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Auf flinken Brettern durch den Park

Langläufer können sich ab sofort im Stadtgebiet austoben: - 12.01.10

Nürnberg  - Unbeeindruckt von Wind und Wetter stapfte gestern eine Gruppe von Nordic Walkern durch den tief verschneiten Marienbergpark. Unversehens bekamen sie Konkurrenz von anderen Freizeitsportlern, die ebenfalls mit Stöcken ausgerüstet waren, aber auch noch Skier an den Füßen trugen und deshalb wesentlich schneller unterwegs waren. Der städtische «Sportservice» (das frühere Sportamt) hat nämlich an mehreren Stellen im Stadtgebiet dafür gesorgt, dass der in Mittelfranken eher selten mögliche Langlaufsport nun auch in Nürnberg ausgeübt werden kann – zumindest solange, wie die weiße Pracht von Tief «Daisy» in den kommenden Tagen noch liegen bleibt.


Nordic Walking einmal anders: Seit gestern kann man wie hier im Marienbergpark an mehreren Orten im Nürnberger Stadtgebiet in frisch gespurten Loipen langlaufen.
Nordic Walking einmal anders: Seit gestern kann man wie hier im Marienbergpark an mehreren Orten im Nürnberger Stadtgebiet in frisch gespurten Loipen langlaufen.
Foto: Helldörfer

«Am Freitag war noch zu wenig Schnee da, da hat das Spuren noch keinen Sinn gemacht», berichtet Volker Sadel vom Sportservice. Mit seinen Kollegen präparierte er gestern eine gut vier Kilometer lange Loipe kreuz und quer durch den Marienbergpark. Solange der Schnee liegen bleibt, werden sie nun täglich die Loipenspur durch den Park ziehen – technisch bedingt ist derzeit allerdings nur die Anlage einer Einzelspur möglich.

Spur wird gleich gut angenommen

Dieser Umstand stört allerdings überhaupt nicht, wie eine Proberunde in der «Nürnberg-Loipe» unter Beweis stellt: Die Bretter gleiten gut über das ebene Gelände, und der vor allem aus den Sommermonaten vertraute Park ist in seinem Wintergewand kaum wiederzuerkennen. Auch etliche andere Langläufer sind zur Stelle und ziehen ihre Runden. Zu ihnen gehört etwa Heinrich Kraft, der als begeisterter Sportler und Tourengeher gleich in beeindruckendem Tempo mehrere Umläufe absolviert.

Da man unter Langläufern ohnehin nach dem Motto «Der Klügere weicht aus» verfährt, sind Begegnungen mit anderen Skifahrern ebenfalls kein Problem. Vorwürfe musste sich Volker Sadel aber im vergangenen Jahr von Hundebesitzern anhören, da die Loipe auch durch eine Freilaufzone für Vierbeiner führt.

Der Sportservice wird in den kommenden Tagen dafür sorgen, dass nicht nur im Marienbergpark Langlauf-Skivergnügen möglich ist. Eine weitere Loipe befindet sich zwischen dem Großen und dem Kleinen Dutzendteich, und auch rund um die Wöhrder Wiese wird eine Spur präpariert. Damit diese Aktion auch Sinn macht, sollten es Nicht-Langläufer tunlichst vermeiden, einen Spaziergang durch die Loipe zu unternehmen.

Im Gegensatz zum Spaß auf Skiern sieht es im Moment beim Schlittschuhlaufen ziemlich mau aus: «Bei den Eisweihern ist die Situation schlecht bis katastrophal», so Sadel, der dringend rät, die samt und sonders nicht freigegebene Eisflächen auf keinen Fall zu betreten – «das ist sehr gefährlich».

Falls demnächst eine strenge Frostperiode ansteht und es bei ausreichender Eisdicke «grünes Licht» für die Kufenflitzer geben sollte, so wird dies auch auf der Internetseite des Sportservice (www.nuernberg.de/internet/sportservice) bekannt gegeben. Hier finden sich auch die Rodelhänge und natürlich auch die gespurten Langlaufloipen.

Allerdings kann sich deren genauer Verlauf immer wieder etwas ändern, da beim Spuren die Schneeverhältnisse für die genauen Routen entscheidend sind. Die Einstiegsstellen der zwei «klassischen» Loipen im Nürnberger Stadtgebiet bleiben allerdings immer gleich: Im Marienbergpark ist es der große Parkplatz neben der Caravan-Übernachtungsfläche an der Kilianstraße (zwischen Großreuther Straße und Max-von-Müller-Weg), am Dutzendteich ist es der Alfred-Hensel-Weg neben dem Kleinen Dutzendteich.

www.nuernberg.de/internet/sportservice 



C. Helldörfer



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