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Schließlich galt es eine frohe Kunde weiterzutragen: Bei der jüngsten Zertifizierung durch DFL und DFB hat das NLZ der SpVgg Greuther Fürth mit drei Sternen die höchstmögliche Stufe erreicht und damit das angestrebte Ziel erreicht, sich um eine Stufe zu verbessern.
„Das Nachwuchs-Leistungszentrum ist die Basis für das, was wir gerade ernten“, meinte Hack mit Blick auf die Profimannschaft und fasste das Vereins-Credo so in Worte: „Wir haben den Anspruch, Gutes noch besser zu machen und den höchsten Stand der Ausbildung zu haben, der möglich ist.“
Und er konnte sich den Hinweis nicht verkneifen, dass das „Kleeblatt“ deutschlandweit in Relation zu den zur Verfügung stehenden Mitteln und Möglichkeiten den größten Aufwand in der Nachwuchsarbeit betreibe. Etwa 1,5 Millionen Euro steckt der Verein alljährlich in diesen Bereich, „jeden fünften Euro unseres Etats“, wie es Vizepräsident und NLZ-Leiter Günter Gerling formulierte.
Wie viele Sterne welcher Klub für sein NLZ erhält, wird von der DFL nicht publiziert. Doch nach Einschätzung der beiden Fürther Bosse dürfte etwa ein Dutzend der 40 Vereine der drei deutschen Profi-Ligen bei der mittlerweile dritten Zertifizierung mit nochmals angehobenen Qualitätsanforderungen mit drei Sternen ausgezeichnet worden sein.
Darunter auch der Nachbar 1.FC Nürnberg und als wohl einziger Zweitliga-Verein neben den Fürthern der TSV 1860 München. Dabei lohnt sich die aufwändige Zertifizierung durchaus: Immerhin sind die drei Sterne laut Hack „grob über den Daumen“ etwa 350000 Euro Zuwendungen via DFL aus dem Solidaritätsfonds der Uefa wert. Was laut Hack rund 100000 Euro mehr sind, als die bisherigen beiden Sterne im vergangenen Jahr beschert hatten.
Neben der fußballerischen Ausbildungen spielen laut Gerling in Fürth auch künftig die Persönlichkeitsbildung der Nachwuchsspieler und die Nachhaltigkeit der Arbeit eine wesentliche Rolle. Dabei werde jeder Spieler individuell und intensiv bei schulischer oder beruflicher Ausbildung begleitet. Als jüngster Pluspunktesammler in Sachen Attraktivität sei die eigene Halle hinzugekommen, in der die Nachwuchsakteure ebenso wie die Profis bei einer Witterung wie in den letzten Wochen auf Kunstrasen trainieren können.
Mit solchen Argumenten könne das „Kleeblatt“ den Wettbewerbsnachteil im Kampf um Talente angehen, mit dem es aus eigener Sicht zu kämpfen hat. Niemand bei der Spielvereinigung wolle jammern, betonte Gerling, aber es sei einfach Fakt, dass der Club einen Sympathievorsprung in der Region genieße und zudem mit der Bertolt-Brecht-Schule als Eliteschule des Fußballs punkten könne.
Stolz zeigten sich der NLZ-Leiter darauf, dass für die Arbeit der Trainer mit Hilfe eines eigenen Intranets Anleitungen und Erleichterungen geschaffen worden seien, die auch bei der Zertifizierung explizit Anerkennung gefunden hätten. So ist für jede einzelne Mannschaftsposition entsprechend der jeweiligen Altersstufe bis zur „U7“ ein durchgängiges und sehr konkret gefasstes Stellenprofil erarbeitet worden. Klare taktische, technische, konditionelle und psychologische Anforderungen seien dafür ausgearbeitet worden, erklärte der Sportliche Leiter des NLZ, Mario Himsl.
Daraus ergäben sich die Vorgaben für die Arbeit der Trainer inklusive klar definierter Lernziele. „Ich weiß von keinem Verein, der das so detailliert macht“, sagte Himsl, der auch die „U19“ trainiert und neben Konrad Fünfstück („U23“) einziger hauptamtlicher Nachwuchscoach im Fürther NLZ ist. Weshalb Hack das Engagement der nebenamtlich tätigen Trainer ausdrücklich würdigte, die sich gerade auch während der Zertifizierung mächtig ins Zeug gelegt hätten.
Do. 24.05.12
Di. 22.05.12
Di. 22.05.12
Di. 22.05.12
Mo. 21.05.12
Mi. 23.05.12
Di. 22.05.12
Mo. 21.05.12