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Souveränes 4:1 für die Tigers in Straubing

Jaspers und Co. drückten aufs Tempo - Erfolgreiches Wochenende für die Nürnberger - 03.02.2013 21:25 Uhr

STRAUBING  - Mit einem 4:1 (3:0, 1:1, 0:0)-Erfolg bei den Straubing Tigers holten die Thomas Sabo Ice Tigers am Sonntag den zweiten Sieg an diesem Wochenende und zeigten erneut eine ansprechende Leistung, die mit Blick auf das Rennen um die Play-off-Plätze wieder mehr Hoffnung bei den Nürnbergern aufkommen lässt.

Trainer Bengt-Ake Gustafsson hat gut Lachen.
Trainer Bengt-Ake Gustafsson hat gut Lachen.
Foto: Sportfoto Zink / MaWi
Trainer Bengt-Ake Gustafsson hat gut Lachen.
Trainer Bengt-Ake Gustafsson hat gut Lachen.
Foto: Sportfoto Zink / MaWi

Beim 6:4-Sieg gegen Augsburg am Freitag hatten die Ice Tigers wie entfesselt losgelegt, in Straubing mussten sie sich erst in die Partie tasten. Straubing kam besser aus der Kabine, bestimmte die ersten sieben Minuten, doch eine Zweiminutenstrafe gegen Laurent Meunier nahm den Gastgebern die Fahrt. Kaum waren die Niederbayern wieder komplett, begann Nürnbergs Reihe mit Jason Jaspers, Ryan Bayda und Steven Reinprecht richtig aufs Tempo zu drücken. Zunächst verpasste Bayda noch, wenig als einen Wimpernschlag später aber setzte er einen Querpass von Reinprecht zum 1:0 der Franken um.

Nürnberg, allen voran das genannte Trio, übernahm nun die Kontrolle über das Geschehen. Und fast zwangsläufig waren mit Reinprecht und Jaspers zwei Angreifer dieser Formation am zweiten Treffer der Ice Tigers beteiligt. Reinprecht behauptete die Scheibe in der Ecke, passte auf Brett Festerling, der sich in der Abwehr der Nürnberger immer mehr steigert, dieser täuschte einen Schlagschuss an, schickte die Scheibe aber absichtlich ein wenig neben das Tor, wo Jaspers lauerte – 2:0. Zum ersten Mal in der laufenden Saison war es dem Kanadier gelungen, in zwei aufeinanderfolgenden Partien ein Tor zu erzielen.


Mit dem Schwung im Rücken legten die Gäste gleich nach. Marco Nowaks Schlagschuss ließ Straubings Keeper Jason Bacashihua abprallen, den ersten Nachschuss von Yan Stastny konnte er auch noch irgendwie abwehren, doch gegen die folgende Rückhand von Connor James war er machtlos – 3:0.

Häufig durch Strafzeiten dezimiert beschränkten sich die Nürnberger im zweiten Durchgang nach dem 4:0 durch Jame Pollock in erster Linie auf konzentrierte Arbeit in der eigenen Zone und auf Konter, mit denen sie gefährlich blieben. Wenige Fehler und Sicherheit in den Kombinationen führten dazu, dass dem Gegner nicht mehr als das Anschlusstor durch Rene Röthke gelang. Im Schlussdrittel gerieten die Ice Tigers nicht mehr ernsthaft in Bedrängnis und spielten den Vorsprung souverän über die Zeit.

Von Montag bis Donnerstag bittet Trainer Bengt-Ake Gustafsson seine Profis zum Training, danach erwartet die Ice Tigers wegen des Olympia-Qualifikationsturniers in Bietigheim ein freies Wochenende, ehe es in den Endspurt um die besten Plätze in der DEL-Tabelle geht.

Straubing: Bacashihua – Lewis, Brückner; Elfring, Kramer; Osterloh, Dotzler – Röthke, Meunier, Stewart; Hussey, Beechey, Germyn; Schönberger, Whitecotton, Endraß; Ortolf, Hundhammer, Brandt / Nürnberg: Weiman – Pollock, Borer; Leask, Nowak; Butenschön, Festerling – Reimer, Stastny, James; Ehliz, Chouinard, Frosch; Reinprecht, Jaspers, Bayda; Aab, Weiß, Rupprich / SR: Brill/Vogl (Bad Wörishofen/München) / Zuschauer: 5476 / Strafminuten: Straubing 4 – Nürnberg 14 (Leask, Festerling je 4, Aab, Pollock, Bankstrafe je 2) plus 10 Disziplinar (Leask) / Tore: 0:1 (7:09) Bayda (Reinprecht), 0:2 (10:03) Jaspers (Festerling/Reinprecht), 0:3 (11:58) James (Stastny/Nowak), 0:4 (21:49) Pollock, 1:4 (25:29) Röthke (5-3).

Die Kölner Haie angelten sich Marco Sturm

Die Kölner Haie haben vor Transferschluss einen Coup gelandet und den deutschen NHL-Spieler Marco Sturm (zuletzt Florida Panthers) unter Vertrag genommen. Der 34-jährige Angreifer, der 1006 Spiele in der nordamerikanischen Profiliga bestritt, zuletzt aber keinen neuen Vertrag erhielt, wird ab Mitte Februar den DEL-Spitzenreiter verstärken. Sturm stand für das deutsche Nationalteam bei vier WM-Turnieren, drei Olympischen Spielen und dem World Cup of Hockey 2004 auf dem Eis. Insgesamt bestritt er 54 Länderspiele. 

jenn/R.H.


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Kurzbeschreibung:
Die Nürnberg Ice Tigers sind ein Verein in der Deutschen Eishockey Liga DEL; seit Mai 2009 firmiert die Mannschaft unter dem Namen Thomas Sabo Ice Tigers. Hervorgegangen ist das Profiteam aus dem EHC 80 Nürnberg, der seit 2009 auch wieder als Stammverein fungiert. Heimspielstätte ist seit 2001 die Arena Nürnberger Versicherung.
Die größten Erfolge waren bislang die erreichten Meisterschafts-Finalserien in den Jahren 1999 und 2007, in denen die Nürnberger jeweils an den Adler Mannheim scheiterten.
Nach der enttäuschend verlaufenen Saison 2011/2012, die die Tigers nur auf dem vorletzten Platz abschlossen, wollte die Mannschaft unter Trainer Jeff Tomlinson in dieser Saison wieder vorne angreifen, was bis in den Winter hinein jedoch misslang. Bengt-Ake Gustafsson sollte Nürnbergs Kufencracks als neuer Coach nun zurück in die Erfolgsspur bringen. Leider misslang dieses Vorhaben, die Ice Tigers scheiterten bereits in den Pre-Playoffs und Thomas Sabo hatte genug gesehen: Sportdirektor Lorenz Funk und Gustafsson mussten ihren Hut nehmen, am Kurt-Leucht-Weg standen die Zeichen auf Neuanfang.


Der Ice-Tigers-Kader in der Saison 2012/13

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