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Kommentar: Der Richtige an wichtiger Stelle

Heuberger und das Scheitern bei der EM - 26.01. 17:32 Uhr

NÜRNBERG  - Im Grunde war Martin Heuberger das ärmste Schwein: Der Schatten von Heiner Brand, sein Vorgänger als Handball-Bundestrainer, lastet immer noch schier übermächtig auf ihm.

Martin Heuberger
Martin Heuberger
Foto: dpa
Martin Heuberger
Martin Heuberger
Foto: dpa

Dazu fehlen der aktuellen Generation von Nationalspielern Führungsfiguren wie einst Christian Schwarzer, Markus Baur oder Stefan Kretzschmar. Und dann eilen dem 47-jährigen Handball-Lehrer der Ruf und das scheinbare Manko voraus, neben dem Job als Brands Co-Trainer „nur“ im Jugendbereich gearbeitet zu haben.

Natürlich ist Heuberger qua Amt verantwortlich für das Ausscheiden des DHB-Teams bei der EM sowie für das Scheitern bei der Olympia-Qualifikation. Natürlich sind manche seiner Entscheidungen in Sachen Aufstellung diskussionswürdig, natürlich hätte er in manchen Spielsituationen möglicherweise schneller und energischer auf seine Spieler einwirken können.



Dennoch ist die Entscheidung des Deutschen Handball-Bundes richtig, weiter auf Heuberger zu setzen. Keiner kennt den Nachwuchs besser. Er weiß, auf welche Talente er bauen kann. Dazu ist er längst dabei, eigenes Profil zu entwickeln. Bestes Beispiel dafür war sein Mut, zunehmend auf den formschwachen Kapitän Pascal Hens zu verzichten – und diese Maßnahme intern so geschickt zu vermitteln, dass der sich nicht in den Schmollwinkel zurückzog.

Doch die Zukunft des deutschen Handballs liegt nicht allein in Händen des Bundestrainers und seiner künftigen Mannschaft. Gefordert sind auch die Vereine. Die sind zwar stolz darauf, dass keine andere nationale Spielklasse so viele Spieler für die EM abstellte wie die Bundesliga. Doch sie sind es, die für Heuberger die geeigneten deutschen Spieler ausbilden und ihnen vor allem Einsatzzeiten geben müssen. 



Philipp Roser

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