr

MANNHEIM  - Mannheim gegen Nürnberg, Adler gegen „Eistiger“ – ein „Klassiker“ der Deutschen Eishockey-Liga, der schon bessere Tage gesehen hat. Im Frühjahr 2011 stehen sich die beiden alten Rivalen erstmals nur auf Pre-Play-off-Ebene gegenüber. Und weil die Thomas Sabo Ice Tigers die Vorrunde mit elf Niederlagen in 13 Spielen abschlossen, hatten die Kurpfälzer die Favoritenbürde zu tragen. Sie wurden ihrer Rolle gerade noch gerecht und siegten 3:2 (0:0, 1:1, 2:1) – für die Gäste wäre mit etwas mehr Mut mehr drin gewesen!


Nach dem 1:1 ging’s nach einer Kink-Attacke rund, Tigers-Verteidiger Kemp schied danach verletzt aus.
Nach dem 1:1 ging’s nach einer Kink-Attacke rund, Tigers-Verteidiger Kemp schied danach verletzt aus.
Foto: Huebner
Nach dem 1:1 ging’s nach einer Kink-Attacke rund, Tigers-Verteidiger Kemp schied danach verletzt aus.
Nach dem 1:1 ging’s nach einer Kink-Attacke rund, Tigers-Verteidiger Kemp schied danach verletzt aus.
Foto: Huebner

Damit stehen die Mannen um Trainer Andreas Brockmann gewaltig unter Zugzwang. Wollen sie ein entscheidendes drittes Spiel am Sonntag in Mannheim erzwingen, müssen sie morgen (19.30 Uhr) in der heimischen Arena gewinnen. Geht aber auch Partie zwei in die Hosen, ist die Saison für die Nürnberger früh beendet.

Grygiel, Wilm, Beardsmore bildeten diesmal die erste Sturmreihe der Tigers – und die hatte nach nur 31 Sekunden nach einem Fehler der Adler die erste Chance durch Wilm, der allerdings an Mannheims Supertorwart Brathwaite scheiterte. Ein Auftakt, der schon zeigte, wie nervös beide Teams dieses erste Angstduell („Nur nicht ausscheiden!“) annahmen. In den ersten 20 Minuten jedenfalls fehlte es noch, das Play-off-Fieber, das die beiden langjährigen DEL-Konkurrenten früher so oft entfacht hatten.

Chancen gab es natürlich trotzdem, wohl auch ein paar mehr für die Gastgeber: Eine zum Beispiel in der zweiten Minute, als der Puck nach Kink-Schuss und Patrick-Ehelechner-Rettungstat in Richtung Tigers-Torlinie trudelte, aber noch wegbefördert werden konnte. Ehelechner reagierte vor allem in der 17. Minute prächtig; Klinge war nach Leask-Fehlpass unvermittelt frei zum Schuss gekommen. Dazwischen (13.) lag eine sehenswerte Aktion von Aab, der sich stark bedrängt durchsetzte – nein, kein Tor machte, aber zumindest eine Strafzeit herausholte, die (keine Überraschung) erfolglos verstrich.

Likens (25.) und Bayda (31.) näherten sich im zweiten Drittel dem Adlerhorst an – auf der Gegenseite versprang Glumac der Puck im letzten Moment –, doch in der 37. Minute war es ausgerechnet Fischhaber, der die Gäste-Führung und damit seinen ersten Scorerpunkt dieser Saison überhaupt markierte. Vorausgegangen war ein starker Antritt Froschs gegen Periard und ein zunächst parierter Schuss von Oblinger, ehe „Fischi“ in den Winkel abstaubte.

Nicht mal zwei Minuten konnten sich die Brockmann-Schützlinge über das 1:0 freuen, dann hatte Kink ausgeglichen. Waren beide Teams bis dahin durch vorsichtige Spielweise und Disziplin aufgefallen, so gab es danach, ausgelöst von einem Kink-Check gegen Likens, einige Einzelgefechte: Nürnberg bekam zwei Minuten mehr aufgebrummt, und – noch unverständlicher – Kink ging völlig straffrei aus! Für Tigers-Verteidiger Kemp hatte dieser Tumult böse Folgen, er musste nach einem Schlittschuhtritt verletzt ausscheiden; für ihn kam Schüle.

Die – unnötige – Niederlage gegen wiederum durchaus verwundbare Mannheimer nahm ihren Lauf in der 45.Minute, als der Ex-Nürnberger Pollock eine zurückspringende Scheibe im Tigerkäfig unterbrachte. Das 3:1 durch Dimitrakos nach einem Adler-Konter, eingeleitet von Torhüter Brathwaite (50.), war schon die Vorentscheidung. Und dennoch, mit einem sechsten Feldspieler anstelle von Keeper Ehelechner gaben die Ice Tigers noch einmal alles – allein, der Anschlusstreffer zum 2:3 durch Eriksson (59:50) fiel zu spät.

Tigers-Cheftrainer Andreas Brockmann war nach den 60 Minuten keineswegs unzufrieden. „Eigentlich haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht“, meinte er: „Aber in vier, fünf Minuten haben wir alles kaputtgemacht.“ Der Tigers-Coach räumte aber auch ein, dass man wieder „zu viele individuelle Fehler“ gemacht habe, die dann „eiskalt bestraft wurden“. Noch freilich ist nichts verloren, zumal Brockmann davon ausgeht, dass Kemp am Freitag wieder zur Verfügung steht.

Mannheim: Brathwaite – Reul, Dietrich; Pollock, Goc; Scalzo, Periard; Butenschön – Dimitrakos, Reinprecht, Mauer; Glumac, Kink, Arendt; King, Methot, Seidenberg; Klinge, El-Sayed, Plachta / Nürnberg: Ehelechner – Leask, Eriksson; Likens, Kemp; Blanchard, Platil; Schüle – Grygiel, Wilm, Beardsmore; Aab, Chouinard, Bayda; B. Leeb, G. Leeb, Barta; Fischhaber, Oblinger, Frosch / SR: Brüggemann (Iserlohn), Jablukov (Berlin) / Zuschauer: 8984 / Strafminuten: Mannheim zwölf – Nürnberg zwölf (Likens sechs, Blanchard, Chouinard, Wilm je zwei) / Tore: 0:1 (36:12) Fischhaber (Oblinger/Frosch), 1:1 (38:04) Kink, 2:1 (44:46) Pollock, 3:1 (49:56) Dimitrakos, 3:2 (59:50) Eriksson (Bayda/Chouinard, 6-5).

Freezers trennen sich

von Kapitän Alexander Barta

Nach dem neuerlichen Verpassen der Play-offs haben sich die Hamburg Freezers von ihrem Kapitän Alexander Barta getrennt. Die Freezers machten von einer Klausel im bis 2013 datierten Vertrag mit dem 28-jährigen Stürmer Gebrauch. „Diese Entscheidung ist uns unheimlich schwer gefallen“, sagte Sportchef Stéphane Richer. Bei der Neuausrichtung des Teams sei man der Meinung, „dass es für beide Seiten das Beste ist, ab sofort verschiedene Wege zu gehen“. Der jüngere Bruder des Tigers-Angreifers Björn Barta schoss in 288 DEL-Spielen 77 Tore für Hamburg. Wohin der Weg von Alexander Barta führt, ist noch unklar – aber wohl kaum nach Nürnberg. „Ich weiß, dass schon vier Klubs an ihm dran sind. So ein Spieler wäre vom Sportlichen auch für uns interessant, aber er ist nicht in unserer Preisklasse“, ließ Tigers-Sportdirektor Lorenz Funk auf Anfrage der NZ wissen.
  



Siegmund Dunker und Hermann Hempel

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Kurzbeschreibung:
Die Nürnberg Ice Tigers sind ein Verein in der Deutschen Eishockey Liga DEL; seit Mai 2009 firmiert die Mannschaft unter dem Namen Thomas Sabo Ice Tigers. Hervorgegangen ist das Profiteam aus dem Eishockeycklub EHC 80 Nürnberg, der seit 2009 auch wieder als Stammverein fungiert. Heimspielstätte ist seit 2001 die Arena Nürnberger Versicherung. Die größten Erfolge waren bislang die erreichten Meisterschafts-Finalserien in den Jahren 1999 und 2007, in denen die Nürnberger jeweils an Rekordmeister Adler Mannheim scheiterten. Nach der Trennung von Headcoach Andreas Brockmann nach drei verlorenen Spielen zum Saisonauftakt 2011/12 werden die Ice Tigers seit dem 26. September 2011 vom ehemaligen Nationalspieler Peter Draisaitl trainiert.


Der Ice-Tigers-Kader in der Saison 2011/12

Galerie Kader 1. FC Nürnberg 2011/12