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Nicht nur, wenn die Akteure mal wieder grottenschlecht agieren, den Erwartungen des Zuschauers nicht gerecht werden. Sondern auch die Umstände eines sportlichen Wettkampfs können Fassungslosigkeit hervorrufen. Vor allem, wenn es am Ende eng zugeht.
Beispiel gefällig? Das Abfahrtsrennen in Bormio am Samstag mit seinem Wimpernschlagfinale. 1000 Höhenmeter und 3,2 Kilometer Strecke hatten die Männer hinter sich gebracht, und dann lagen bei der engsten Entscheidung im alpinen Ski-Weltcup überhaupt die ersten Vier gerade mal zwei Hundertstelsekunden auseinander, zwei davon zeitgleich auf dem ersten Platz.
Hat da nicht die Technik einen Fehler gemacht, mag sich der Viertplatzierte Klaus Kröll aus Österreich gefragt haben, der das Podium um weniger als einen Wimpernschlag verpasst hatte.
Muss man es denn bei allem Genauigkeitswahn so genau wissen, muss denn mit aller Gewalt jeder Platz haargenau festgelegt werden? Wäre es nicht versöhnlicher und freudestiftender, die Wettkämpfer bei solch engen Entscheidungen auf einen gemeinsamen Rang zu setzen (und die anfallende Erfolgsprämie zu splitten)?