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Neben einem Foto von getackerten Hähnchenschenkeln aus dem Test liest man den warnenden Hinweis, dass das menschliche Auge, vom Tacker beschossen, diese kleine Munition gar nicht wahrnehme: „Der Lidschlussreflex wird nicht ausgelöst.“ Übrigens hat das Do-it-yourself-Magazin diese Sicherheitsrisiken nur moderat in die „guten“ und „befriedigenden“ Ergebnisse einfließen lassen. Die Begründung ist wenig überzeugend: Es halte ja überhaupt kein Gerät die Sicherheitsvorgaben ein, erklärt die Redaktion.
Nicht ganz ungefährlich sind auch die Astsägen, die jetzt das Magazin „Landlust“ vergleichen ließ – allerdings nur von einem einzigen Baumpfleger. Und der legt sich nicht mal richtig fest: Manche seien nur was für Profis, andere nutzten sich schnell ab, einige eigneten sich nur für große Hände. Unterm Strich kann man herauslesen, dass die Wahl eines „Fugaku Edauchi“ (36 Euro) mit feststehendem Blatt und einer Klappsäge wie einer Felco 600 (27 Euro) empfehlenswert ist. Noten oder Gütesiegel vergibt „Landlust“ nicht – mangels Objektivität ist das auch gut so.
Auch der „Gute Rat“ verzichtet in seinem aktuellen Heft auf Noten für die verglichenen Auto-Digitalradios. Ob sich überhaupt jemand die Mühe gemacht hat, die fünf aufgelisteten DAB+Geräte auszuprobieren, bleibt unklar. Der Klang wird also überhaupt nicht einzeln erörtert, es heißt nur ganz allgemein: „Man kann mit einer stabilen Übertragung rechnen, deren Klang mit einer Compactdisc absolut Schritt hält.“ Es gibt aber bundesweit nur knapp 50 Sender, die die entsprechenden Signale ausstrahlen, in Bayern sind es 16, darunter die Programme des BR und Antenne Bayern. Die neuen Radios können aber natürlich auch UKW. Sony hat mit seinem CDX-DAB700 ein günstiges Modell im Angebot (159 Euro), das auch CDs und mp3 abspielt. Die Konkurrenz von JVC, Pioneer oder Kenwood verlangt aber schon das Doppelte oder mehr. Welche Geräte wirklich gut sind, lässt der „Gute Rat“ leider offen.
Fleißiger war da schon die Stiftung Warentest, die sich für ihren Februar-„test“ unter anderem Butter-Alternativen, Seniorenhandys und Staubsauger vorgeknöpft hat. Bei den Staubsaugern schneidet Vorwerks „Tiger“ am besten ab (Note 1,7), ist mit 800 Euro aber auch fast vier Mal so teuer wie Boschs BSG81000 (Note 2,0 für 211 Euro). Erschreckend schwach schneidet Dysons beutellose, aber laute und unhygienische Alternative für 420 Euro ab (Note 3,4). Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis (Note 2,0 für 161 Euro) wird einem Siemens-Sauger attestiert, dessen Produktbezeichnung allerdings eher ungenügend ist: VSQ4GP1264.
Da klingen „Bea-fon“, „PowerTel“ oder „PhoneEasy“ schon verlockender. Und tatsächlich findet die Stiftung Warentest die meisten Seniorenhandys auch „gut“ oder wenigstens „befriedigend“. Allerdings sind manche besser bei Hör-, andere bei Seh- oder Motorikschwäche. Testsieger ist ein Panasonics-Modell für 90 Euro – ausgerechnet dieses allerdings hat keinen schönen Namen: KX-TU327.
Zufrieden war die Stiftung Warentest auch mit einer schwer zu definierenden Produktgattung: Butter-Alternativen. Neben der Magarine gibt es da ja inzwischen auch Halbfettbuttern, Pflanzenöl-Kombinationen und Butter-Joghurt-Mischungen. Was aber ist schön streichfähig, hat wenig Fett, dafür gesünderes und schmeckt noch dazu? Keines! Lidls „Linessa“ und Normas „Leichte Butter“ liegen mit 39 Prozent Fettgehalt immerhin relativ niedrig, sind „gut“ streichfähig und schmecken auch „gut“. Besser schmeckt eigentlich nur Meggles Joghurt-Butter (einziges „Sehr gut“), dafür enthält sie 65 Prozent Fett und lässt sich schlechter streichen. Das haben die Tester übrigens ganz nett geprüft: indem sie das Zeug auf ein Knäckebrot geschmiert haben, das nicht brechen durfte.
Wenn es mit Computerprogrammen für Büro-Anwendungen mal so einfach wäre! „Computer-Bild“ hat jetzt das neue Office 2013 von Microsoft in den Disziplinen Text, Tabellenrechnen, Mails und Präsentationen mit den Lösungen von Wettbewerbern verglichen. Klarer Sieger: Microsoft. Das hätten allerdings auch die alten Versionen geschafft – die besten Neuerungen in Office 2013 seien eine PDF-Bearbeitung in Word und eine sogenannte Pivot-Funktion in Excel.
„Strong Man High Security U-Lock“ – der Name dieses Fahrradschlosses verspricht viel, es hält aber auch viel. Davon jedenfalls ist „Öko-Test“ überzeugt, die in ihrer aktuellen Ausgabe einem geübten „Lockpicker“ fünf Minuten Zeit gab, die Schlösser zu knacken. Das schaffte er allerdings bei den wenigsten – auch nicht mit Säge, Akkubohrer oder Bolzenschneider. Neben dem erwähnten 60-Euro-Teil und einigen anderen teuren Modellen trotzte ein Billigschloss dem Langfinger: ein Bügelschloss von ProFex für 25 Euro (TY328VdS). Dafür ließ sich ein Trelock-Faltschloss für 75 Euro in eineinhalb Minuten mit der Säge bezwingen.
So unangenehm diese Bewertung für Trelock ist: In „Öko-Test“ werden andere Produkte übler niedergebügelt. Zum Beispiel beheizbare Kniestrümpfe, wie man sie für 12,90 Euro bei Pearl bekommt. „Wer will schon Socken tragen, bei denen unangenehm spürbare Kabel durch den Stoff laufen?“, fragt „Öko-Test“ zurecht. Außerdem muss man an beiden Waden noch eine Batterie festzurren. Bei genauer Überlegung hätte „Öko-Test“ auch merken können: die Dinger sind eher für den Export gedacht – nach Sibirien zum Beispiel.