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Man stelle sich folgendes Szenario vor: Borussia Dortmund und der FC Bayern München kämpfen in der ersten Fußball-Bundesliga am letzten Spieltag um die deutsche Meisterschaft. Bayern gewinnt in Köln, die Rheinländer steigen ab, aber die Schale gibt es für die Münchner nicht auf der Tribüne vom Ligapräsidenten Reinhard Rauball, sondern erst ein paar Tage später quasi per Post. Undenkbar?! Mitnichten.
In der zweiten Liga war genau das der Fall. Fürth feierte an der Ostsee mit einer gebastelten Trophäe aus Pappe, weil Hansa Rostock den Gang in die dritte Liga antreten muss. Bei allem Verständnis für den Respekt vor den Niedergeschlagenen wirken derartige Feierlichkeiten ziemlich schräg. Am Ende einer Spielzeit gibt es immer Gewinner und Verlierer. Dass aber die Auszeichnung derer, die über 34 Spieltage konstant gute Leistungen zeigten, gestrichen werden, ist neu. Dem FC Chelsea würde die UEFA auch nicht den Pokal hinterher auf die Insel schicken, sollte er am 19. Mai in München die Bayern schlagen und die Champions League gewinnen.