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„Wenn ein Spieler zu lange steht, holt er sich sicherlich eine Erkältung. Aber ich gehe nicht davon aus, dass wir Standfußball spielen werden“, meinte Trainer Mike Büskens mit einem Schmunzeln. Seine Zuversicht ist berechtigt. An Bewegung wird es im Spiel seiner Fürther sicherlich nicht mangeln, legt man die Erkenntnisse aus einer gelungenen Vorbereitung zugrunde. Sein Team ist bestens vorbereitet und heiß darauf, an die Erfolge „aus dem Kalenderjahr 2011 anzuknüpfen. Die Grundlagen dafür haben wir im Trainingslager gelegt“, sagte Büskens.
Doch die Rahmenbedingungen sind ungewöhnlich und mit den frühsommerlichen Temperaturen an der türkischen Riviera nicht annähernd vergleichbar. Laut Wetterprognose wird der Empfang bei minus 15 Grad richtig frostig ausfallen. „Jeder Spieler wird individuell eine Lösung finden, wie er mit der Kälte umgeht“, ist sich Büskens sicher.
Er selbst sei nie ein Freund von Strumpfhosen gewesen. Und er geht auch nicht davon aus, dass seine Spieler in polyesternem Beinkleid auflaufen werden: „Wenn das Blut zirkuliert und das Adrenalin dazukommt, ist das Kälteempfinden sowieso ganz anders als auf der Bank oder der Tribüne.“
Die Anheizer-Qualitäten des 43-Jährigen sind momentan auch gar nicht vonnöten: „Unser Ziel ist so greifbar, dass klar ist, dass jeder alles investiert.“ Und trotz Kälteperiode ist im Glücksgas-Stadion mit einer hitzigen Atmosphäre zu rechnen. „Dresden ist ein bissfestes Team. Und gerade zu Hause werden sie vom Publikum immer nach vorne gepeitscht“, warnte Büskens vor einem brodelnden Hexenkessel.
Im Hinspiel hatte sein Team den Elftplatzierten noch gut im Griff und siegte mit 1:0 durch einen Treffer von Olivier Occean. „Dresden ist eine richtig gute Mannschaft und hat nur noch wenig mit der zu tun, die wir geschlagen haben. Sie haben sich auf vier, fünf Positionen verstärkt“, sagte Büskens. Die Sachsen haben in der Winterpause aber nicht nur in die Mannschaft investiert.
Auch die Verträge mit Trainer Ralf Loose sowie dem sportlichen Leiter Steffen Menze wurden jüngst um zwei Jahre bis zum 30.Juni 2014 verlängert. Beim Aufsteiger bemüht man sich um Kontinuität, nachdem der frühere Dortmunder Bundesliga-Profi Loose die Dynamos im April 2011 übernommen und das Team überraschend in die Zweite Bundesliga geführt hat. „Wir haben eine schwierige Rückrunde vor uns und wollen uns längerfristig in der Liga festsetzen“, sagte Loose.
In Fürth sorgte derweil ein prall gefüllter Kader für Zufriedenheit. Vor einer Wochen waren die Sorgenfalten auf der Stirn des Trainers noch beträchtlich. Das Lazarett hat sich aber rechtzeitig gelichtet. Stephan Schröck und Neuzugang Gerald Asamoah stehen nach Verletzungen wieder zur Verfügung. „Wir können aus dem Vollen schöpfen“, freut sich Büskens. Auch Sercan Sararer scheint ein Handbruch nicht weiter zu behindern. Der Mittelfeldspieler soll mit einer eigens angefertigten Spezialmanschette auflaufen können.
Dresden: Hesl – Gueye, Bregerie, Jungwirth, Schuppan – Koch, Fiel, Papadopoulos, Trojan – Poté, Dedic / Fürth: Grün – Nehrig, Kleine, Mavraj, Schmidtgal – Sararer, Fürstner, Prib, Schröck – Nöthe, Occean / SR: Welz (Wiesbaden).
Mi. 23.05.12
Di. 22.05.12
Di. 22.05.12
Di. 22.05.12
Mo. 21.05.12