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Kleeblatt: Djurdjics Traumeinstand

Serbischer Torjäger glänzte auf Schalke und überzeugte auf ganzer Linie - 03.02.2013 20:13 Uhr

GELSENKIRCHEN  - Nikola Djurdjic riss sich sein Trikot vom Leib, die unbändige Freude musste raus. Gerade hatte er den Siegtreffer zum 2:1 auf Schalke erzielt und seiner neuen Mannschaft damit ein großes Stück Hoffnung zurückgegeben. "Fantastisch, einfach wunderbar", sagte der 26-Jährige später dazu, und die Glückshormone, die gerade in seinen Adern Achterbahn fuhren, waren ihm beinahe anzusehen.

Erstes Spiel von Beginn an, gleich ein Tor und eine Vorlage: Fürths neuer Stürmer Nikola Djurdjic fand das verständlicherweise „fantastisch“.
Erstes Spiel von Beginn an, gleich ein Tor und eine Vorlage: Fürths neuer Stürmer Nikola Djurdjic fand das verständlicherweise „fantastisch“.
Foto: Sportfoto Zink
Erstes Spiel von Beginn an, gleich ein Tor und eine Vorlage: Fürths neuer Stürmer Nikola Djurdjic fand das verständlicherweise „fantastisch“.
Erstes Spiel von Beginn an, gleich ein Tor und eine Vorlage: Fürths neuer Stürmer Nikola Djurdjic fand das verständlicherweise „fantastisch“.
Foto: Sportfoto Zink

Als er in der Winterpause für rund eine Million Euro aus der norwegischen ersten Liga losgeeist wurde, galt er schnell als der Hoffnungsträger schlechthin. „Serben-Bomber“ nannte ihn der Boulevard, auch nicht ganz zu Unrecht, weil er im Kalenderjahr 2012 satte 31 Tore in 39 Spielen gemacht hatte.

Eine stolze Quote, zumal er seine Leistung auch auf hohem Niveau bestätigen konnte. In der Europa-League hatte er viermal getroffen – auch gegen Hannover 96. In Fürth aber tat er sich zunächst schwer, weil ihn zu Beginn der Rückrunde eine schwere Erkältung ausbremste, die sich obendrein auf den Herzmuskel legte. Zehn Tage Trainingsverbot, ein Rückschlag für einen, der dieser Hoffnungsträger auch selbst gerne sein wollte.


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Felix Klaus und Nikola Djurdjic haben die monatelange Durststrecke der SpVgg Greuther Fürth am Samstag ausgerechnet in Gelsenkirchen - der alten Wirkungsstätte von Coach Mike Büskens - beendet. Beim 2:1-Auswärtscoup verdienten sich der Siegtorschütze und Neuzugang Jozsef Varga bei unseren Usern sogar eine 1 vor dem Komma.

Das Debakel gegen Mainz und sein Kurz-Auftritt waren nun auch nicht gerade dazu angetan, Optimismus zu verbreiten. Insofern glich der explosive Auftritt auf Schalke der Eruption eines Vulkans: es hatte sich viel angestaut, was sich nun einen Ausgang suchte. Djurdjic rannte 90 Minuten lang zwischen den Schalker Ketten, störte unermüdlich beim Aufbau, versuchte Bälle abzulaufen und selbst zu erobern und trieb das eigene Offensivspiel immer mal wieder mit schlauen Pässen an. So setzte er sich auch vor dem 1:1 gekonnt durch, bewies Übersicht und bediente den mitgelaufenen Felix Klaus perfekt.


„Unser Physio Carsten hat mir aber gesagt, ich mache selbst ein Tor. Er hat es in meinen Muskeln gespürt“, berichtete Djurdjic mit dem Lächeln eines Siegers. Als er in der Nachspielzeit die Chance bekam, blieb er eiskalt: Den Abpraller drückte er aus fünf Metern über Schalkes Torwart Hildebrand ins lange Eck – der erste Fürther Sieg seit August war perfekt. Djurdjic hatte die Durststrecke von 17 Spielen beendet und Lust auf mehr. „Ich hoffe, dass dieser Sieg mehr bringt als nur drei Punkte. Ich hoffe, dass mein Tor die ganze Saison für uns ändert.“

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Unverhofft kommt oft: Mit einem Last-Minute-Tor von Nikola Djurdjic gewinnt die SpVgg Greuther Fürth mit 2:1 beim FC Schalke 04 und sendet damit ein nicht mehr für möglich gehaltenes Lebenszeichen im Tabellenkeller.

 

F.P.


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Gründungsdatum:
23.09.1903
Mitgliederzahl:
2550


Kurzbeschreibung:
Die Spielvereinigung Greuther Fürth feierte als Fußballverein ihre größten Erfolge in der Vereinsgeschichte mit drei deutschen Meistertiteln in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Nach dem 2. Weltkrieg konnte die Spielvereinigung jedoch nie wieder an die großen Erfolge anknüpfen und sich folglich auch nicht für die 1963 gegründete Bundesliga qualifizieren.
Mit dem Sturz bis in die Landesliga versank der Traditionsverein in den 80er Jahren endgültig in der Bedeutungslosigkeit. Aufwärts ging es erst wieder 1994, als die Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga gelang. Zwei Jahre später trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg bei. Seitdem gehören die Geldsorgen der Vergangengeit an, der traditionsreiche Name SpVgg Fürth wurde durch den Zusatz Greuther ergänzt.
Seit 1997 spielte die Spielvereinigung ununterbrochen in der 2. Bundesliga, bis im Mai 2012 endlich der ersehnte Aufstieg in die Bundesliga gelang. Dort allerdings blieb der Erfolg aus, so dass Fürth in der Saison 2013/2014 wieder im Unterhaus antreten muss. Seine Heimspiele trägt der Verein, der im Volksmund "Kleeblatt" genannt wird, dann wie gewoht im altehrwürdigen Ronhof aus. Ein geplanter Stadionneubau am Rhein-Main-Donaukanal hat sich Ende 2012 zerschlagen.


Deutscher Meister: 1914, 1926, 1929


Der Kleeblatt-Kader in der Saison 2012/13
Galerie Kader SpVgg Greuther Fuerth 2012/13
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