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Kühnen schickt Routinier Haas ins Doppel

In Bamberg startet Deutschland gegen Argentinien im Daviscup - 09.02. 20:10 Uhr

BAMBERG  - Nachdem reichlich Reden der Offiziellen gehalten und Sponsoren gepriesen waren, setzte Patrik Kühnen den Mutmaßungen ein Ende.

Guter Dinge: Das Duo Tommy Haas (links) und Philipp Petzschner bestreitet das Doppel am Samstag.
Guter Dinge: Das Duo Tommy Haas (links) und Philipp Petzschner bestreitet das Doppel am Samstag.
Foto: dpa
Guter Dinge: Das Duo Tommy Haas (links) und Philipp Petzschner bestreitet das Doppel am Samstag.
Guter Dinge: Das Duo Tommy Haas (links) und Philipp Petzschner bestreitet das Doppel am Samstag.
Foto: dpa

Vor der Auslosung am Donnerstag im Spiegelsaal der Harmonie Bamberg hatte ein Magen-Darm-Infekt für jede Menge Spekulationen rund um das deutsche Tennis-Daviscup-Team gesorgt. Würde Rückkehrer Tommy Haas wegen des krankheitsbedingten Ausfalls von Philipp Kohlschreiber im am Freitag beginnenden Duell mit Argentinien im Einzel spielen oder nicht? Die Antwort lautet: Nein.

Wenn am Freitag die ersten beiden Matches ausgetragen werden, sitzt Haas in der Spielerbox und kann die oberfränkischen Teamkollegen bei ihrem Heimspiel maximal anfeuern. Deutschlands Teamkapitän Patrik Kühnen entschied sich, gegen die Südamerikaner in Bamberg mit zwei Bayreuthern ins Rennen zu gehen. Neben Deutschlands Nummer eins Florian Mayer darf Philipp Petzschner als Nummer zwei ran. Letzterer wird die Begegnung im direkten Vergleich mit Argentiniens Nummer eins Juan Monaco um 14 Uhr eröffnen, danach trifft Mayer auf David Nalbandian. Haas kommt damit erst am Samstag an der Seite von Petzschner im Doppel gegen das argentinische Duo Juan Chela und Eduardo Schwank zum Einsatz.

Doppelbelastung für Philipp Petzschner


Auf Petzschner wartet also eine Doppelbelastung, welcher der Spieler selbst gelassen entgegenblickt. „Ich bin diesen Rhythmus von den Grand-Slam-Turnieren gewohnt. Das ist okay. Es wird so oder so ein hartes Wochenende“, sieht der 27-jährige Doppelspezialist keinerlei Probleme auf sich zukommen, was die physische Komponente betrifft.

Sollte es eng werden, setzt auch er auf die Hexenkessel-Atmosphäre in „Freak-City“. „Die Halle wird für die Argentinier nicht so angenehm werden“, orakelt Petzschner. Daviscup-Veteran Nalbandian auf der Gegenseite sorgt diese von den Deutschen ersehnte Stimmung dagegen nicht. „Ich hoffe, es wird laut. Das stört mich nicht“, so der Argentinier.

Einer wie Nalbandian lässt sich so leicht nicht schrecken. Er bringt eine beeindruckende Einzel-Bilanz von 22 Siegen und nur fünf Niederlagen im Daviscup mit und vertraut auf die Stärke des Vorjahresfinalisten des internationalen Team-Wettbewerbs.

Ähnliche Routine wie Nalbandian bringt in der Auswahl des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) im Daviscup nur Haas mit, dessen Nominierung in der vergangenen Woche bereits für Aufsehen gesorgt hatte. Seine Aufgabe interpretiert der gebürtige Hamburger mit Wohnsitz in Bradenton, Florida, allerdings relativ entspannt. „Ich sehe mich mit einer Jokerrolle im Team. Egal ob ich im Einzel, im Doppel oder nur als Trainingspartner gebraucht werde“, möchte Haas seine Stellung im Gefüge nicht überinterpretieren, sondern das Team in den Vordergrund stellen.

Zu dieser Mannschaft gehört nach der Absage von Kohlschreiber nun auch Cedrik-Marcel Stebe. Als Debütant musste der 21-Jährige beim Team-Dinner am vergangenen Mittwoch eine Rede halten. Die er zu seiner eigenen Freude problemlos über die Bühne brachte. „Ich habe schon die ganze Woche mit der Mannschaft trainiert“, gibt sich Stebe zuversichtlich. Auch wenn ein Einsatz keineswegs gewiss ist, verspürt er langsam „ein Kribbeln“.

Dieses Gefühl ist es, das auch den routinierten Haas wieder gepackt hat. „Der Daviscup ist immer ein Highlight“, fiebert er dem Start entgegen. Vielleicht kann Haas den Wettbewerb zum letzten Mal genießen. Schließlich stellte auch er bezüglich seiner Mitstreiter fest: „Die Jungs sind die Zukunft im Daviscup“. Seine Karriere befindet sich dagegen im Herbst. Dies dokumentierte auch die Nominierung für das Einzel.

Die Daviscup-Matches im Überblick:

Freitag, Einzel: Petzschner – Monaco (14 Uhr), Mayer – Nalbandian; Samstag, Doppel: Petzschner/Haas – Chela/Schwank (14 Uhr); Sonntag, Einzel (voraussichtlich): Mayer – Monaco (13 Uhr), Petzschner – Nalbandian. 



Florian Jennemann

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