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Das Geld will die Schaeffler-Holding – dahinter steht die Familie – nutzen, um die Schuldenlast zu reduzieren, teilte Schaeffler gestern nach Börsenschluss mit. Exakte Zahlen zur Höhe der Schulden der Holding gibt das Unternehmen nicht heraus, doch sie dürften bei knapp fünf Milliarden Euro liegen. Die Verschuldung der Schaeffler AG, in der das operative Geschäft gebündelt ist, wird der Verkauf nicht reduzieren. Sie liegen nach letzten Angaben bei etwa sieben Milliarden Euro. Das Aktienpaket, das jetzt zum Verkauf steht, war bei den Banken geparkt worden, nachdem in einer Investorenvereinbarung festgelegt worden war, dass Schaeffler an Conti direkt nur 49,9 Prozent halten darf. Ausgehandelt hatte die Vereinbarung während des mit harten Bandagen geführten Übernahmekampfes Altbundeskanzler Gerhard Schröder.
Die Aktien sollen nun kurzfristig an internationale Investoren verkauft werden, hieß es in einer Mitteilung. Der Zeitpunkt für die Aktion ist wohl gewählt. Die Continental-Aktie gehört seit gestern wieder zum erlauchten Kreis der 30 Aktien im Deutschen Aktienindex Dax. Dadurch steht das Papier deutlich stärker im internationalen Fokus. Zudem hat sich die Aktie zuletzt hervorragend entwickelt. In den letzten zwölf Monaten hat sich der Conti-Kurs von knapp über 40 Euro auf mehr als 80 Euro fast verdoppelt. „Wir haben die gute Entwicklung im Zuge des Dax-Eintritts genutzt, um die Schaeffler Holding zu entlasten“, erklärte Schaeffler-Finanzvorstand Klaus Rosenfeld gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. In den Büchern waren die Aktien zuletzt deutlich niedriger bewertet.
Positiver Nebeneffekt der Entscheidung laut Schaeffler: „Die Transaktion erhöht den Streubesitz und die Liquidität der Continental-Aktien und vereinfacht die Aktionärsstruktur.“ Wie es weiter hieß, hat sich die „Familie Schaeffler verpflichtet, im Rahmen einer marktüblichen Halteperiode die Beteiligung an der Continental AG in den nächsten sechs Monaten nicht weiter zu verringern“. Das schließt aber nicht aus, dass weitere Aktien vor Abschluss dieser Periode auf den Markt gelangen. denn ein Teil der Papiere liegt bei der Schaeffler AG. Um Conti zu beherrschen, reichen Schaeffler knapp 50 Prozent. Derzeit beträgt der Anteil nach Verkauf noch 60 Prozent.
Di. 11.06.13
Di. 21.05.13
Mi. 15.05.13
Mo. 22.04.13
Do. 21.03.13