|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
In der Sommerpause kämpfte sich Christopher Nöthe nach einer komplizierten Fußverletzung mühsam zurück. Der Bruch des sogenannten Sesambeins hatte binnen Jahresfrist bereits die dritte Zwangspause für den 24-Jährigen bedeutet. Zuvor hatten ihn schon ein malades Innenband im Knie und eine kaputte Schulter für Wochen ausgebremst. Die üble Verletzungsserie aus der Vorsaison ging nicht spurlos an Nöthe vorüber. Der schlaksige Angreifer ging geprägt von einer großen Ungewissheit in seine dritte Saison beim „Kleeblatt“.
Doch auch die Gesundheit der Kollegen blieb nicht verschont. Dani Schahin und Sercan Sararer standen anfangs nicht zur Verfügung, und Nöthes Nominierung beim Saisonauftakt gegen Eintracht Frankfurt (2:3) war quasi die logische Konsequenz. Die Bewährungschance ließ er nicht ungenutzt verstreichen.
Auch wenn seine beiden Treffer nicht zum Sieg reichen sollten, hatte er sich wenigstens seinen Stammplatz zurückerobert. „Ich bin super reingekommen. Dass ich so zurückkomme, hätte ich selbst nicht gedacht“, sagt Nöthe, der Trainer Mike Büskens das Vertrauen mit sechs weiteren Treffern bis zur Winterpause „aber auch zurückgezahlt“ hat.
Nöthes Selbstvertrauen verlieh der plötzliche Aufschwung phasenweise Flügel. Dem laufstarken Angreifer gelang so vieles, was am Saisonende schließlich nicht mehr glücken wollte. „Ich habe mich sehr gefreut, dass ich wieder wichtig war für die Mannschaft und helfen konnte“, erinnert er sich. Unverletzt kam er aber auch diesmal nicht durch die Saison.
Bei einem üblen Schubser des Hoffenheimers Marvin Compper, der Nöthe im Pokal-Viertelfinale unsanft in den Gegenspieler befördert hatte, zog er sich einen Faserriss im Oberschenkel zu. „Er kam später zu mir in die Kabine und hat sich dafür entschuldigt“, sagt Nöthe. Die Einsicht des Gegners konnte ihn aber nur bedingt über weitere vier verpasste Zweitliga-Spiele trösten. Nur diesmal sollten es die einzigen Partien sein, die Pechvogel Nöthe nicht zur Verfügung stand.
„Viele haben immer darauf gewartet, dass wir Federn lassen. Aber wir haben nie wirklich geschwächelt, sondern immer unsere Punkte geholt“, blickt er auf die Aufstiegssaison zurück. Eindrucksvoll sei sie verlaufen. „Wir haben bewiesen, dass wir zurecht da oben stehen“, sagt Nöthe. Der Schlüssel zum Erfolg waren seiner Meinung nach die aggressive Spielweise und das permanente Pressing: „Das war sicherlich einzigartig in der Liga.“
An vorderster Front versucht er selbst, das Aufbauspiel des Gegners zu zerstören. Nöthe lief die Viererkette meist unermüdlich ab und scheute auch den Weg in die eigene Hälfte nicht. Nur vermisste man ihn dadurch oft im Strafraum, jenem für Stürmer doch nicht unerheblichen Territorium. „Ich bin ein mannschaftsdienlicher Spieler und arbeite eben viel nach hinten“, stört er sich nicht daran. Vielmehr kompensiert er sein „Untertauchen“ mit einer gewissen Kaltschnäuzigkeit: „Wenn ich vor dem Tor bin, brauche ich nicht viele Chancen“, sagt der 13-fache Saisontorschütze.
Mit dem Aufstieg in die Bundesliga ist auch für ihn ein Traum in Erfüllung gegangen. Allerdings betritt Nöthe kein Neuland. Für Borussia Dortmund absolvierte er in der Saison 2007/08 drei Erstligaeinsätze. Am 5. Oktober 2007 stand er im Ruhr-Derby gegen VfL Bochum (2:1) vor 80.000 Zuschauern sogar in der Startelf. „Das war eine brutale Stimmung“, sagt Nöthe. Er weiß also, was auf Fürth nun zukommt.

Do. 23.05.13
Do. 23.05.13
Do. 23.05.13
Di. 21.05.13
Di. 21.05.13