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Magath kann sich Wollscheid abschminken

Bader schließt Wechsel kategorisch aus - 10.11. 07:15 Uhr

NÜRNBERG  - Nur wenige Tage nach seiner Blinddarm-Operation suchte Martin Bader schon wieder die Nähe zur Mannschaft. Gestern Vormittag verfolgte der genesene Sportvorstand des 1.FC Nürnberg aufmerksam einen spontan anberaumten Trainingskick zwischen den nicht gerade verletzten oder auf Länderspielreisen befindlichen Profis und der eigenen "U23".

Im Winter nach Wolfsburg? Philipp Wollscheid registrierte derlei Gerüchte eher erstaunt. Schließlich geht er nach Leverkusen.
Im Winter nach Wolfsburg? Philipp Wollscheid registrierte derlei Gerüchte eher erstaunt. Schließlich geht er nach Leverkusen.
Foto: Sportfoto Zink
Im Winter nach Wolfsburg? Philipp Wollscheid registrierte derlei Gerüchte eher erstaunt. Schließlich geht er nach Leverkusen.
Im Winter nach Wolfsburg? Philipp Wollscheid registrierte derlei Gerüchte eher erstaunt. Schließlich geht er nach Leverkusen.
Foto: Sportfoto Zink

Den klaren 7:0-Sieg im Duell zwischen Bundes- und Regionalliga als zartes Indiz für einen Aufwärtstrend zu interpretieren, wäre wohl reichlich übertrieben. Es läuft derzeit nicht rund beim Club, das mag auch Bader keineswegs bestreiten.

Die aktuelle Durststrecke hält er aber für durchaus erklärbar. „In der vergangenen Saison haben wir manche Spiele auch mal glücklich gewonnen, momentan geht es genau andersrum“, klagt der 42-Jährige, der die Last-Minute-Pleite gegen Schlusslicht Freiburg vom Krankenbett aus erleben musste.

Dennoch ist Bader überzeugt, dass Dieter Heckings Kader über genügend Substanz verfügt. „Wir trauen uns schon zu, drei andere Mannschaften hinter uns zu lassen. Es gibt keinen Grund, so pessimistisch zu sein“, reagiert der Manager fast trotzig auf die bereits nach zwölf Spieltagen grassierenden Abstiegsängste.

Zum jetzigen Zeitpunkt öffentlich über Nachbesserungen in der Winterpause zu diskutieren, hält Bader für kontraproduktiv: „Wir sollten unsere Spieler nicht noch zusätzlich verunsichern.“



Generell ausschließen will er personelle Korrekturen aber nicht. Darüber nachzudenken sei „legitim, wenn uns jemand langfristig ausfallen würde“. Und für dieses theoretische Konstrukt gibt es gleich mehrere Kandidaten.

Per Nilsson etwa ist nach seiner Achillessehnenoperation noch immer nicht schmerzfrei, ein Comeback des eigentlich als Abwehrchef eingeplanten Schweden zum Rückrundenauftakt scheint illusorisch.

„Das bereitet uns schon ein bisschen Bauchweh, weil Pelle natürlich fehlt“, räumt Bader ein. Auch bei Javier Pinola, der wie berichtet an einer Schambeinentzündung laboriert, sieht Bader derzeit „ein großes Fragezeichen“. Die monatelang pausierenden Kollegen Arjen Robben oder Julian Schieber lassen erahnen, wie hartnäckig diese Blessur plagen kann. Der dritte Problemprofi im Club-Lazarett heißt Albert Bunjaku.

Der Schweizer hatte im Pokalspiel in Aue einen Schlag auf einen Nerv bekommen. Das Taubheitsgefühl im Bein ist zwar inzwischen gewichen, eine finale Diagnose aber bleibt schwierig. „Mit solchen neurologischen Dingen ist nicht zu spaßen“, mahnt Bader.


Deshalb deutet am Valznerweiher vieles auf ein kleines Neujahrs-Shopping hin. Nicht geplant ist hingegen, wichtige Akteure abzugeben. Als „völlig ausgeschlossen“ bezeichnete Bader deshalb die Gerüchte um einen winterlichen Wechsel von Philipp Wollscheid nach Wolfsburg.

„Darüber denken wir nicht einmal nach“, beteuerte Bader, der die kolportierte Stippvisite von VfL-Coach Felix Magath in Nürnberg eher amüsiert zur Kenntnis nahm.

Immerhin buhlen mit Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund längst zwei wesentlich reizvollere Vereine um Wollscheids Dienste für die kommende Saison. Auch Magaths angebliches Interesse an Rechtsverteidiger Timothy Chandler dürfte den Club relativ kalt lassen. 



Uli Digmayer

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DFB-Pokalsieger: 1935, 1939, 1962, 2007

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