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Rauchen gegen das Böse

Doku: „The First Rasta“ - 26.04.2012 10:30 Uhr

Rastafari  - Rastafari - das sind doch langhaarige Spinner, die den ganzen Tag lang Gras rauchen! Dass das nicht stimmt und der echte Rastafari-Lebensstil mehr bedeutet, als nur Musik zu machen und zu kiffen, zeigt Hélène Lee in ihrem Dokumentarfilm „The First Rasta“.

„Wenn man dieses Gras raucht, wird man weise“: Das soll L. P. Howell einmal gesagt haben, an den sich auch dieser Wegbegleiter hier erinnert.
„Wenn man dieses Gras raucht, wird man weise“: Das soll L. P. Howell einmal gesagt haben, an den sich auch dieser Wegbegleiter hier erinnert.
Foto: Verleih
„Wenn man dieses Gras raucht, wird man weise“: Das soll L. P. Howell einmal gesagt haben, an den sich auch dieser Wegbegleiter hier erinnert.
„Wenn man dieses Gras raucht, wird man weise“: Das soll L. P. Howell einmal gesagt haben, an den sich auch dieser Wegbegleiter hier erinnert.
Foto: Verleih

Darin zeichnet sie das Leben von Leonard Percival Howell (1898-1981) nach, dem Begründer der Bewegung, der heute fast in Vergessenheit geraten ist.

Howell verließ seine Heimat Jamaika als junger Mann mit einem Bananendampfer gen Panama. Von dort aus ging es weiter in die große weite Welt. Er reist nach Russland, weil er von dem Gedanken „Friede – Land – Brot für alle“ angetan ist. Er erlebt die schwarze Kultur der zwanziger Jahre in Harlem, lässt sich von schwarzen Juden inspirieren, lernt begeisterte Gandhi-Fans kennen und trifft Anhänger der schwarzen Bibel.

Als er Jahre später zurückkehrt, gründet er eine eigene Kommune – Pinnacle. Im Mittelpunkt stehen die spirituelle und wirtschaftliche Unabhängigkeit – und natürlich „Ganja“, wie sie ihr Marihuana nennen. Zur Blütezeit leben knapp 3000 Menschen in dem Ort, der als selbstständige Gemeinde in einem von der Kolonialmacht abhängigen Staat der Obrigkeit natürlich ein Dorn im Auge ist. 1958 wird das Dorf zerstört. Das Ende der Kommune markiert zugleich den Beginn der weltweiten Verbreitung des Rastafari-Lebensstils, der auch heute noch viele Menschen inspiriert, egal ob musikalisch, weltanschaulich oder meditativ.

Lee zeigt das Leben eines Mannes, der sich dem Kampf gegen „Babylon“, also das Böse, die Unterdrückung und den ausbeuterischen Kapitalismus, verschrieben hat. Dabei versucht sie, möglichst ohne die gängigen Klischees auszukommen. Reichlich Musik und „Ganja“ gibt es in dem Film trotzdem. Vielleicht braucht man das ja auch, um den leicht nervigen Gesang der in die Jahre gekommenen Interviewpartner inspirierend oder zumindest lustig zu finden... (FILMHAUS) 

Julia Vogl


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