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Ice Tigers: Keine Punkte und ein weiterer Verletzter

Tomlinson-Team unterlag 2:3 in Augsburg - 20.11.2012 22:27 Uhr

Festgenagelt: Nürnbergs Daniel Weiß (hier gegen Augsburgs Rob Brown) wartet auf den ersten Sieg nach dem Deutschland Cup.

Festgenagelt: Nürnbergs Daniel Weiß (hier gegen Augsburgs Rob Brown) wartet auf den ersten Sieg nach dem Deutschland Cup. © Sportfoto Zink


Gerade mal 20 Minuten waren in Augsburg gespielt, da hatte sich die vierte Sturmreihe der Nürnberger unfreiwillig auf Steven Rupprich reduziert. Yasin Ehliz musste in der achten Minute zum Duschen, weil Schiedsrichter Ulpi Sicorschi einen Bandencheck des Ice Tigers gegen den Augsburger Verteidiger Michael Bakos gesehen hatte.

Sicorschis Pfiff kam ziemlich spät, die Strafe fiel überzogen aus. Rupprichs zweiten Nebenmann Patrick Buzas trieb der Schmerz in der 13. Minute vorzeitig in die Kabine. Die erste Diagnose dort lautete Schulterverletzung. Für die von Blessuren gebeutelten, und ohne Jame Pollock, Vitalij Aab, Evan Kaufmann, Steven Reinprecht und kurzfristig Brett Festerling (Rückenprobleme) angetretenen Franken ein Schlag.

Zuvor und auch danach hatten die Nürnberger Mühe, ihren Rhythmus zu finden. Obwohl Tobias Draxinger einen Querpass von Marco Nowak vor dem Augsburger Kasten entscheidend ins Tor abfälschte und die Ice Tigers so zur frühen 1:0-Führung gekommen waren, hatten die Augsburger mehr vom Spiel. Die fünfminütige Unterzahl nach der Hinausstellung gegen Ehliz, die sich aufgrund einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Augsburg auf 3:03 Minuten reduzierte, überstanden die Ice Tigers aber unbeschadet.

Stephen Werners Ausgleich für die Gastgeber fiel dann gerade in der Phase, in der es so aussah, als könnten die Nürnberger langsam die richtige Spur erwischen. Eric Chouinard steuerte auf eine Riesenchance zum 2:0 zu, war aber zu schnell für die Scheibe, verlor das Spielgerät und Augsburg konterte im Gegenzug zum 1:1.

Immer dann, wenn die Augsburger sich mit allen fünf Feldspielern in der Zone der Franken festsetzen konnten, wurde es gefährlich. Daran änderte sich auch im zweiten Drittel nicht viel, wenngleich die Ice Tigers in diesem Abschnitt ein Chancenplus verzeichneten. Coach Jeff Tomlinson hatte seine Sturmreihen umgestellt und Connor James mit Ryan Bayda die Positionen getauscht. So entwickelte die erste Angriffsformation mehr Schwung. James (23.), Patrick Reimer (25./31.) und Rob Leask kamen bei Kontern nach schönen Kombinationen jeweils in aussichtsreicher Position zum Abschluss, brachten den Puck aber nicht im Tor unter.

Vielmehr gingen die Augsburger in Front. Nowak brummte auf der Strafbank, als Nürnbergs Keeper Tyler Weiman einen Schuss von Daryl Boyle von der blauen Linie durch die Schoner rutschen ließ. Bis dahin hatte der Torhüter der Ice Tigers solide gehalten, beim zweiten Gegentreffer sah er aber unglücklich aus.

Im Schlussdrittel nahmen die Augsburger dann das Geschehen in die Hand, kontrollierten die Nürnberger und erhöhten durch Ryan Thang auf 3:1. Die Partie schien gelaufen, doch dann bäumten sich die Ice Tigers, die zunehmend müde wirkten, nochmal auf. Mit James verkürzte der beste Nürnberger den Rückstand, doch blieb es beim verdienten Erfolg der insgesamt aktiveren Augsburger.

Augsburg: Ehelechner – Bakos, Tölzer; Boyle, Ross; Seifert, Brown; Draxinger – Valery-Trabucco, Zeiler, Bassen; MacArthur, Roloff, Somma; Thang, Werner, Trevelyan; Farny, Helms, Flache / Nürnberg: Weiman – Lindlbauer, Borer; Nowak, Leask; Butenschön, Schüle – Chouinard, Stastny, Bayda; Reimer, Jaspers, James; Pföderl, Weiß, Frosch; Ehliz, Buzas, Rupprich / SR: Jablukov/Sicorschi (Berlin/Waldkraiburg) / Zuschauer: 3111 / Strafminuten: Augsburg 6 – Nürnberg 11 (Ehliz 5, 4 Nowak, Schüle 2) plus Spieldauer Ehliz (7:23) / Tore: 0:1 (3:06) Nowak (Eigentor Draxinger), 1:1 (12:40) Werner, 2:1 (34:14) Boyle (5-4), 3:1 (49:52) Thang, 3:2 (53:08) James (Borer, Stastny).

DEL: Augsburger Panther – Thomas Sabo Ice Tigers 3:2 (1:1, 1:0, 1:1), Düsseldorfer EG – Adler Mannheim 4:5 (1:2, 2:0, 1:3) / Tabellenspitze: 1. Adler Mannheim 20/68:45/41, 2. Kölner Haie 19/62:49/36, 3. Hamburg Freezers 20/61:55/34, 4. Eisbären Berlin 19/74:59/33, 5. Straubing Tigers 20/49:47/33, 6. ERC Ingolstadt 20/62:55/32, 7. Augsburger Panther 20/48:61/31, 8. Krefeld Pinguine 20/55:53/28, 9. Iserlohn Roosters 18/44:51/28, 10. Thomas Sabo Ice Tigers 19/63:62/26. 

Horst Dittmann und Florian Jennemann

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