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Da stand er, wie vom Donner gerührt. Wobei dem Österreicher derart teutonische Begrifflichkeiten ja eher fremd sind. Jedenfalls blickte der Klammers Franzi am Samstag im dichten Schneetreiben hinauf zum Zielhang und zählte die Sekunden. Einundzwanzig, zweiundzwanzig, aus, vorbei. Didier Cuche hatte seinen Rekord auf der legendären Streif pulverisiert. Fünf Siege hat der Eidgenosse auf der so brutalen wie berühmten Abfahrt in Kitzbühel nun eingefahren und damit der alpenländischen Ski-Ikone einen Titel abgejagt, der doch für die Ewigkeit gemacht war.
So etwas kann schon an einem nagen. Aber dem Herrn in den besten Jahren, für den ein Sieg auf der Streif mehr wert war als ein Weltmeistertitel, sei gesagt: Es gibt doch weit Wichtigeres in so einem Sportlerleben als Rekorde, auch wenn uns täglich eintrudelnde Meldungen über neue Bestweiten im Gullideckelweitwurf und Nasenfahrradstemmen eines Besseren belehren wollen. Selbst der Club scheint sich da nach dem 2:0 über bemitleidenswerte Berliner anzuschließen: Der Rekord-Absteiger mag einfach keine weitere Bestmarke setzen. Das sollte den Klammers Franzi doch trösten.