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Über den Rothsee nach Hawaii

Souveräne Triathlon-Siegerin mit hohen Zielen: - 26.06. 17:59 Uhr

HILPOLTSTEIN  - Der Generationenwechsel ist endgültig vollzogen, auch wenn Triathlon- Altmeister Thomas Hellriegel heuer etwas länger mithalten konnte: Beim Rothsee-Triathlon verteidigte der erst 22-jährige Andreas Dreitz vom ASC Kronach seinen Titel. Bei den Frauen gewann die Fürtherin Anja Ippach.


Strahlende Siegerin mit Sofie, dem Kind ihrer Schwester: Anja Ippach gewann den Rothsee-Triathlon.
Strahlende Siegerin mit Sofie, dem Kind ihrer Schwester: Anja Ippach gewann den Rothsee-Triathlon.
Foto: Patrick Icks
Strahlende Siegerin mit Sofie, dem Kind ihrer Schwester: Anja Ippach gewann den Rothsee-Triathlon.
Strahlende Siegerin mit Sofie, dem Kind ihrer Schwester: Anja Ippach gewann den Rothsee-Triathlon.
Foto: Patrick Icks

Thomas Hellriegel, der nach den 1,8km Schwimmen im Rothsee und dem 40km langen Radrundkurs als Erster in der zweiten Wechselzone ankam, ließ sich bereits nach rund zwei von zehn Kilometern auf der Laufstrecke von Andreas Dreitz überholen, wenige Kilometer vor dem Ziel dann auch noch von Clemens Coenen aus Hamburg. „Mir fehlt beim Laufen gegenüber den Jüngeren einfach die Spritzigkeit“, sagte Hellriegel, der erste deutsche Hawaii-Sieger aus dem Jahr 1997. „Es macht mir aber noch ziemlich viel Spaß, dass ich die anderen beim Radfahren durchmischen kann.“ „Hell on wheel“, die Hölle auf Rädern, wird Hellriegel deshalb genannt. Vor zwei Jahren war er noch als Erster ins Ziel gekommen, Dreitz war Dritter geworden. Gestern war es genau umgekehrt.

Trotzdem gab sich der Sieger im Ziel selbstkritisch: „Auf dem Rad habe ich mich sehr schwer getan.“ Das Rennen in der 2.Bundesliga Süd vom Vortag habe ihm noch in den Knochen gesteckt. Die Organisatoren haben neben dem Sonntags-Wettkampf über die olympische Kurzdistanz das ganze Wochenende zu einem Triathlon-Festival ausgebaut, genau zwei Wochen vor dem zehnten Challenge Roth am 10.Juli. Lokalmatador Bernd Eichhorn sagte wegen des Rennens am Samstag sogar seinen Start gestern kurzfristig ab.

Andreas Dreitz riss sich auf der Laufstrecke wieder zusammen, nachdem er beim Schwimmen bereits mit der Führungsgruppe aus dem See gekommen war. „Auf der Laufstrecke gings richtig gut“, sagte er. Die Führung, die er kurz nach der Wechselzone übernommen hatte, gab er nicht mehr ab: „Ich konnte relativ beruhigt weiterlaufen.“ Clemens Coenen, der spätere Zweite, hatte sich kurzfristig noch für das Rennen angemeldet: „Ich bin seit Donnerstag im Landkreis und wollte meine Form für den Challenge Roth überprüfen.“ Den zweiten Platz nahm er gerne mit: „Mein Fokus liegt aber auf der Langdistanz.“


Bilderstrecke zum Thema
Am Wochenende starteten die Sportler wieder zum Rothsee-Triathlon. Unser Fotograf Patrick Icks hat einige Eindrücke von dem Sportereignis festgehalten.

Wie auch bei Anja Ippach, der Siegerin bei den Frauen. Die 26-jährige Fürtherin nimmt in diesem Jahr noch an den Ironmen in zwei Wochen in Zürich und im September in Wales teil. „Mein großes Ziel ist Hawaii im Jahr 2012.“ Deshalb hat sie heuer auch nicht für den Challenge Roth gemeldet. Nachdem Ippach ihr Studium der Betriebswirtschaftslehre an der ReWi in Nürnberg abgeschlossen hat, nimmt sie für ihren Sport auch eine zweijährige Auszeit in ihrer Firma, einem Unternehmen für Sporternährung, das sie gemeinsam mit ihrem Freund aufgebaut hat: „Ich will mich ganz auf den Triathlon konzentrieren.“ Am Rothsee gelang ihr dies eindrucksvoll: Schon beim Wechsel vom Rad zum Laufen hatte sie vier Minuten Vorsprung – und war uneinholbar.

Rothsee-Triathlon (1,5/40/10): 1. Dreitz (Kronach) 1:55:59, 2. Coenen (Hamburg) 1:57:04, 3. Hellriegel (Thalmässing) 1:57:20.

Frauen: 1. Ippach (Fürth) 2:04:31, 2. Möller (Erlangen) 2:10:27, 3. Matthes (Roth) 2:11:39.

Die Ergebnisliste ist unter www.rothsee-triathlon.de zu finden.  



Markus Kaiser

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