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Kleeblatt: Historischer Kick in Hoffenheim

Fürth könnte erstmals ins Pokal-Halbfinale einziehen - 07.02. 17:16 Uhr

FÜRTH  - Das Wörtchen "historisch" findet dieser Tage reichlich inflationäre Verwendung. Auch bei der SpVgg Greuther Fürth haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, Geschichte zu schreiben. Das bezieht sich zwar zunächst auf den lang ersehnten Aufstieg in die Beletage, schlösse aber sicherlich den erstmaligen Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals mit ein. Insofern hat das Viertelfinale am Mittwoch (19 Uhr) beim kriselnden Erstligisten 1899 Hoffenheim durchaus historischen Charakter.


So emotional wie Mike Bükens dürfen auch die Spieler sein.
So emotional wie Mike Bükens dürfen auch die Spieler sein.
Foto: Wolfgang Zink
So emotional wie Mike Bükens dürfen auch die Spieler sein.
So emotional wie Mike Bükens dürfen auch die Spieler sein.
Foto: Wolfgang Zink

Auch für das Team aus dem Kraichgau wäre der Einzug in die Vorschlussrunde eine Premiere, doch über „das erste Mal“ redet derzeit in Hoffenheim kaum jemand. Alles dreht sich um Animositäten, Befindlichkeiten und Grüppchenbildung. Der vor der Saison vom FC St.Pauli gekommene Trainer Holger Stanislawski unterstellte seinen Stars, „zu sehr auf sich fixiert zu sein.“ Freilich ohne Namen zu nennen.

Und in so einer Situation mischt sich auch noch der allgegenwärtige Mäzen Dietmar Hopp ein, der das jüngste 2:2 gegen Augsburg als Tiefschlag bezeichnete und den Trainer offen kritisierte: „Es ist schwer, eine Linie zu erkennen.“ Der 71-Jährige, der die TSG künftig solide wirtschaften sehen möchte und inzwischen ein paar Milliönchen weniger zuschießt, sprach gegenüber der „Rhein-Neckar-Zeitung“ davon, „jetzt gegen Fürth unbedingt gewinnen zu müssen“. Der Einzug ins Pokal-Finale nennt der Computer-Milliardär ganz nebenbei seinen „großen Traum“.

In Fürth könnten sie die ganze Hoffenheimer Hofstaaterei als bloße Jammerei auf hohem Niveau relativ gelassen sehen, wenn nicht der Zweitligaauftakt am vergangenen Freitag derartig daneben gegangen wäre. Die 1:3-Schlappe in Dresden und vielmehr noch die leidenschaftslose Vorstellung haben all jenen Zweiflern wieder Nahrung verschafft, die Fürth so gerne als „unaufsteigbar“ betiteln und bereits nach dieser einen Niederlage ein Gesamtkonstrukt in Frage stellen, das zuvor mit 40 Punkten in 19 Spielen überzeugt hatte.


„Wir dürfen jetzt nicht alles schwarzsehen“, hatte sich jüngst schon Manager Rachid Azzouzi zu Wort gemeldet und an die „Nehmerqualitäten“ der Mannschaft erinnert: „Nach Rückschlägen sind wir immer sehr stark zurückgekommen.“ Diese angebliche Kernkompetenz wird auch jetzt gefragt sein, immerhin steht nur vier Tage nach dem Pokal-Hit in Hoffenheim bereits das Spitzenspiel zu Hause gegen den momentanen Zweitliga-Dritten Paderborn an.

Dementsprechend ist es Trainer Mike Büskens wichtig, eine Reaktion auf die Schmach von Dresden zu sehen. „Es kann nicht sein, dass wir uns widerstandslos die Bälle abjagen lassen. Wir müssen eine ganz andere Präsenz zeigen.“ Wer anstelle des gesperrten Rechtsverteidigers Nernd Nehrig Mut und Entschlossenheit einbringen soll, ließ er offen. Johannes Geis, Asen Karaslavov und Stephan Schröck wären Kandidaten, um ihren Teil zu einer Mission beizutragen, die sie in Fürth im Rückblick sicher gerne „historisch“ nennen würden.

Hoffenheim: Starke – Beck, Vestergaard, Compper, Braafheid – Rudy, Williams – Johnson, Musona, Vukcevic – Lakic / Fürth: Grün – Schröck, Kleine, Mavraj, Schmidtgal – Pekovic, Fürstner – Sararer, Prib – Nöthe, Occean / SR: Fritz (Korb). 



Florian Pöhlmann

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Gründungsdatum:
23.09.1903
Mitgliederzahl:
2550


Kurzbeschreibung:
Die Spielvereinigung Greuther Fürth feierte als Fußballverein ihre größten Erfolge in der Vereinsgeschichte mit drei deutschen Meistertiteln in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Im Jahr 1994 gelang die Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga, 1996 trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg bei. Der traditionsreiche Name SpVgg Fürth wurde durch den Zusatz Greuther ergänzt. Zurzeit ist die SpVgg Greuther Fürth durch die ununterbrochene Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga seit 1997 der "dienstälteste" Zweitligist. Im Volksmund wird der Verein auch als "Kleeblatt" bezeichnet.