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Areva ist auf gutem Wege

Allerdings: Stellenabbau in Erlangen - 05.08.2012 07:00 Uhr

Areva: 1200 Arbeitsplätze sollen bundesweit gestrichen werden, aucb Erlangen ist betroffen.

Areva: 1200 Arbeitsplätze sollen bundesweit gestrichen werden, aucb Erlangen ist betroffen. © Hagen Gerullis


Schon damals sah die Gesamtbetriebsratsvorsitzende Heidi Heinlein mit Blick auf die gute Auftragslage Chancen, den Stellenabbau ohne betriebsbedingte Kündigungen über die Bühne zu bringen (die NZ berichtete).

1200 Arbeitsplätze sollen bundesweit gestrichen werden

Knapp ein Jahr später bestätigt sich diese Einschätzung: Ein „gut ausgestatteter“ Interessenausgleich wurde nach Angaben des Betriebsrats nun verabschiedet. Die vom Management vorgegebene Abbau-Zahl liegt zudem am unteren Ende der im Herbst 2011 genannten Spanne: Nicht 1500 sondern 1200 Stellen sollen binnen vier Jahren bundesweit eingespart werden. Dies bestätigte das Unternehmen jetzt. An welchen Standorten wieviele Stellen wegfallen werden, ist allerdings noch immer unklar. Neben der Zentrale in Erlangen ist die Areva GmbH in Offenbach und Karlstein bei Aschaffenburg aktiv. Insgesamt wurden in Deutschland zuletzt rund 4500 Mitarbeiter beschäftigt.

Es sei nach wie vor geplant, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten, versicherte ein Unternehemnssprecher. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen befristete Arbeitsverträge nicht verlängert werden, die Leiharbeit werde zurückgefahren und frei werdende Stellen werden nicht mehr besetzt. Auf diese Weise hat sich der Personalstand am Hauptsitz der Areva NP GmbH seit Juni 2011 um rund 150 reduziert. „Freiwillig und ohne jeden Druck“, wie es in Erlangen heißt. Dort sind jetzt noch etwa 3500 Mitarbeitern beschäftigt.

Viele der Ausscheidenden wechselten zu Schwesterfirmen, die in anderen Bereichen tätig sind, etwa auf dem Feld der erneuerbaren Energien. Auch ein weiteres zukunftsträchtiges Arbeitsgebiet sollen die Erlanger demnächst zentral im internationalen Konzerngeflecht wahrnehmen: Den Rückbau von nicht mehr benötigten Atomkraftwerken. 

wa

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