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Schwan-Stabilo punktet mit Schönheit

Heroldsberger Stiftehersteller erzielt erstmals halbe Milliarde Euro Umsatz - 17.10.2012 21:45 Uhr

Die Schwan Holding erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2011/12 (30.Juni) 503 Millionen Euro Umsatz, einen Zuwachs von neun Prozent. Damit konnte die Gruppe die bemerkenswerte Umsatzsteigerung zum dritten Mal in Folge fortsetzen.

Die Schwan Holding erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2011/12 (30.Juni) 503 Millionen Euro Umsatz, einen Zuwachs von neun Prozent. Damit konnte die Gruppe die bemerkenswerte Umsatzsteigerung zum dritten Mal in Folge fortsetzen. © oh


Auch sonst haben die Geschäftsführer der Schwan Holding, neben Griebel Sebastian Schwanhäußer und Martin Reim, keinen Grund zur Klage: Die avisierte Zielmarke der halben Umsatzmilliarde hat der Gesamtkonzern souverän geknackt. Die Schwan Holding erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2011/12 (30.Juni) 503 Millionen Euro Umsatz, einen Zuwachs von neun Prozent. Damit konnte die Gruppe die bemerkenswerte Umsatzsteigerung zum dritten Mal in Folge fortsetzen.

Zum Vergleich: Im ausklingenden Krisenjahr 2008/09 hatte sich der Umsatz auf rund 370 Millionen Euro belaufen. Auch mit dem Ertrag, zu dem Schwan keine konkreten Angaben macht, ist man in Heroldsberg sehr zufrieden. „Die Ertragssteigerung lag noch über der Umsatzsteigerung“, verriet Schwanhäußer.

Wachstumstreiber war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder die Kosmetiksparte, in der sich Schwan ausschließlich als Zulieferer großer Kosmetikmarken bewegt. Die Sparte verzeichnete ein organisches Wachstum von zehn Prozent auf 266 Millionen Euro und war damit zu 53 Prozent am Gesamtumsatz der Gruppe beteiligt. „Man hätte uns sogar noch mehr abgekauft, wenn wir in der Lage gewesen wären, mehr zu produzieren“, räumte Griebel ein.

Nachdem zuletzt in Heroldsberg die Produktion im laufenden Betrieb aufwendig modernisiert wurde, baut Schwan derzeit an einem neuen Werk in Mexiko. „Das bildet auch ein bisschen unsere Markterwartungen ab“, erläuterte Griebel. Lateinamerika und Asien zählten im Kosmetikbereich zu den am stärksten wachsenden Märkten. Schwan sieht sich mit Produktionsstätten in aller Welt gut aufgestellt. Eine Umsatzsteigerung von fast 50 Prozent binnen drei Jahren spricht eine klare Sprache.

Umsatzstagnation bei den Schreibgeräten

Aber nicht nur bei den Kosmetikprodukten gibt es Jubilare: Die Schreibgerätemarke und der Teilkonzern Stabilo rücken 2012 mit einer Werbekampagne den klassischen, orange-weißen Tintenfeinschreiber Stabilo Point 88 in den Fokus. Ohne absolute Zahlen zu nennen, erklärte Schwanhäuser, dass sich die Schreibgerätesparte sowohl beim Marktanteil als auch beim Ertrag positiv entwickeln konnte.

Der Umsatz von rund 160 Millionen Euro stagnierte allerdings auf dem Niveau vom Vorjahr. „Der Preis steht momentan stark im Fokus“, erklärte Schwanhäußer und führte den Wettbewerbsdruck im deutschen Einzelhandel und die schlechte Konjunktur in Südeuropa als Hemmnisse an. Doch Dumpingpreis-Aktionen im Discounter werde es auch künftig nicht geben: „Wir setzen hier ganz klar auf Marge statt auf Marktanteil.“

Deutlich auf Wachstumskurs befindet sich das dritte und jüngste Standbein der Gruppe, der Outdoor-Bereich. Hier konnte ein Umsatzwachstum von 61 auf 78 Millionen Euro verzeichnet werden. Dieses Plus von fast 30 Prozent geht überwiegend auf die 2006 erworbene Marke Deuter zurück. Der Skitourenausstatter Ortovox, der im letzten Jahr gekauft wurde, konnte nach seinen Worten erfolgreich konsolidiert werden.

Mittelfristig erwartet Schwanhäuser ein Umsatzvolumen von rund 100 Millionen Euro im Outdoor-Bereich. Ansonsten ist man bei Schwan angesichts der Eurokrise mit Prognosen zurückhaltend – was sich aber nicht in mangelnder Investitionsbereitschaft widerspiegelt: Rund 50 Millionen sollen im neuen Geschäftsjahr investiert werden, unter anderem auch in Heroldsberg: Hier entsteht bis Ende 2014 der „Cube“, ein Gebäude, in dem Rechenzentrum, Büros und ein Shop Platz finden sollen. 

Sebastian Linstädt

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