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Akribische Vorgehensweise bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit, die dem ehemaligen Stürmer durchaus Spaß macht. „Es ist schön, wieder mit Spieler arbeiten und sie auf den richtigen Weg bringen zu können“, sagt er.
Es ist für ihn nach der Entlassung vor über einem Jahr bei Holstein Kiel ein Neuanfang. Was folgen soll, ist klar: Wück, gebürtiger Unterfranke, möchte möglichst bald wieder bei einem Verein auf der Bank sitzen. Die Bescheidenheit, die ihn früher als Spieler – seine Laufbahn startete er beim 1. FC Nürnberg – auszeichnete, ist geblieben. „Ich stelle keine Ansprüche“, betont er, „sondern bin nach allen Richtungen offen.“
Es könne durchaus auch ein Regionalligist sein, bei dem mit jungen Leuten und wenigen Mitteln viel zu erreichen sei. Dass Wück dazu in der Lage ist, hat er bei RW Ahlen bewiesen: Er hat mit den Westfalen den Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft, wurde aber später nach einigen verlorenen Spielen entlassen. Der 14-fache „U21“-Nationalspieler kann sich durchaus auch einen Job als Co-Trainer vorstellen, „denn in meinem Alter sollte man dazulernen und sich weiterentwickeln“.
Wenn Wück, der mit seiner Ehefrau und den beiden Töchtern seit Jahren in Bielefeld lebt, an seine Aktivenzeit beim Club zurückdenkt, überwiegen eindeutig die positiven Aspekte. „Hier habe ich als Profi meine schönste Zeit erlebt“, schwärmt er. Nie vergessen könne er den 3:1-Sieg beim FC Bayern München in der Saison 1991/92. Und weiter: „Wir hatten damals eine tolle Truppe mit Dieter Eckstein, Hans Dorfner und Sergio Zarate.“
Stattlich war in den vier Jahren am Valznerweiher die Zahl der Trainer. An einen aber denkt er ganz besonders zurück: Willi Entenmann. „Er war ein großartiger Fachmann und hat mich gefördert“, schwärmt er von dem Schwaben, der 1993 nach einem 2:0-Heimsieg gegen Bayern München vom damaligen Präsidenten Gerhard Voack gefeuert wurde. Wück lernte also auch das zweite Gesicht des Traditionsvereins kennen. „Es gab sehr turbulente Zeiten“, umschreibt er das Geschehen vorsichtig. Er selbst wäre fast das Opfer der undurchsichtigen Personalpolitik am Valznerweiher geworden, doch der Verkauf in einer Nacht- und Nebelaktion zu Borussia Dortmund scheiterte am Veto von Trainer Entenmann.
In der vergangenen Saison hat Wück den Club dreimal unter die Lupe genommen und zeigte sich beeindruckt. Als Vater des Erfolges hat er Dieter Hecking ausfindig gemacht: „Er ist ein sehr guter Trainer und hat die Mannschaft taktisch enorm weit gebracht.“ Der sechste Platz sei eine große Überraschung gewesen. Was traut Wück den Nürnbergern in der Spielzeit 2011/12 zu? „Es kommt darauf an, dass die Abgänge gut verkraftet werden“, meint er, „und die jungen Leute so wie im letzten Jahr gut einschlagen.“ Morgen kann er sich beim Gastspiel des Clubs in seiner Wahlheimat Bielefeld selbst ein Bild machen.

Do. 24.05.12
Do. 24.05.12
Mi. 23.05.12
Di. 22.05.12
Di. 22.05.12