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Gleich sechs an der Zahl durften die einheimischen Fans bejubeln, nachdem die Nürnberger in den letzten fünf (verlorenen) Partien nur insgesamt siebenmal eingenetzt hatten. Sie haben ein deutliches Lebenszeichen von sich gegeben, die Schützlinge von Bengt-Ake Gustafsson, auch wenn sie sich am Ende fast noch um den verdienten Lohn gebracht hätten.
40 Minuten, oder sagen wir sogar 48 Minuten, war die (Eishockey-)Welt der Ice Tigers am Freitagabend wieder in Ordnung. Bis dato führten die Gastgeber nach einem sehenswerten Auftritt mit 5:1. Endlich wurden Reimer und Co. ihren eigenen (zu hohen?) Ansprüchen gerecht. Endlich einmal legten die Tigers-Profis nach einer frühen Führung (Yan Stastny traf schon nach 39 Sekunden) nach und versuchten nicht das Ergebnis nur zu verwalten. Der Lohn waren bis zur 28.Minute vier weitere Treffer, die für beste Stimmung auf den Rängen sorgten und die Frage aufwarfen: warum nicht öfters so?
Doch bekanntlich dauert ein Eishockeyspiel 60 Minuten, und ein Vier-Tore-Vorsprung muss kein sanftes Ruhekissen sein. Und so wurde es auch am Freitag tatsächlich noch eng, denn im Schlussabschnitt verloren die Nürnberger zusehends ihre Ordnung und ließen die Gäste noch einmal bedrohlich nahe herankommen.
Das 2:5 (49.) schien aus Augsburger Sicht zunächst nur eine Resultatsverbesserung zu sein. Doch als Panther-Torjäger Sergio Somma gar auf 3:5 (56.) verkürzte, begann doch noch das große Zittern – zumindest für einige Minuten, ehe Steven Reinprecht mit seinem Schuss ins verwaiste Augsburger Gehäuse zum 6:3 Mannschaft und Zuschauer gleichermaßen erlöste. Das vierte Gegentor kurz darauf war dann wirklich nur noch ein Schönheitsfehler, bei dem der ansonsten bestens aufgelegte Tyler Weiman nicht glücklich aussah.
Dennoch wurde durch die drei Gegentore im Schlussdrittel der gute Eindruck aus den ersten 30, 40 Minuten etwas getrübt. Wenigstens haben die Nürnberger aber bewiesen, dass sie das Toreschießen noch nicht gänzlich verlernt haben. Das sollte für die nächsten schweren Aufgaben (am Sonntag geht es nach Straubing) auf jeden Fall Mut machen. Wie wichtig der gestrige Dreier war, zeigt ein Blick auf die Tabelle: Iserlohn, München und Straubing liegen allesamt nur einen Punkt hinter den Ice Tigers. Der Kampf um die Play-off-Plätze bleibt ein Tanz auf der Rasierklinge.
Nürnberg: Weiman – Pollock, Borer; Butenschön, Festerling; Leask, Nowak – Reimer, Stastny, James; Reinprecht, Jaspers, Bayda; Ehliz, Chouinard, Frosch; Aab, Weiß, Rupprich
Augsburg: Ehelechner – Boyle, Forrest; Ross, Tölzer; Brown, Draxinger – MacArhur, Werner, Trevelyan; Whitmore, Zeiler, Somma; Thang, Farny, Flache; Bassen, Schäffler
SR: Brüggemann/Rohatsch (Iserlohn/Lindau)
Zuschauer: 4816
Strafminuten: Nürnberg 10 (Pollock 4, Reimer, Festerling, Leask je 2) – Augsburg 8 plus 10 Disziplinar (Boyle) plus Spieldauerdisziplinar (Boyle/26:02)
Tore: 1:0 (0:39) Stastny (Reimer), 2:0 (6:26) Festerling (Stastny/Reimer), 3:0 (10:50) Bayda (Jaspers/Pollock), 4:0 (24:23) Jaspers (Bayda/Reinprecht), 4:1 (25:10) Thang, 5:1 (27:53) Frosch (Chouinard/Ehliz, 5-4), 5:2 (48:19) Brown (5-4), 5:3 (55:44) Somma, 6:3 (59:10) Reinprecht (Pollock/Jaspers, 5-6), 6:4 (59:40) Bassen.

Di. 18.06.13
Mo. 17.06.13
Fr. 07.06.13
Fr. 31.05.13
Do. 23.05.13