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Warum die Aussteller dennoch nicht die Champagner-Korken knallen ließen, erklärte der Geschäftsführer des Deutschen Verbandes der Spielwaren-Industrie damit, dass die Branche um die Vergänglichkeit von Trends wisse und gerade kleine Händler trotz derzeit guter Umsätze nicht viel Geld verdienten.
Dennoch könne die Spielwarenbranche zufrieden sein: Seit vier Jahren verzeichne sie gegenüber anderen Konsumgüterbranchen überdurchschnittliche Zuwachsraten, selbst 2009 – dem Jahr der Bankenkrise. Dazu trage auch die Erkenntnis bei, dass spielen für die kindliche Entwicklung ebenso wichtig sei wie lernen. Schmids Prognose für das noch junge Jahr: „2012 wird das sagenhafte Jahr 2011 übertreffen – wenn auch nicht mit derart sagenhaften Zuwachsraten.“
Dem stimmt auch Willy Fischel, Geschäftsführer des Bundesverbandes des Spielwaren-Einzelhandels, zu. Der Markt 2011 wuchs um fünf Prozent auf eine Größe von 2,7 Milliarden Euro zu Endverbraucherpreisen. „2012 gibt es da noch einen Schnaps obendrauf.“ Und: „Es gibt Luft nach oben.“ Die Verzahnung zwischen stationärem Handel und Internet spiele dabei eine immer größere Rolle.
Und natürlich die Neuheiten, die auf der diesjährigen Spielwarenmesse reichlich zu sehen waren. An den insgesamt sechs Messetagen kamen rund 77500 Einkäufer und Händler aus 119 Ländern. Damit blieb die Spielwarenmesse e.G. hinter den erwarteten 80000 Besuchern zurück.
Messechef Ernst Kick zeigte sich dennoch sehr zufrieden. Er führte die geringere Zahl vor allem auf den um einen Tag vorgezogenen Messestart zurück. „Vielleicht hat auch das kalte Wetter einige Leute abgehalten“, so Kick. Das allerdings müsse die Auswertung erst noch zeigen. Fest steht hingegen schon heute, dass die wirtschaftliche Entwicklung in Griechenland, Spanien und Italien für weniger Besucher aus diesen Ländern gesorgt habe.
Die Zahl der Aussteller hingegen stieg in diesem Jahr um rund 100 auf knapp 2800. Dies sei jedoch nur möglich gewesen, weil der Platz frei gewordener Stände geteilt worden war. „Wir waren ausgebucht bis auf den letzten Quadratmeter“, sagte Kick.
Viele Firmen müssten sich mit einem Platz auf der Warteliste begnügen, Flächenerweiterungswünsche seien also durchaus vorhanden. „Aber wir sind nicht auf Zahlenrekordjagd. Wir wollen Aussteller, die qualitativ hochwertig sind. Und da haben wir die Grenze erreicht. Alles, was Rang und Namen hat, ist hier vertreten.“ Allein die US-Supermarktkette Wal Mart, die in den USA einen Marktanteil von 30 Prozent habe, reiste mit 20 Einkäufer nach Nürnberg.
Di. 07.02.12
Mo. 06.02.12
Mo. 06.02.12
Mo. 06.02.12
So. 05.02.12