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Kann Michelle Obama Jacky Kennedy das Wasser reichen?

Seit Wochen beschäftigen sich US-Medien mit dem Stil von Michelle Obama - 21.01.2013 11:45 Uhr

Washington  - Eines der Lieblingsthemen der amerikanischen Medien ist zur Zeit die Frage, welches Kleid Michelle Obama trägt, wenn ihr Mann heute zum zweiten Mal als Präsident der Vereinigten Staaten in sein Amt eingeführt wird. Immerhin präsentierte sich die 49-Jährige bereits mit einer neuen Frisur. Sie trägt nun Pony.

Der Stil von Jackie Kennedy steht noch heute für das Nonplusultra der eleganten Damenmode. In den 60er Jahren war sie für viele Frauen ein Vorbild. Michelle Obama wird wegen ihrer Stilsicherheit oft mit ihr verglichen.
Der Stil von Jackie Kennedy steht noch heute für das Nonplusultra der eleganten Damenmode. In den 60er Jahren war sie für viele Frauen ein Vorbild. Michelle Obama wird wegen ihrer Stilsicherheit oft mit ihr verglichen.
Foto: AFP
Der Stil von Jackie Kennedy steht noch heute für das Nonplusultra der eleganten Damenmode. In den 60er Jahren war sie für viele Frauen ein Vorbild. Michelle Obama wird wegen ihrer Stilsicherheit oft mit ihr verglichen.
Der Stil von Jackie Kennedy steht noch heute für das Nonplusultra der eleganten Damenmode. In den 60er Jahren war sie für viele Frauen ein Vorbild. Michelle Obama wird wegen ihrer Stilsicherheit oft mit ihr verglichen.
Foto: AFP

Eines der Lieblingsthemen der amerikanischen Medien ist zur Zeit die Frage, welches Kleid Michelle Obama trägt, wenn ihr Mann heute zum zweiten Mal als Präsident der Vereinigten Staaten in sein Amt eingeführt wird. Immerhin präsentierte sich die 49-Jährige bereits mit einer neuen Frisur. Sie trägt nun Pony. Die Inauguration Ceremony ist ein bewegendes Ereignis, das allein in Washington mit acht Bällen gefeiert wird.

Erst vor kurzem hat Barack Obama allerdings erklärt, dass er nur zwei davon besuchen wird. So wenige hat kein Präsident vor ihm seit 60 Jahren besucht, sagt Leyla Ones, Konsulin für öffentliche Angelegenheiten im amerikanischen Konsulat in München. Die Beschränkung auf nur zwei Auftritte an seinem Ehrentag hat einen finanziellen Hintergrund. Denn dadurch sollen die Ausgaben für den persönlichen Schutz des Präsidentenpaares beschränkt werden. Immerhin wird in den USA nicht nur über das Kleid der First Lady diskutiert, sondern auch über einen Staatshaushalt, der erst in letzter Minute vom Parlament genehmigt wurde.


Hillary Clinton ist eher für ihren scharfen Verstand als für ihren Modegeschmack bekannt.
Hillary Clinton ist eher für ihren scharfen Verstand als für ihren Modegeschmack bekannt.
Foto: afp
Hillary Clinton ist eher für ihren scharfen Verstand als für ihren Modegeschmack bekannt.
Hillary Clinton ist eher für ihren scharfen Verstand als für ihren Modegeschmack bekannt.
Foto: afp

Das wird aller Voraussicht nach aber keinen Einfluss auf das Erscheinungsbild von Michelle Obama haben. Immerhin gelten die Frauen an der Seite des mächtigsten Mannes der USA seit Anbeginn als Stilikonen, Bereits die Gattin von Abraham Lincoln, dem 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten, wurde ein exotischer Geschmack bei ihrer Kleidung attestiert. Ihr wurde häufig nachgesagt, dass sie „overdressed“ gewesen sei. Schließlich hatte sie einen ausgeprägten Hang zu teuren Stücken.


Nancy Reagan war sehr zierlich und hat an der Seite ihres Mannes Ronald oft eine gute Figur gemacht.
Nancy Reagan war sehr zierlich und hat an der Seite ihres Mannes Ronald oft eine gute Figur gemacht.
Foto: afp
Nancy Reagan war sehr zierlich und hat an der Seite ihres Mannes Ronald oft eine gute Figur gemacht.
Nancy Reagan war sehr zierlich und hat an der Seite ihres Mannes Ronald oft eine gute Figur gemacht.
Foto: afp

In der langen Reihe von First Ladies in den USA hat zweifellos Jackie Kennedy einen Ehrenplatz, was ihr Modebewusstsein betrifft. Ihre Eleganz und ihre eigener Stil, der durch cremefarbene Ensemble hervorstach, sind legendär und sichern ihr noch heute den Ruf einer Modequeen. Eine Perlenkette gehört ebenso zu ihrem Erkennungszeichen wie ihre Hüte. Einige ihrer Kleider, die sie an der Seite von John F.Kennedy trug, bereichern den Fundus des National Museum of American History. Hier befindet sich eine Sammlung von Kleidern der Präsidentenfrauen. Seit 1912 ist es Brauch, dass die jeweilige First Lady etwas dazu beiträgt.

Auch das weiße Abendkleid, das Michelle Obama am Abend der ersten Inauguration-Feier trug, ist hier zu bestaunen. Es handelte sich um eine Creation des damals erst 26 Jahre alten New Yorker Designers Jason Wu. Seit Obama ins Weiße Haus eingezogen ist, wählt seine Frau mit noch größerer Sorgfalt ihre Garderobe. Während Nancy Reagan die Stücke von lediglich drei Designern trug, wie Ones berichtet, hat Michelle Obama allein 2010 die Kreationen von 50 verschiedenen Modelabels getragen.


Für sie ist dies auch ein politisches Statement. Deshalb bevorzugt sie Modemacher mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund. Damit solle die Vielfalt Amerikas gezeigt werden, meint Ones. Ikram-Fashion, die Lieblingsboutique von Michelle Obama, liegt übrigens in Chicago. Hier finden sich Labels aus Europa, Amerika und anderen Ländern der Welt. Michelle Obamas Stil ist elegant und trotzdem modisch reizvoll. Damit hebt sie sich beispielsweise von Vorgängerin Laura Bush ab, die eher konservative Hosenanzüge bevorzugte.

Für Amerikas Frauen ist die First Lady ein großes Vorbild, sagt die Konsulin Ones. Die Botschaft „Be yourself“, die von Michelle Obama propagiert wird, verleihe ihnen mehr Selbstbewusstsein. Die kräftigen, aber wohlgeformten Oberarme, die in den schulterfreien Kleider häufig gezeigt werden, demonstrierten diese innere Unabhängigkeit und Stärke. Das komme bei vielen Amerikanerinnen sehr gut an, erklärt Ones.


Ganz frisch mit Pony: Michelle Obama. Ihr farbiger Kleidungsstil wird von vielen Amerikanerinnen kopiert.
Ganz frisch mit Pony: Michelle Obama. Ihr farbiger Kleidungsstil wird von vielen Amerikanerinnen kopiert.
Foto: ap
Ganz frisch mit Pony: Michelle Obama. Ihr farbiger Kleidungsstil wird von vielen Amerikanerinnen kopiert.
Ganz frisch mit Pony: Michelle Obama. Ihr farbiger Kleidungsstil wird von vielen Amerikanerinnen kopiert.
Foto: ap

Neben dem Einfluss auf die Mode und auf die Rolle der Frau habe die First Lady einige weitere wichtige Trends gesetzt. Die Aktion „Let’s move“, die übergewichtige Kinder den Spaß an Bewegung vermittelt, gehört ebenso dazu wie die Gemüsebeete im Weißen Haus.

Die Frage, wie viel Einfluss eine First Lady auf die Politik ihres Mannes nimmt, beschäftigt die Nation seit der Wahl von Georg Washington zum ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten. Sie ist bis heute nicht endgültig geklärt, zumal die First Ladies immer besser ausgebildet sind, wie man auch an Hillary Clinton sieht. Die Frage, welches Kleid Michelle Obama heute tragen wird, ist bald beantwortet.
  

Petra Nossek-Bock


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