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Maroh und Okotie lauern auf ihre Chance beim Club

Um Per Nilsson sieht es nicht gut aus - 02.09. 12:02 Uhr

Nürnberg  - Der Stachel der Enttäuschung sitzt bei Club-Trainer Dieter Hecking noch tief im Fleisch. Mehr noch als über den Auftritt seiner Schützlinge gegen den SC Freiburg (1:2) ärgerte er sich gestern über die Reaktion im Umfeld. "Wir brauchen jetzt keine Schwarzmalerei", diktierte er den Medienvertretern in die Blöcke.


Um Per Nilsson sieht es nicht gut aus
Um Per Nilsson sieht es nicht gut aus
Foto: Sportfoto Zink

Die gute Leistung beim 1:1 in Gladbach werde völlig außer Acht gelassen. Immerhin habe die Borussia, erinnert er, in Leverkusen mit 6:3 gewonnen. Der 45-Jährige sieht also für die Zukunft nicht schwarz, auch wenn jetzt die beiden schweren Auswärtsspiele in Hamburg und Leverkusen anstehen. Die Prognosen und auch der Hinweis auf die Papierform lassen ihn kalt. "Was heißt schon Papierform?", fragte er und fügte seine Interpretation hinzu: "Es gibt den Bundesliga-Spieltag."

Die Begegnung beim HSV ist der dritte der noch jungen Saison - und von ihm verständlicherweise noch längst nicht abgeschrieben. Heckings Rezept: "Wir müssen selbstbewusst auftreten und mit einer ordentlichen Leistung den Hamburgern das Leben schwermachen." Eben wie in Gladbach und auch gegen Freiburg. Aber nicht nur über eine halbe Stunde, sondern bis zum Abpfiff. Die Länderspielpause passt dem FCN-Trainer natürlich ins Konzept, "denn jetzt können wir konzentriert arbeiten".

Dass einige Spieler auf Grund von Berufungen in Nationalmannschaften fehlen, nimmt er gelassen hin. Anders sieht es freilich im Verletzungsfall von Per Nilsson aus. Der Schwede hat gegen Freiburg einen Schlag auf den Rücken bekommen und fällt möglicherweise (Hecking: "Es sieht gar nicht gut aus") aus. Eine Computertomografie in der Uniklinik Erlangen soll am Donnerstag für Klarheit sorgen. Profitieren von einer Zwangspause Nilssons könnte natürlich Dominic Maroh, der nach seiner Rückkehr in die Stammformation förmlich lechzt. Des einen Pech ist eben des anderen Freud.

In Geduld üben muss sich ein anderer Spieler, der auf Grund seiner Vita am Valznerweiher als Hoffnungsträger für die Offensive angesehen wird: Rubin Okotie. "Geduld habe ich seit meiner langwierigen Verletzung", sagt der vierfache österreichische Nationalspieler. Aber ihn juckt es verständlicherweise in den Beinen, er möchte möglichst bald ins Geschehen eingreifen. Schritt für Schritt verbessere sich seine Fitness, erzählt er.

Einen Beweis kann er am Freitag um 18 Uhr beim Freundschaftsspiel gegen den Bayernligisten FSV Bruck liefern, denn Trainer Hecking plant seinen Einsatz. Wenn Okotie wieder, wie erforderlich, bei 100 Prozent ist, könnte er dem Club sicherlich weiterhelfen. Für seinen früheren Arbeitgeber Austria Wien erzielte er in 57 Spielen immerhin 21 Tore und war auch beim 3:1-Sieg gegen Red Bulls Salzburg im Pokalfinale 2009 mit einem Treffer maßgeblich beteiligt. 





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