Können die "07er" im Zehnerfeld gar um Platz vier mitmischen? Der würde zur Teilnahme an den Meisterschafts-Play-offs berechtigen. "Von Platz vier bis neun ist alles möglich", hat der Sportliche Leiter Fred Pscherer schon mal kundgetan. Position neun würde allerdings den Gang in die Abstiegsrelegation bedeuten - und den sollte sich der hochüberlegene Zweitligameister der vergangenen Saison denn doch ersparen. Ebenso hat Pscherer angekündigt, morgen acht Deutsche aufzubieten.
Die Verbandsvorgabe, wonach in den Mannschaftskämpfen vier der zehn Ringer einen deutschen Pass haben müssen, einer von ihnen zudem der Altersklasse "U23" angehören muss (alternativ fünf Deutsche ohne Altersbeschränkung), ist von den Johannisern jedenfalls problemlos zu erfüllen. Das Durchschnittsalter der jungen, andererseits aber durchaus erfahrenen Staffel liegt heuer bei 23 Jahren. Auch Tim Schleicher, Christoph Pscherer, Fabian Schmitt und Marc Pöhlmann verfügen schon über ein großes Routine-Paket: Sie wurden zuletzt für die deutsche Nationalmannschaft international eingesetzt, Schleicher bei den Senioren, die anderen bei den Junioren oder Kadetten. Die beiden Freistil-Neuzugänge Florian Dörfler (74kg) und Florian Lederer (96kg) - Letzterer für Fabian Appel, der in den USA weilt - gelten als Bereicherung.
Eine Bank sind die beiden Ungarn Andras Horvath und Lajos Virag, die sich längst bestens integriert haben. Auf Yoel Romero werden die SV-Fans hingegen wohl bis zum zweiten Heimkampf gegen Wacker Burghausen in zwei Wochen warten müssen; den Einsatz des katzengewandten Kubaners kann der Verein nicht an jedem Kampftag stemmen. Für die Johanniser gilt der letztjährige Bundesligaachte aus Thalheim als schlagbar. Die Favoritenrolle in der Bundesliga Ost nimmt der Luckenwalder SC ein.