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Es geht gleich in die Vollen. Borussia Mönchengladbach, das Überraschungsteam der Vorrunde, fordert Herbstmeister FC Bayern – die Neuauflage des 70er-Jahre-Klassikers, als beide Klubs den Titel in schöner Regelmäßigkeit unter sich ausspielten. Ein Hit mit Signalwirkung, auch wenn kaum ein Experte am Gewinn des 23.Titels des Rekordmeisters zweifelt. 13 der 18 Bundesliga-Trainer sehen das Münchner Star-Ensemble vorne. Stolpert die Heynckes-Elf heute, wittert die Konkurrenz freilich Morgenluft.
Nur Titelverteidiger Dortmund, den wiedererstarkten Schalkern und den Gladbacher Höhenfliegern traut man zu, am Weltbild der Bayern zu rütteln. Dieses Trio hofft, dass der Abonnementmeister in den nächsten Monaten den Fokus Richtung Königsklasse legt, schließlich steigt Ende Mai das Champions-League-Finale in München. Und dass sich die vielen Bayern-Nationalspieler insgeheim ein wenig für die EM schonen, bei der endlich der erste Titel seit 1996 nach Deutschland geholt werden soll.
Der Club darf sich schon am Samstag feiern lassen. Zumindest vor dem Anpfiff. Sein Rückrunden-Auftaktmatch gegen Hertha BSC ist kein Spiel wie jedes andere. Es ist sein 1000. Auftritt in der Bundesliga. 30 von 49 Spieljahren hat der fränkische Traditionsverein in der Eliteklasse zugebracht – also mehr als die Hälfte der Zeit seit der Gründung im Jahr 1963. Das ist aller Ehren wert, nur 13 weitere Klubs waren häufiger oder genauso oft erstklassig wie der bisweilen als Rekordauf- und -absteiger belächelte Club.
Dieses Negativ-Image endlich abzustreifen, erweist sich traditionell als schwierige Mission. Ein Jahr nach dem schwungvollen Ritt durch eine absolut sorgenfreie Saison mit Platz sechs in der Endabrechnung ist heuer mal wieder Existenzkampf pur angesagt.
Das Zeug zum Klassenerhalt hat die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking allemal. Und bei einem Sieg im Jubiläumsmatch gegen die Hertha stünde man übrigens mit einem Mal ähnlich gut da wie vor Jahresfrist – und das kurz vor Weihnachten von der Pleite im Pokalderby gegen die SpVgg Greuther Fürth ausgelöste Stimmungstief wäre aufgehellt. Dann könnte sich der Club wirklich feiern lassen – auch nach dem Schlusspfiff.