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Rot für Chandler, Punkte für Hoffenheim

1. FC Nürnberg unterliegt den Kraichgauern mit 0:2 - 10.12. 17:56 Uhr

Nürnberg  - Im letzten Bundesliga-Heimspiel des Jahres musste der 1. FC Nürnberg einen weiteren herben Rückschlag verdauen. Gegen 1899 Hoffenheim verlor ein erschreckend schwacher Club mit 0:2 (0:1) und steckt damit wieder ganz tief im Abstiegssumpf.

Fassungslosigkeit in Nürnberg. Nicht nur Simons und der betroffene Chandler waren mit der Entscheiduing von Referee Drees nicht einverstanden.
Fassungslosigkeit in Nürnberg. Nicht nur Simons und der betroffene Chandler waren mit der Entscheiduing von Referee Drees nicht einverstanden.
Foto: Zink
Fassungslosigkeit in Nürnberg. Nicht nur Simons und der betroffene Chandler waren mit der Entscheiduing von Referee Drees nicht einverstanden.
Fassungslosigkeit in Nürnberg. Nicht nur Simons und der betroffene Chandler waren mit der Entscheiduing von Referee Drees nicht einverstanden.
Foto: Zink

Zum dritten Mal in Folge schickte Trainer Dieter Hecking die selbe Startformation aufs Feld. Und die Elf seines Vertrauens begann vor 35.389 Zuschauern durchaus couragiert und verbuchte nach sechs Minuten die erste Gelegenheit, als Alexander Esswein eine Flanke von Timothy Chandler aus fünf Metern per Kopf knapp über das Tor wuchtete (6.). Allerdings versteckten sich auch die auswärts zuletzt chronisch erfolglosen Gäste keineswegs. Vedad Ibisevic setzte ein erstes Ausrufezeichen, als er eine Hereingabe von Sebastian Rudy am Tor vorbeiköpfte (20.).

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Der 1. FC Nürnberg weist die Zwischenbilanz eines Absteigers auf - und steht wieder mal mit dem Rücken zur Wand. Beim 0:2 gegen das Mittelklasse-Team aus Hoffenheim war der Club beängstigend harmlos.

In einer zwar recht temporeichen, aber sehr zerfahrenen und von vielen Fouls und Fehlpässen geprägten Partie präsentierten sich beide Mannschaften bei ihren Offensivbemühungen viel zu harmlos und umständlich. Allenfalls eine sehenswerte Direktabnahme von Daniel Didavi aus 20 Metern, die Gästekeeper Tom Starke parierte, sorgte für einen Hauch von Glamour (36.).

Kurz vor der Pause kam es dann aber knüppeldick für den Club. Nach einer präzisen Flanke von Fabian Johnson köpfte Ibisevic aus fünf Metern zum 1:0 ein – es war allerdings ein Gegentor mit einer höchst unschönen Note, denn Sekunden vorher hatte der Torschütze seinen Bewacher Philipp Wollscheid bei einem etwas zwielichtigen Zweikampf im Mittelfeld außer Gefecht gesetzt. Während Innenverteidiger Wollscheid angeschlagen am Boden lag, spielte Hoffenheim ungerührt weiter und nutzte die Situation gnadenlos zu seinen Gunsten aus. Alle Nürnberger Proteste verhallten ungehört.

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Nach der Heimniederlage gegen die TSG 1899 Hoffenheim sind die Clubfans sauer - nicht nur wegen einer unklaren roten Karte. Der Abstieg scheint fast schon sicher. Eileen Florian und Alexander Heimann für nordbayern.de

Vier Minuten später sorgte Schiedsrichter Jochen Drees dann für den nächsten Aufreger, als er Rechtsverteidiger Chandler nach einem rüden Einsteigen gegen Sejad Salihovic an der Außenlinie die Rote Karte zeigte (43.). Eine harte, aber wohl vertretbare Entscheidung des Referees, der vorher bereits mit fünf Verwarnungen seine strenge Spielleitung angedeutet hatte.

Von diesem doppelten Genickschlag sollte sich der Club nicht mehr erholen. Nach dem Seitenwechsel setzte Hoffenheim den dezimierten Gegner unter Druck und musste nicht lange auf Nürnbergs nächsten Fehler warten. Hatten Isaac Vorsah (50.) und Ibisevic (52.) noch zwei gute Gelegenheiten fahrlässig vergeben, sorgte erneut Ibisevic in der 56. Minute für die frühe Vorentscheidung. Wieder schlüpfte der agile Johnson in die Rolle des Vorbereiters, wieder kam der überforderte Marvin Plattenhardt gegen den cleveren Bosnier einen Schritt zu spät. Raphael Schäfer war zwar noch mit einer Hand dran, konnte den Ball aber nicht mehr am Überqueren der Linie hindern.

Dem Club fehlte nun nicht nur der elfte Mann, sondern es mangelte auch an den spielerischen Mitteln, um einen ballsicheren und abgezockten Kontrahenten noch ernsthaft in Bedrängnis bringen zu können. Mehr als ein Abseitstor von Tomas Pekhart sprang an diesem tristen Nachmittag nicht mehr heraus. Am Ende mussten die Franken, bei denen Schäfer noch zweimal rettete, sogar froh sein, dass die verdiente Niederlage nicht höher ausfiel.

Zum Rundenabschluss bei Bayer Leverkusen dürften die Trauben für den Club am kommenden Samstag erneut sehr hoch hängen, im ungünstigsten Fall droht dem aktuellen Tabellenfünfzehnten sogar ein Überwintern auf einem Abstiegsplatz. Zumindest bietet danach das Pokal-Derby gegen die SpVgg Greuther Fürth noch die willkommene Chance, sich angemessen von seinem treuen Publikum zu verabschieden.


Nürnberg: Schäfer – Chandler, Wollscheid, Maroh, Plattenhardt – Simons, Hegeler – Eigler (46. Feulner), Didavi (68. Cohen), Esswein (68. Bunjaku) - Pekhart / Hoffenheim: Starke – Beck, Vorsah, Compper, Johnson – Rudy (66. Williams) – Mlapa, Firmino, Salihovic, Babel (84. Weis) - Ibisevic (75. Vukcevic)/ SR: Drees (Münster-Sarmsheim) / Tore: 0:1, 0:2 Ibisevic (39., 56.) / Zuschauer: 35 389 / Rote Karten: Chandler wegen groben Foulspiels (43.) - Compper wegen einer Notbremse (90.+1) / Gelbe Karten: Simons, Eigler, Pekhart – Babel, Ibisevic, Beck. 



Uli Digmayer

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Gründungsdatum:
04.05.1900
Mitgliederzahl:
12.000


Kurzbeschreibung:
Der 1. FCN - genannt "der Club" - hat folgende Titel errungen:
Deutscher Meister: 1920, 1921, 1924, 1925, 1927, 1936, 1948, 1961, 1968
DFB-Pokalsieger: 1935, 1939, 1962, 2007

Ein extra Themenarchiv mit "historischen" Berichten rund um den 1. FCN finden Sie unter dem Stichwort "Club-Geschichte(n)".

Der Club-Kader in der Saison 2011/12

Galerie Kader 1. FC Nürnberg 2011/12

Die Club-Gegner in der Saison 2011/12

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