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Kochen mag Martin Nikolaus Sluk lieber als Wirtschaftsinformatik. „Ich habe während meines Studiums mehr Zeit für das Kochen verwendet als für das Studium selbst“, gesteht der große junge Mann ein. Eigentlich sieht seine Erfindung relativ unscheinbar aus, in ihrer schlanken zartgelben Verpackung. Mit einem biologisch einwandfreien und kochfertigen Spätzleteig, will der Jungunternehmer die Kochnischen in den studentischen Haushalten revolutionieren, geplagte, aber gesundheitsbewusste Hausfrauen stärken oder kochunfähige Männer zu einem Helden am Herd machen. Denn Sluk hat neben der Qualität auch die Einfachheit im Sinn. „Den Teig drückt man direkt aus dem Karton in den Topf“, erklärt Sluks jüngere Schwester Teresa, zieht die Siegelfolie am Boden der Packung ab und schiebt den Teig durch die Löcher aus der Verpackung. „Und dadurch fällt auch weniger zum Spülen an.“
Damit dieses Produkt „nicht nur praktisch, sondern auch wertvoll ist“, bezieht Sluk die Zutaten für die frischen Spätzle in den Geschmacksrichtungen „Original“, „Bärlauch“ oder „Kräuterseitling“ aus biologischer Landwirtschaft. Er steckt diese auch in eine „nachhaltige Kartonverpackung aus biologisch abbaubaren Materialien“ – und setzt damit auf den potenziellen Nachfolger des guten alten Tetrapacks. Branchenexperten sehen im „biopacked“-System mit mineralölfreien Druckfarben, einer Kaschierfolie – deren Rohstoffe nachwachsen – und einem Karton aus nachhaltiger Forstwirtschaft die Zukunft der Verpackungen.
„Ich bin erst vor vier Monaten mit der Entwicklung fertig geworden – quasi gleichzeitig mit der Uni“, berichtet der 24-Jährige. Bis die schnellen Spätzle aber bundesweit in den Kühlregalen stehen, wird es laut Sluk aber noch ein knappes halbes Jahr dauern. „Wir haben uns letzte Woche erst nach Möglichkeiten zum Abfüllen des Teigs umgesehen“, berichtet der Gründer der „frizle AG“. Klappt die automatische Fertigung, könnte er täglich rund 5000 Packungen voller Spätzle-Teig liefern, schätzt Sluk.
Damit sich aber nicht nur Frauchen und Herrchen wertvoll ernähren, bietet die Firma „Yarrah“ organisches Futter für des Menschen besten Freund: den Vierbeiner. Seit 20 Jahren stellen die Niederländer die gesundheitsfördernde Nahrung her – bislang aber nur für Tiere ohne besondere Ernährungsbedürfnisse. Neu sind nun gluten-, zucker-, stärke-, geschmackstofffreie Produkte für Hunde- und Katzensenioren sowie Jungtiere. „Der für uns wichtigste Unterschied zum konventionellen Mittel ist: Wir brauchen kein einziges Konservierungsmittel“, sagt Jeroen Schweitz, Marketingmanager des europäischen Marktführers bei Bio-Futter. Um sicher zu gehen, dass auch alle Inhaltsstoffe biologisch sind, kauft der Konzern direkt beim Erzeuger. So kommt das Rindfleisch zum Beispiel aus Uruguay.
Auf dem Heimmarkt in den Niederlanden wollte das Bio-Hundefutter aber nie zum Verkaufshit werden. „Der Markt läuft dort auch heute bei weitem nicht so gut wie in Deutschland“, sagt er. Denn die Hundefreunde in der Bundesrepublik stellen mit 35 Prozent Anteil am Gesamtumsatz die wichtigsten Abnehmer. Denn die Hersteller konventionellen Futters hätten den Trend verschlafen: Offenbar unterschätzen sie wie viele Tierhalter, „sich nicht nur selbst gesund ernähren, sondern auch ihren Vierbeiner mit gesundem Bio-Futter versorgen möchten“, sagt Schweitz. Das übliche Futter hingegen müsste mit Getreide oder Mais aufgemischt werden – was zu Lasten des Fleischanteils ginge.
Auch für den menschlichen Gaumen drängen 2012 fleischige Alternativen auf den Teller: neben den üblichen fleischlosen Tofu- und Currywürstchen, kreiert die Biobranche jetzt auch den fischlosen Fisch und unechte Schalentiere: Giftig grün liegen die „Vegarnelen“ eingeschweißt in ihrer Packung, schmecken dann aber doch überraschend authentisch. Für die, die lieber nachwürzen, gibt es rein natürliche Worcestersoße oder Ketchup.
Wer trotz gesundheitsfördernder Ernährung nicht ganz auf ungesunden Süßkram verzichten will, kann sein schlechtes Gewissen beim Lutschen eines Bio-Lollis oder Bio-Bonbons beruhigen. Denn die klebrigen Kugeln des spanischen Herstellers „Biomoments“ bestehen zu 98 Prozent aus Zutaten, die aus dem Biolandbau stammen, sind gluten-, lactose- und cholesterinfrei. Der Heimatmarkt sei klein und stark umkämpft, berichtet Franco de Sena Cerdán Olmo. Mit den neuen Geschmackssorten „Sesam“ und „Grüner Tee“ will der größte spanische Anbieter nach Marktführer Chupa Chups daher bald den deutschen Markt versüßen.
Für die passende Zahnpflege nach den 100 Prozent natürlichen Zuckerböllern bieten die Berliner Firma „Denttabs“ mit den gleichnamigen Reinigungstabletten eine Alternative zur Zahnpasta. Zerkaut soll die schaumige Masse das strahlende Lächeln nicht nur polieren und schützen, sondern die Zähne auch remineralisieren, reparieren und sogar Kariesschäden beheben, verspricht der Konzern.
Mo. 20.02.12
So. 19.02.12
Fr. 17.02.12
Mi. 23.05.12
Mi. 16.05.12
Mi. 16.05.12
Mi. 16.05.12