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Kleeblatt: Nach dem Pokal ist vor Paderborn

Spielvereinigung Greuther Fürth im Duell des Vierten mit dem Dritten - 10.02. 17:13 Uhr

FÜRTH  - Für die Spielvereinigung geht es Schlag auf Schlag: Nur vier Tage nach dem Hammer von Hoffenheim und dem Einzug ins Pokal-Halbfinale wartet in der Liga auf Fürths Fußballer gleich das nächste Spitzenspiel. Am Sonntag (13.30 Uhr, Trolli Arena) kommt es zum Kräftemessen mit dem Tabellendritten SC Paderborn.

"Wichtig als Anspielstation": Laut Mike Büskens könnte Gerald Asamoah (hier gegen Hoffenheims Edson Braafheid) gegen Paderborn sein Startelfdebüt geben.
"Wichtig als Anspielstation": Laut Mike Büskens könnte Gerald Asamoah (hier gegen Hoffenheims Edson Braafheid) gegen Paderborn sein Startelfdebüt geben.
Foto: Sportfoto Zink
"Wichtig als Anspielstation": Laut Mike Büskens könnte Gerald Asamoah (hier gegen Hoffenheims Edson Braafheid) gegen Paderborn sein Startelfdebüt geben.
"Wichtig als Anspielstation": Laut Mike Büskens könnte Gerald Asamoah (hier gegen Hoffenheims Edson Braafheid) gegen Paderborn sein Startelfdebüt geben.
Foto: Sportfoto Zink

Wenn Fürth außerhalb des Frankenlandes als die Überraschungsmannschaft schlechthin im Fußball-Unterhaus gehandelt wird, müsste Paderborn seit Wochen mit Superlativen überhäuft werden. Dieser Klub, der in der zurückliegenden Spielzeit im Niemandsland der Tabelle angesiedelt war und dann seinen Etat im Sommer nochmals deutlich reduzierte, fand dementsprechend in den Experten-Tipps vor dem Saisonstart keine Erwähnung.

Parallelen zu Fürth sind durchaus erkennbar. Nur ist an der Pader vieles noch eine Spur kleiner als in der „Kleeblatt“-Stadt: der Geldbeutel für den Profibereich, der Zuschauerzuspruch und ganz bestimmt auch die Erwartungen vor einer Saison, in der die Ostwestfalen nun scheinbar völlig losgelöst von einem Erfolg zum anderen eilen und dabei selbst deutlich höher eingeschätzten Rivalen reihenweise Rätsel aufgeben.

Die Erfolgsgeschichte des Außenseiters, der längst keiner mehr ist, hat beachtliche Ausmaße angenommen: Gegen Frankfurt punktete der SCP, in Düsseldorf knackte er beim 3:2 die stolze Heimserie der Fortuna. Nur so zum Vergleich: Die Fürther mussten sich in Düsseldorf mit 1:2 geschlagen geben.


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Mit 1:0 gewann die SpVgg Greuther Fürth das Viertelfinale des DFB-Pokals gegen Hoffenheim und sorgte damit für eine Überraschung. Nach einem Spiel, in dem bei beiden Teams blanke Nerven sichtbar wurden, hatten die Fürther das nötige Quentchen Glück. Und Stürmer Olivier Occean, der mal wieder zur Stelle war, als es darauf ankam.

Unterschätzen wird Paderborn in Fürth sicher niemand mehr, auch die Auslosung für das Pokal-Halbfinale am Samstagabend im Rahmen des ZDF-Sportstudios sollte die Aufmerksamkeit nicht stören. Zudem hat die Spielvereinigung aus psychologischer Sicht einen entscheidenden Vorteil: Das Team von Trainer Mike Büskens hat Paderborn in dieser Spielzeit bereits zweimal geschlagen.

Im Hinspiel Mitte August gab es ein 1:0 durch einen Treffer von Christopher Nöthe zu bejubeln, in der zweiten Pokalrunde setzten sich die Fürther Ende Oktober zu Hause auf den ersten Blick souverän mit 4:0 durch. Nur war Torwart Max Grün nicht umsonst bester Fürther an diesem Abend.



Seitdem aber hat Paderborn eine Serie gestartet, die im deutschen Profifußball derzeit ihresgleichen sucht. Seit 16 Ligaspielen ist der SCP unbesiegt, dazwischen lag nur die Pokalpleite in Fürth. Platz drei gilt als nette Momentaufnahme. Man stapelt in der netten Kleinstadt immer noch tief, spielt aber schon mal mögliche Aufstiegsszenarien durch. „Da ist ein Wahnsinns-Kollektiv entstanden“, charakterisiert Büskens ein Team, in dem der Star aufgrund fehlender Namen und Meriten ganz eindeutig nur die Mannschaft sein kann. „So eine Serie kommt ja nicht von irgendwo her, das ist eine gewachsene Einheit, die guten Fußball spielt.“

In Fürth wollen sie „die Euphorie aus dem Pokal mitnehmen und ganz sachlich damit umgehen“, wie Büskens es formulierte, nachdem er mit dem Abpfiff in Hoffenheim jeden Spieler, dessen er habhaft werden konnte, zu Boden gerissen hatte. Die Einblutung im Oberschenkel, wegen der Christopher Nöthe am Sonntag fehlen wird, hatte sich der Stürmer bereits zuvor zugezogen.

An seiner Stelle dürfte Gerald Asamoah erstmals von Beginn an zum Einsatz kommen. In der Defensive wird wohl Asen Karaslavov den Gelb-gesperrten Bernd Nehrig ersetzen, um so Stakkato-Dribbler Stephan Schröck über die linke Außenbahn für Druck sorgen zu lassen. „Der Mittwoch ist Vergangenheit, jetzt zählen nur drei Punkte gegen Paderborn“, gab Büskens die Richtung vor. Oder anders: Nach dem Pokal ist vor Paderborn.

Fürth: Grün – Karaslavov, Kleine, Mavraj, Schmidtgal – Fürstner, Zillner – Prib, Schröck – Occean, Asamoah / Paderborn: Kruse – Wemmer, Mohr, Strohdiek, Bertels – Krösche, Alushi – Meha, Brückner – Brandy, Proschwitz / SR: Kircher (Rottenburg).

Fürther Fan in Hoffenheim schwer verletzt

Die Polizei Sinsheim hat gegen zwei Fans der TSG 1899 Hoffenheim Ermittlungen wegen Verdachts der schweren Körperverletzung eingeleitet. Im Anschluss an das Pokalspiel hatten zwei Männer eine dreiköpfige Familie aus dem Fürther Fanlager vor dem Stadion attackiert, wobei ein 26-jähriger Fürther schwere Kopf- und Wirbelverletzungen erlitt und in eine Heidelberger Spezialklinik eingeliefert werden musste. Durch Zeugenaussagen konnten die beiden nach der Tat geflohenen Verdächtigen dingfest gemacht werden.

Hier gehts zum Live-Ticker. 



Florian Pöhlmann

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Gründungsdatum:
23.09.1903
Mitgliederzahl:
2550


Kurzbeschreibung:
Die Spielvereinigung Greuther Fürth feierte als Fußballverein ihre größten Erfolge in der Vereinsgeschichte mit drei deutschen Meistertiteln in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Im Jahr 1994 gelang die Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga, 1996 trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg bei. Der traditionsreiche Name SpVgg Fürth wurde durch den Zusatz Greuther ergänzt. Zurzeit ist die SpVgg Greuther Fürth durch die ununterbrochene Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga seit 1997 der "dienstälteste" Zweitligist. Im Volksmund wird der Verein auch als "Kleeblatt" bezeichnet.