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Allein schon die Berufung in den 18er-Kader kam ihm wie ein verspätetes Weihnachtsgeschenk vor. Den Ausdruck der Freude, nach monatelanger Verletzungspause endlich wieder dazuzugehören, beschreibt er bis ins Detail: „Es ist toll, wenn du wieder im Trainingslager dabei bist, mit dem Bus ins Stadion fährst und dich in der Kabine umziehst.“
Verständliche Gefühle eines Mannes, für den Fußball mehr bedeutet als nur einen gut bezahlten Job. Und der auf Grund seiner Achillessehnenbeschwerden mehr seelisch als körperlich gelitten hat. „Das war mental eine schlimme Zeit für mich“, bekennt er.
Der Leidensweg des sympathischen Schweden hat ein Ende. Allerdings verspürt er nach der Operation noch immer Schmerzen, die seinen Elan freilich nicht bremsen. Er beißt die Zähne zusammen, zumal die Beschwerden von Woche zu Woche geringer werden. Aber Nilsson ist absoluter Realist und bevorzugt deshalb auch den Weg der kleinen Schritte. Egoismus ist für ihn ein Fremdwort, wie er mit einer klaren Aussage verdeutlicht: „Es geht beim Club in der jetzigen Situation nicht um Einzelschicksale, sondern nur darum, den Klassenerhalt zu schaffen.“
Hat er einen Zeitpunkt im Visier, an dem er wieder in die Stammformation zurückkehren will? Diese Frage empört ihn. „Die darf man mir nicht stellen“, sagt Nilsson energisch und dokumentiert leidenschaftlich seine Einstellung: „Ich bin fast 30 Jahre alt und habe viele Ligaspiele bestritten. Mir geht es nicht darum, Ansprüche zu stellen. Ich möchte helfen, damit wir in der Bundesliga bleiben.“ Und er will fit sein, wenn er gebraucht wird.
Der Mann aus dem Norden hat sich über das 2:0 gegen Hertha mächtig gefreut und lobt seine Kollegen über Gebühr. Sie hätten toll gekämpft und die drei wichtigen Punkte absolut verdient geholt. Jetzt hofft er, dass die Mannschaft mit neuem Selbstvertrauen ausgestattet in das Auswärtsspiel bei Hannover 96 gehen wird.
Seine Gefühle für den 1.FCN sind nicht gespielt. Der Verein ist Nilsson ans Herz gewachsen – und auch die Stadt Nürnberg. „Meine Frau und ich fühlen uns hier pudelwohl und können uns vorstellen, für immer hier zu bleiben“, bekundet er.
Die Fortschritte bei der Genesung und dazu auch noch die Geburt seines Sohnes Levin einen Tag vor dem Heiligen Abend haben aus Per Nilsson, der nur „Pelle“ gerufen wird, einen rundum glücklichen Menschen gemacht. Sein einziger Wunsch ist allzu verständlich: Er möchte endlich und vor allem dauerhaft von Verletzungen verschont bleiben.

Do. 24.05.12
Do. 24.05.12
Mi. 23.05.12
Di. 22.05.12
Di. 22.05.12