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Er war Pressezeichner einer SS-Divison. Für etwas anderes war der österreichische Künstler wohl auch im Krieg nicht zu gebrauchen. Seine Fresken in Salzburg haben die Nazis abgeschlagen; bei Kriegsbeginn wurde er zwangseingezogen.
Die Gräuel, die Toten, die Zerstörungen – er musste alles "verarbeiten“. Das hat ihn zu einem einsamen Menschen werden lassen. Nach dem Krieg kam er nach Eichstätt. Dort hat er ein Atelier gemietet und wie ein Berserker zu arbeiten begonnen. Nicht mehr als Maler, sondern als „Steinkünstler“, der mit einer bestimmten Gusstechnik Skulpturen aus Zement, Granitsplittern und Basaltbrocken formte, die ein Seitental der Altmühl oberhalb von Eichstätt zu einem verstörenden Schlachtfeld werden lassen.
Das Gesamtkunstwerk Wünsche-Mittereckers, der 1975 mit 72 Jahren starb, steht mittlerweile unter Denkmalschutz. Die unheimlich und verstörend wirkenden 78 Figuren sollen, so wollte es der Künstler, ein Mahnmal für die Lebenden sein.
