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Es rollt und rollt und rollt – das Bobby-Car

Der Rutschflitzer fährt seit vier Jahrzehnten durch die Welt - 27.01.2012 17:48 Uhr

Das Bobby-Car zeigt auch nach 40 Jahren keinerlei Alterserscheinungen. An seiner Beliebtheit hat sich wenig geändert. Mehr als 17 Millionen Exemplare wurden seit 1972 produziert.

Das Bobby-Car zeigt auch nach 40 Jahren keinerlei Alterserscheinungen. An seiner Beliebtheit hat sich wenig geändert. Mehr als 17 Millionen Exemplare wurden seit 1972 produziert. © dapd


Gut – vier Millionen Mal müsste sich der Frankenflitzer dann noch verkaufen. Hört sich viel an, doch in den vergangenen vier Jahrzehnten hat er es zusammen schon auf mehr als 17 Millionen Verkäufe gebracht. Und ein Großteil der ausgelieferten Fahrzeuge dürften noch immer auf der Straße – pardon auf den Gehwegen und Spielplätzen sein. Denn der Rutscher gilt als äußerst langlebig.

Und noch heute erreicht das Bobby-Car die Anforderungen, die an ein modernes Auto gestellt werden: Es ist mit 3,6 Kilogramm sehr leicht und dennoch stabil, besteht aus lediglich 30 Einzelteilen und die Unfallstatistik weist es als äußerst sicher aus. Vor allem aber produziert es beim Fahren keinerlei Schadstoffe. Es hat nur einen Nachteil, den vor allem Menschen kennen, die in einer kinderreichen Nachbarschaft im Erdgeschoss wohnen: Die Lärmemissionen sind in der Grundversion relativ hoch. Doch auch dafür gibt es Abhilfe. In der Zubehörliste finden sich seit einigen Jahren auch Flüsterreifen.

Und diese Zubehörliste wächst auch in diesem Jahr: Die Fürther Simba-Dickie-Gruppe, die den Produzent Big nach dem Tod von Firmengründer Ernst Bettag 2004 übernommen hat, geht mit der Zeit: Ein Multifunktionslenkrad für 19,90 Euro liefert auf Knopfdruck ein Anlassergeräusch, Blinker und Warnblinkanlage sorgen für Sicherheit und beim Druck auf die Telefon-Freisprechtaste ertönt das Freizeichen.

Das Lenkrad passt natürlich auch auf das Bobby-Car-Jubiläumsmodell, das in Oberhaslach in klassischem Rot vom Band läuft – mit Schubstange für die Eltern und Rucksack für rund 40 Euro. Eine Variante mehr in der etwa 100 Modelle umfassenden Bobby-Car-Familie, die über die Jahre entstanden ist.

Und noch ein Jubiläum gibt es in diesem Jahr: Die Marke Schuco – mittlerweile ebenfalls unter dem Dach von Simba-Dickie – wird 100. Wer das Jubiläumsmodell von Schuco kaufen will, muss allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen: Der Mercedes-Benz Silberpfeil aus dem Jahr 1936 als Blechmodell im Maßstab 1:8 kostet um die 1500 Euro. Als Sammlermodell gibt es nur 100 Exemplare. wer es günstiger haben will, muss auf die Schuco-Piccolo-Modelle zurückgreifen.

Für die bereits etwas größeren Kinder ist auch das ferngesteuerte Modell des Porsche-Traktors mit Anhänger gedacht. Bei den jüngeren dürfte dagegen der Spiderman-Renner der Simba-Dickie-Marke Majorette oder der ferngesteuerte Helikopter der Marke Carson besser ankommen. Müssen die Maschinen mal in Reparatur gibt es die Werkstattausstattung von Black & Decker im Kleinformat – inklusive Kettensäge.

Wer nach typischem Mädchenspielzeug sucht, wird bei den Fürthern natürlich auch fündig: Die Barbie-Konkurrentin Steffi Love war nicht nur beim Schönheitschirurgen, sie hat sich gleich auch noch Gelenke verpassen lassen.

Wer dafür und auch für das Bobby-Car noch zu klein ist, kann trotzdem spielen und rutschen: Die Marke Smoby bietet Rutschfahrzeuge für innen an – Kunststoffkühe und -bären auf Bürostuhlrollen. 

Von Josef Hofmann

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