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Kleeblatt: Große Rivalität mit Pokalgegner Dortmund

Herzens-Schalker Gerald Asamoah mögen sie beim Deutschen Meister besonders - 13.02. 19:30 Uhr

FÜRTH  - Es war eine perfekte Woche mit dem Einzug ins Pokal-Halbfinale und dem Kantersieg im Spitzenspiel: Obendrein zog die SpVgg Greuther Fürth mit dem amtierenden Meister Borussia Dortmund ein Traumlos im Pokal, das bereits fünf Wochen vorher für reichlich Gesprächsstoff sorgt.

Zwei Herzens-Schalker in Fürther Diensten, die sich auf den Pokal-Hit gegen Dortmund freuen: Mike Büskens und Gerald Asamoah.
Zwei Herzens-Schalker in Fürther Diensten, die sich auf den Pokal-Hit gegen Dortmund freuen: Mike Büskens und Gerald Asamoah.
Foto: Sportfoto Zink
Zwei Herzens-Schalker in Fürther Diensten, die sich auf den Pokal-Hit gegen Dortmund freuen: Mike Büskens und Gerald Asamoah.
Zwei Herzens-Schalker in Fürther Diensten, die sich auf den Pokal-Hit gegen Dortmund freuen: Mike Büskens und Gerald Asamoah.
Foto: Sportfoto Zink

Dabei hatten die Fürther dank des vierten Heimsieges in Serie den Sprung auf Platz eins geschafft, und fast so nebenbei mit Paderborn das auswärtsstärkste Team im Unterhaus mit einer deftigen 5:1-Packung nach Hause geschickt. Nur musste Trainer Mike Büskens nach der x-ten Anfrage den Meister aus Dortmund betreffend doch einigermaßen deutlich betonen, wie eminent wichtig dieser Erfolg in der Liga gewesen sei.

Viele Zuhörer fand er da allerdings nicht, kein Wunder: Büskens mag zwar in Düsseldorf geboren sein, im Herzen aber wird er nach über einem Jahrzehnt beim Kultklub aus Gelsenkirchen und der Meisterschaft der Herzen 2001 immer ein Schalker sein. Und genau dieser Umstand macht den Wettstreit mit Borussia Dortmund am 20. März (20.30Uhr/ZDF) so prickelnd.



Im Fußball gibt es nur wenige Rivalitäten, die so ausgeprägt sind wie dieses Duell. Fürth gegen Nürnberg erreicht in etwa diese Qualität. Auf der Beliebtheitsskala eines Schalkers steht Borussia Dortmund ungefähr auf einer Stufe mit Fußpilz und Schuppenflechte. Umgekehrt dürfte das mindestens genauso sein. Wer aus Dortmund kommt, bezeichnet Schalke nur abfällig als Herne. Die Dortmunder sind in königsblauer Wahrnehmung nur die Lüdenscheider. Das drückt die gegenseitige Wertschätzung aus.

Nun ist im Fußball unserer Tage der Respekt ein großes Thema. Abfällige Äußerungen sind da verpönt. „Die sind schon genial“, befand Büskens zunächst über den Halbfinalgegner, um seine Einschätzung wenig später zu modifizieren: „Die spielen schon genialen Fußball.“ Das „Die“ für Dortmund blieb freilich bestehen.


Gerald Asamoah, den zweiten Herzens-Schalker in Fürth, mögen sie in Dortmund besonders, weil er die aufgeheizte Atmosphäre in den Ruhrpott-Derbys noch ein wenig mehr anstachelte und mit schöner Regelmäßigkeit gegen den BVB traf.

Auch nach seinem Wechsel nach Fürth dienen die Gelb-Schwarzen noch immer als perfektes Feindbild. „Wenn man im Pokal so weit gekommen ist, und jetzt ausgerechnet gegen Lüdenscheid spielt, müssen wir mit aller Macht versuchen, weiterzukommen.“ Und leicht zähneknirschend schob Asamoah hinterher: „Na klar machen die gute Arbeit.“ 



Florian Pöhlmann

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Gründungsdatum:
23.09.1903
Mitgliederzahl:
2550


Kurzbeschreibung:
Die Spielvereinigung Greuther Fürth feierte als Fußballverein ihre größten Erfolge in der Vereinsgeschichte mit drei deutschen Meistertiteln in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Im Jahr 1994 gelang die Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga, 1996 trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg bei. Der traditionsreiche Name SpVgg Fürth wurde durch den Zusatz Greuther ergänzt. Zurzeit ist die SpVgg Greuther Fürth durch die ununterbrochene Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga seit 1997 der "dienstälteste" Zweitligist. Im Volksmund wird der Verein auch als "Kleeblatt" bezeichnet.