|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Im Nürnberger Tiergarten springen die Eichhörnchen frei herum, wie der stellvertretende Direktor Helmut Mägdefrau berichtet. Vor zehn Jahren gab es etwa zehn Prozent schwarz gefärbte Tiere und der Rest gehörte zu der bekannten rotfelligen Spezies. Inzwischen sei das Verhältnis eins zu eins. Doch der erfahrene Biologe kann nicht erklären, woran das liegt.
Manchmal passten sich die Tiere ihrer Umgebung an wie die Nonnenspinner. Diese reagierten auf die zunehmende Umweltverschmutzung in England und anderswo so, dass die ursprünglich weiße Variante kaum noch zu finden war, sondern nur noch eine schwarze. Ob das auch eine Erklärung für die Veränderung bei den Eichhörnchen sein könnte, weiß er allerdings nicht mit Bestimmtheit zu sagen.
Bei den Eichhörnchen seien die beiden Färbungen Rot und Schwarz durchaus für die Gegend üblich, erklärt Expertin Grabmann. Beide Varianten könnten in einem Wurf auftreten. Eine für die hier heimischen Eichhörnchen gefährliche Entwicklung wäre die weitere Ausbreitung der Grauhörnchen. Diese seien bereits in England und Italien sehr häufig. Sie sind größer als die roten und schwarzen Artgenossen und verhalten sich innerhalb des Familienverbands auch so kooperativ, dass ihre Überlebenschancen deutlich höher seien, weiß die Fachfrau. In den beiden genannten Ländern verdrängen sie zunehmend die angestammte Art.
Allerdings benötigen die Grauhörnchen, die ursprünglich in Amerika beheimatet sind, Mischwälder, um genügend Nahrung zu finden. Deswegen bilden die in Deutschland weit verbreiteten Nadelwälder eine natürliche Schutzzone gegen eine weitere Ausbreitung. „Bisher ist in Deutschland noch kein Grauhörnchen nachgewiesen worden“, berichtet Grabmann. Sie schätzt, dass es noch etwa 30 Jahre dauern könnte, bis die Entwicklung in Deutschland ähnlich verläuft wie in Großbritannien.
Was die Nahrungssuche anbelangt, stellen sich die heimischen Eichhörnchen durchaus geschickt an. Das bestätigt auch Mädgefrau. „Wir haben immer wieder an unseren Abfalleimern herumgebastelt, damit sich die Wildtiere nicht daraus bedienen können“, berichtet er.
Allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Sobald Besucher den Deckel abheben und nebendran hinlegen, ergreifen Eichhörnchen und andere Tiere die Gelegenheit, nach Essbarem zu suchen. Einmal beobachtete Mägdefrau, wie sich ein Eichhörnchen ein Eis schnappte, das einem Kind aus der Hand gefallen war. Das Tier habe den Leckerbissen, ein Cornetto Nuss, komplett verspeist.
Eigentlich sollte man Eichhörnchen nicht füttern. Aber, wenn sie sich in der Natur bedienen, gefällt es auch nicht jedem Menschen. Denn die flinken Tiere rauben gerne Nester aus und machen dabei keinen Unterschied, ob es sich um eine weit verbreitete Vogelart handelt oder um seltene Singvögel.
Selber müssen Eichhörnchen kaum noch natürliche Feinde fürchten. Greifvögel wie Habichte jagen sie. Aber auf dem Land sind die Tiere ohnehin wesentlich scheuer als in der Stadt. Wenn der Eichhörnchen-Notruf helfen soll, handelt es sich meistens um Jungtiere, die aus dem Nest gefallen sind. Sie werden — soweit es möglich ist — wieder aufgepäppelt. Meist bekommen die Jungtiere Nüsse. So freut sich der Notruf über Nussspenden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Walnüsse oder Haselnüsse handelt. Wenn das Tier wieder kräftig genug ist, wird es freigelassen.
Eichhörnchen-Notruf unter 0176/32520009 oder via Internet: eichhoernchen-notruf.com
