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Sie standen nicht permanent im Mittelpunkt und drückten der Partie doch ihren Stempel auf. Patrick Ehelechner und Felix Brückmann, zwei furchtlose Maskenmänner zwischen den Pfosten, lieferten bei der Begegnung zwischen den Adler Mannheim und den Thomas Sabo Ice Tigers in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) den Beweis dafür, dass Torhüter nicht unter Dauerfeuer stehen müssen, um überzeugen zu können. Ehelechner und Kollegen zogen am Ende mit 2:3 (0:1, 1:1, 2:0) den Kürzeren, dennoch bewarb sich der Ice-Tigers-Torhüter mit einem überzeugenden Auftritt für eine Weiterbeschäftigung in Nürnberg.
Patrick Ehelechner ist kein Irgendwer im fränkischen Pucksport. In der DEL gilt der gebürtige Rosenheimer als eine der Integrationsfiguren der Nürnberger. Spätestens seit den dunkelsten Zeiten in der jüngeren Geschichte der Ice Tigers 2009, als die Franchise vor dem Ende stand und kaum einer mehr ernsthaft an DEL-Eishockey in der Noris geglaubt hatte. Neben Thomas Sabo, der sein Geld und seinen Namen für den Erhalt des Standortes gab, trat unter anderem der Fänger im Kasten damals mit Engagement nach vorn.
So auch in Mannheim, wo er sich allerdings bei seiner Tätigkeit auf dem Eis profilierte. Alleine auf die Torhüter ließ sich das Duell Mannheim gegen Nürnberg nicht reduzieren, doch lieferten sich Ehelechner und sein Pendant Felix Brückmann ein sehenswertes Privatduell am Rande.
Brückmann gewann dieses, obwohl er das erste Gegentor schlucken musste. In Unterzahl befreite sich T.J. Kemp, setzte sich schön durch und bediente den stark aufgelegten Shane Joseph mit der Rückhand. Joseph, der erneut im ersten Angriff die Center-Position einnahm, zog direkt ab und bescherte den Ice Tigers das 1:0.
Chancen, die Führung auszubauen, boten sich reichlich. Nur stand Brückmann den Nürnbergern jedes Mal im Weg. Alleine in der 12. Minute entschärfte er zwei Versuche von Greg Leeb und je einen von Alexander Oblinger sowie Ryan Bayda.
Ohne Stastny, Chouinard und Pollock
Ohne die Topstürmer Yan Stastny (muskuläre Probleme) und Eric Chouinard (Schultereckgelenkssprengung) wie Verteidiger Jame Pollock, dessen Frau kurz vor der Entbindung steht, fehlten den Nürnbergern drei ihrer vier Topscorer, was sich erneut in der Chancenverwertung niederschlug. Für Pollock verteidigte diesmal Tim Schüle, der jüngst von Peter Draisaitl getadelt worden war. „Dass er zuletzt nicht gespielt hat, ist eigentlich fast eine Sünde. Aber er muss sich die Eiszeit auch verdienen. Bei aller Sympathie für junge Spieler“, so der Coach über den talentierten 21-Jährigen.
Jamie Sifers 1:1-Ausgleich verwandelte Brad Leeb mit einem abgefälschten Flachschuss zwar nochmals in eine (2:1-)Führung für die Ice Tigers, doch hätte es auch gut und gerne 5:3 oder 5:4 für die Franken heißen können. Wären da nicht Ehelechner und Brückmann gewesen, die weiter nicht mit sehenswerten Paraden geizten.
Im letzten Abschnitt erhöhte Mannheim den Druck, was sich beim Ergebnis niederschlug. Vor dem 2:2 hatte Paul Traynor Mannheims Yanick Lehoux aus den Augen verloren, der seinen Freiraum zum erneuten Ausgleich nutzte. Ehelechner war hier ebenso chancenlos wie bei Markus Kinks 3:2-Siegtreffer.
Mannheim: Brückmann – Sifers, Belle; Lee, Wagner; Reul, Goc; Kettemer – Glumac, Mitchell, Magowan; Mauer, Lehoux, Arendt; Dimitrakos, Kink, Seidenberg; Plachta, El-Sayed, Gelke / Nürnberg: Ehelechner – Leask, Schüle; Butenschön, Kemp; Traynor, Walter – Collins, Joseph, B.Leeb; Frosch, Barta, Aab; Bayda, G.Leeb, Oblinger; Ehliz, S.Fischhaber, Grygiel / SR: Piechaczek/Haupt (Ottobrunn/Durach) / Zuschauer: 9677 / Strafminuten: Mannheim 8 – Nürnberg 8 (Walter, Kemp, Schüle, Barta je 2) / Tore: 0:1 (6:29) Joseph (Kemp/Collins, 4-5), 1:1 (22:22) Sifers (5-4), 1:2 (30:42) B.Leeb (Collins/Joseph), 2:2 (46:48) Lehoux, 3:2 (50:12) Kink.

Di. 22.05.12
Di. 22.05.12
Di. 22.05.12
Do. 10.05.12
Mi. 09.05.12