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Beim 6:4-Sieg gegen Augsburg am Freitag hatten die Ice Tigers wie entfesselt losgelegt, in Straubing mussten sie sich erst in die Partie tasten. Straubing kam besser aus der Kabine, bestimmte die ersten sieben Minuten, doch eine Zweiminutenstrafe gegen Laurent Meunier nahm den Gastgebern die Fahrt. Kaum waren die Niederbayern wieder komplett, begann Nürnbergs Reihe mit Jason Jaspers, Ryan Bayda und Steven Reinprecht richtig aufs Tempo zu drücken. Zunächst verpasste Bayda noch, wenig als einen Wimpernschlag später aber setzte er einen Querpass von Reinprecht zum 1:0 der Franken um.
Nürnberg, allen voran das genannte Trio, übernahm nun die Kontrolle über das Geschehen. Und fast zwangsläufig waren mit Reinprecht und Jaspers zwei Angreifer dieser Formation am zweiten Treffer der Ice Tigers beteiligt. Reinprecht behauptete die Scheibe in der Ecke, passte auf Brett Festerling, der sich in der Abwehr der Nürnberger immer mehr steigert, dieser täuschte einen Schlagschuss an, schickte die Scheibe aber absichtlich ein wenig neben das Tor, wo Jaspers lauerte – 2:0. Zum ersten Mal in der laufenden Saison war es dem Kanadier gelungen, in zwei aufeinanderfolgenden Partien ein Tor zu erzielen.
Mit dem Schwung im Rücken legten die Gäste gleich nach. Marco Nowaks Schlagschuss ließ Straubings Keeper Jason Bacashihua abprallen, den ersten Nachschuss von Yan Stastny konnte er auch noch irgendwie abwehren, doch gegen die folgende Rückhand von Connor James war er machtlos – 3:0.
Häufig durch Strafzeiten dezimiert beschränkten sich die Nürnberger im zweiten Durchgang nach dem 4:0 durch Jame Pollock in erster Linie auf konzentrierte Arbeit in der eigenen Zone und auf Konter, mit denen sie gefährlich blieben. Wenige Fehler und Sicherheit in den Kombinationen führten dazu, dass dem Gegner nicht mehr als das Anschlusstor durch Rene Röthke gelang. Im Schlussdrittel gerieten die Ice Tigers nicht mehr ernsthaft in Bedrängnis und spielten den Vorsprung souverän über die Zeit.
Von Montag bis Donnerstag bittet Trainer Bengt-Ake Gustafsson seine Profis zum Training, danach erwartet die Ice Tigers wegen des Olympia-Qualifikationsturniers in Bietigheim ein freies Wochenende, ehe es in den Endspurt um die besten Plätze in der DEL-Tabelle geht.
Straubing: Bacashihua – Lewis, Brückner; Elfring, Kramer; Osterloh, Dotzler – Röthke, Meunier, Stewart; Hussey, Beechey, Germyn; Schönberger, Whitecotton, Endraß; Ortolf, Hundhammer, Brandt / Nürnberg: Weiman – Pollock, Borer; Leask, Nowak; Butenschön, Festerling – Reimer, Stastny, James; Ehliz, Chouinard, Frosch; Reinprecht, Jaspers, Bayda; Aab, Weiß, Rupprich / SR: Brill/Vogl (Bad Wörishofen/München) / Zuschauer: 5476 / Strafminuten: Straubing 4 – Nürnberg 14 (Leask, Festerling je 4, Aab, Pollock, Bankstrafe je 2) plus 10 Disziplinar (Leask) / Tore: 0:1 (7:09) Bayda (Reinprecht), 0:2 (10:03) Jaspers (Festerling/Reinprecht), 0:3 (11:58) James (Stastny/Nowak), 0:4 (21:49) Pollock, 1:4 (25:29) Röthke (5-3).
Die Kölner Haie haben vor Transferschluss einen Coup gelandet und den deutschen NHL-Spieler Marco Sturm (zuletzt Florida Panthers) unter Vertrag genommen. Der 34-jährige Angreifer, der 1006 Spiele in der nordamerikanischen Profiliga bestritt, zuletzt aber keinen neuen Vertrag erhielt, wird ab Mitte Februar den DEL-Spitzenreiter verstärken. Sturm stand für das deutsche Nationalteam bei vier WM-Turnieren, drei Olympischen Spielen und dem World Cup of Hockey 2004 auf dem Eis. Insgesamt bestritt er 54 Länderspiele.

Di. 18.06.13
Mo. 17.06.13
Fr. 07.06.13
Fr. 31.05.13
Do. 23.05.13