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Zum dritten Mal in Folge schickte Trainer Dieter Hecking die selbe Startformation aufs Feld. Und die Elf seines Vertrauens begann vor 35.389 Zuschauern durchaus couragiert und verbuchte nach sechs Minuten die erste Gelegenheit, als Alexander Esswein eine Flanke von Timothy Chandler aus fünf Metern per Kopf knapp über das Tor wuchtete (6.). Allerdings versteckten sich auch die auswärts zuletzt chronisch erfolglosen Gäste keineswegs. Vedad Ibisevic setzte ein erstes Ausrufezeichen, als er eine Hereingabe von Sebastian Rudy am Tor vorbeiköpfte (20.).
In einer zwar recht temporeichen, aber sehr zerfahrenen und von vielen Fouls und Fehlpässen geprägten Partie präsentierten sich beide Mannschaften bei ihren Offensivbemühungen viel zu harmlos und umständlich. Allenfalls eine sehenswerte Direktabnahme von Daniel Didavi aus 20 Metern, die Gästekeeper Tom Starke parierte, sorgte für einen Hauch von Glamour (36.).
Kurz vor der Pause kam es dann aber knüppeldick für den Club. Nach einer präzisen Flanke von Fabian Johnson köpfte Ibisevic aus fünf Metern zum 1:0 ein – es war allerdings ein Gegentor mit einer höchst unschönen Note, denn Sekunden vorher hatte der Torschütze seinen Bewacher Philipp Wollscheid bei einem etwas zwielichtigen Zweikampf im Mittelfeld außer Gefecht gesetzt. Während Innenverteidiger Wollscheid angeschlagen am Boden lag, spielte Hoffenheim ungerührt weiter und nutzte die Situation gnadenlos zu seinen Gunsten aus. Alle Nürnberger Proteste verhallten ungehört.
Vier Minuten später sorgte Schiedsrichter Jochen Drees dann für den nächsten Aufreger, als er Rechtsverteidiger Chandler nach einem rüden Einsteigen gegen Sejad Salihovic an der Außenlinie die Rote Karte zeigte (43.). Eine harte, aber wohl vertretbare Entscheidung des Referees, der vorher bereits mit fünf Verwarnungen seine strenge Spielleitung angedeutet hatte.
Von diesem doppelten Genickschlag sollte sich der Club nicht mehr erholen. Nach dem Seitenwechsel setzte Hoffenheim den dezimierten Gegner unter Druck und musste nicht lange auf Nürnbergs nächsten Fehler warten. Hatten Isaac Vorsah (50.) und Ibisevic (52.) noch zwei gute Gelegenheiten fahrlässig vergeben, sorgte erneut Ibisevic in der 56. Minute für die frühe Vorentscheidung. Wieder schlüpfte der agile Johnson in die Rolle des Vorbereiters, wieder kam der überforderte Marvin Plattenhardt gegen den cleveren Bosnier einen Schritt zu spät. Raphael Schäfer war zwar noch mit einer Hand dran, konnte den Ball aber nicht mehr am Überqueren der Linie hindern.
Dem Club fehlte nun nicht nur der elfte Mann, sondern es mangelte auch an den spielerischen Mitteln, um einen ballsicheren und abgezockten Kontrahenten noch ernsthaft in Bedrängnis bringen zu können. Mehr als ein Abseitstor von Tomas Pekhart sprang an diesem tristen Nachmittag nicht mehr heraus. Am Ende mussten die Franken, bei denen Schäfer noch zweimal rettete, sogar froh sein, dass die verdiente Niederlage nicht höher ausfiel.
Zum Rundenabschluss bei Bayer Leverkusen dürften die Trauben für den Club am kommenden Samstag erneut sehr hoch hängen, im ungünstigsten Fall droht dem aktuellen Tabellenfünfzehnten sogar ein Überwintern auf einem Abstiegsplatz. Zumindest bietet danach das Pokal-Derby gegen die SpVgg Greuther Fürth noch die willkommene Chance, sich angemessen von seinem treuen Publikum zu verabschieden.
Nürnberg: Schäfer – Chandler, Wollscheid, Maroh, Plattenhardt – Simons, Hegeler – Eigler (46. Feulner), Didavi (68. Cohen), Esswein (68. Bunjaku) - Pekhart / Hoffenheim: Starke – Beck, Vorsah, Compper, Johnson – Rudy (66. Williams) – Mlapa, Firmino, Salihovic, Babel (84. Weis) - Ibisevic (75. Vukcevic)/ SR: Drees (Münster-Sarmsheim) / Tore: 0:1, 0:2 Ibisevic (39., 56.) / Zuschauer: 35 389 / Rote Karten: Chandler wegen groben Foulspiels (43.) - Compper wegen einer Notbremse (90.+1) / Gelbe Karten: Simons, Eigler, Pekhart – Babel, Ibisevic, Beck.

Do. 24.05.12
Mi. 23.05.12
Di. 22.05.12
Di. 22.05.12
Mo. 21.05.12
Fr. 18.05.12
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Do. 17.05.12
Do. 17.05.12
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