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Knapp 49 Jahre später steht für den Altmeister die 1000. Partie im deutschen Fußball-Oberhaus an, weshalb Nürnbergs Pioniere von der DFL mit einer hübschen Urkunde geehrt werden. Mit Leben erfüllen müssen den fränkischen Ehrentag im Anschluss allerdings Epigonen wie Timmy Simons, Tomas Pekhart, Christian Eigler oder Dominic Maroh. Der Gegner damals wie heute: Hertha BSC Berlin.
Es ist gewiss kein alltägliches Jubiläum, das der 1.FCN am Samstag feiern kann: Erst zwölf andere Vereine durften sich bislang mit einer solch stolzen Bilanz schmücken. Trainer Dieter Hecking sprach ehrfürchtig von einer „außergewöhnlichen Zahl“, empfand es zugleich aber auch als persönliche Verpflichtung, „dass noch viele weitere Spiele dazukommen“. Das Duell mit dem Aufsteiger soll ein erster Schritt sein, dem Tabellenfünfzehnten in dieser Saison den Verbleib in der nationalen Elite zu sichern. Vor erwarteten 40.000 Zuschauern geht es nicht nur um drei wichtige Punkte, sondern auch darum, mit einem gelungenen Start den Boden für eine erfolgreiche Rückrunde zu bereiten
„Natürlich besitzt das erste Spiel immer eine besondere Bedeutung“, räumte Hecking ein, wehrte sich aber gegen eine allzu dramatische Überhöhung dieser 90 Minuten. „Es wird nicht am Samstag entschieden, ob wir unsere Ziele erreichen“, betonte der Westfale angesichts der Tatsache, dass dem Auftaktmatch noch (mindestens) 16 weitere folgen werden.
In denen hofft Hecking dann auch ein paar mehr personelle Alternativen vorzufinden. „Die größte Erfolgsmeldung in dieser Woche ist, dass sich bislang keiner mehr verletzt hat“, verkündete er in einem Anflug von Galgenhumor. Aber auch ohne neue Hiobsbotschaften präsentiert sich die aktuelle Ausfallliste recht umfangreich: Timothy Chandler und Markus Feulner sind gesperrt, Timm Klose, Juri Judt, Javier Pinola und Neuzugang Hanno Balitsch verletzt. Vakant ist vor allem die rechte Abwehrseite, wo mit Chandler, Judt, Feulner und Balitsch gleich vier potenzielle Bewerber fehlen.
Der Kandidat Nummer fünf heißt Jens Hegeler und erhält den Zuschlag, weil er sich auf dieser Position bereits einst beim FC Augsburg ausprobieren durfte und den Job damals offenbar recht ordentlich erledigte. „Ich traue ihm das zu“, sagte Hecking. Muss er wohl oder übel, denn Kandidat Nummer sechs, Wilson Kamavuaka, ließ als Aushilfs-Rechtsverteidiger im Training erkennen, „dass er seine Stärken eher im Zentrum hat“, wie es Hecking freundlich formulierte.
Es gibt aber auch positive Signale aus dem Lazarett: Mike Frantz und Per Nilsson konnten in den vergangenen Tagen das komplette Training absolvieren und dürfen sich angesichts der Personalmisere sogar Hoffnungen auf einen Platz im Kader machen, auch wenn Hecking „noch ein Fragezeichen“ setzen wollte. Offen ließ der Trainer auch die taktische Ausrichtung, orakelte aber, dass das im Trainingslager in Belek einstudierte 4-4-2-System „sicher eine ernstzunehmende Option“ darstelle.
Anno 1963 endete das Premierenduell mit der Hertha übrigens 1:1, das Führungstor des unvergessenen Max Morlock hatte im Olympiastadion nur bis zur 63. Minute Bestand. Auch die Club-Oldies hätten gewiss nichts dagegen, wenn ihre Erben den Jubiläumskick mit einem Sieg krönen könnten.

Do. 24.05.12
Do. 24.05.12
Mi. 23.05.12
Di. 22.05.12
Di. 22.05.12