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Meilenstein der Fußballgeschichte

NZ-Interview mit Thomas von der Grün vom Fraunhofer Institut - 05.07.2012 20:46 Uhr

Im Kollegenkreis des Fraunhofer-Instituts war Thomas von der Grün (3. von rechts) beim "GoalRef"-Test im Nürnberger Stadion dabei.

Im Kollegenkreis des Fraunhofer-Instituts war Thomas von der Grün (3. von rechts) beim "GoalRef"-Test im Nürnberger Stadion dabei. © Sportfoto Zink


NZ: Herr von der Grün, schlagen jetzt zwei Herzen in Ihrer Brust, weil das IFAB „GoalRef“ grundsätzlich zugelassen, dies aber auf vorerst drei Veranstaltungen beschränkt hat?
Thomas von der Grün: Genau so hatte ich es erhofft und erwartet. Sie haben eine grundsätzliche Entscheidung getroffen, Torentscheidungstechnologien einzusetzen – das ist der Meilenstein, der historische Durchbruch. Und sie haben gesagt, dass die zwei Systeme „Haykeye“ und „Goalref“ im Dezember bei Klub-WM in Japan installiert werden sollen. Wenn ich die Pressekonferenz richtig verstanden habe, läuft die Klub-WM in zwei Stadien, und da wird in jeweils einem Stadion die eine und im anderen die andere Technik installiert.

NZ: Die endgültige Zertifizierung beider Systeme durch die FIFA steht aber noch aus?
von der Grün: Das Entscheidende, was wir erreichen wollten, war, dass die FIFA sagt, es gibt zwei Technologien, die gezeigt haben, dass es funktioniert – das haben wir nachgewiesen. Es war von vornherein klar, dass wir noch ein Produkt damit bauen müssen. Und dieses finale Produkt wird sich die FIFA dann im Dezember noch einmal anschauen.

NZ: Beim „GoalRef“ ist immer wieder die Rede vom Chip im Ball, was so aber ja nicht stimmt– und damit verbunden gleich auch noch die Frage nach dem Preis. Das „Hawkeye“ soll 250.000 Euro kosten, „Goalref“ ein bisschen weniger...
von der Grün: Das ist nicht richtig. Das sind im Prinzip Spulen im Ball und die Auswertetechnik mit den Antennen im Tor. Und was den Preis angeht: „Goalref“ wird sogar einen ganzen Zacken günstiger sein! Aber finale Preise kann ich noch nicht nennen. 

Philipp Roser

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