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Im aktiven Wortschatz Baders ist einfach kein Platz für branchenübliche Alles-oder-nichts-Phrasen. Konfrontiert man ihn damit wiegelt er nur ab. Dabei könnte der Club sogar mit einer überwiegend positiven Bilanz gegen die vier Kellerkinder der Liga prahlen.
Das wiederum könnte ein Indiz dafür sein, dass er genau weiß, wann besonders viel auf dem Spiel steht. Ging es gegen die direkten Konkurrenz, mussten die Nürnberger zumindest in dieser Saison nur gegen den SC Freiburg eine Niederlage einstecken. „Es ist eines von noch 14 Spielen. Und es ist grundsätzlich wichtig zu punkten, egal in welchem Spiel“, betont jedoch Bader.
Die Tabellenkonstellation macht aber eines deutlich: drei zusätzliche Punkte auf der Augsburger Habenseite hätten fatale Folgen und der Club würde den Atem der Fuggerstädter bedrohlich nah im Nacken spüren. Nur noch ein mickriger Zähler läge dann zwischen ihm und dem Aufsteiger. „Sie werden alles hineinwerfen und versuchen, und uns richtig mitreinzuziehen“, warnt Bader.
Beide Teams verbindet momentan eine Durststrecke: Während Augsburg seit fünf Partie nicht mehr gewonnen hat, wartet die Mannschaft von Club-Trainer Dieter Hecking seit zwei Begegnungen auf einen Sieg. „Das erschreckt uns nicht, es macht die Sache aber auch nicht leichter“, gesteht Bader. Gute Ergebnisse geben nun mal Selbstvertrauen.
Manchmal aber nicht einmal das. Der 1:0-Sieg während der Woche im Freundschaftsspiel gegen die SpVgg Unterhaching gab eher Anlass zu Kritik. Ein B-Team, ergänzt durch die Rekonvaleszenten Timm Klose, Javier Pinola und Hanno Balitsch, tat sich überraschend schwer gegen den Drittligisten.
Statt sich Wettkampfpraxis zu verschaffen, schien der Kick für das Gros der Spieler nur den Sinn einer reinen Bewegungstherapie zu erfüllen. Beunruhigt hat das Bader wiederum nicht: „So ein Spiel werte ich wie eine Trainingseinheit und die kann auch mal daneben gehen. Daraus kann man nicht allzu viele Rückschlüsse ziehen.“
Den Trainer dürfte nach der dürftigen Darbietung der Ergänzungsspieler kaum in die Verlegenheit gekommen sein, ernsthaft über Veränderungen in der Startelf nachdenken zu müssen. Intern stellte der Coach aber klar, dass er sich ein anderes Auftreten erwartet hatte. „Das ist ja auch sein Job“, meinte Bader, der sich zumindest darauf einließ, dass es nicht nur für Augsburg ein wichtiges Spiel sei, „sondern auch für uns“.

Do. 24.05.12
Do. 24.05.12
Mi. 23.05.12
Di. 22.05.12
Di. 22.05.12