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Als kontraproduktiv erwies sich die Vorgehensweise der Veranstalter, aus Sicherheitsgründen die Zahl der Ausstellungsbesucher auf 360 pro Stunde zu beschränken. Am vergangenen Donnerstag gab es die spektakuläre Londoner Da-Vinci-Ausstellung auf großer Leinwand. Deutschlandweit lief eine rund eineinhalb Stunden lange Dokumentation in verschiedenen Kinos. Auch im Cinècittà war „Leonardo Live“ ausverkauft.
Eine „Blockbuster“-Ausstellung, deren Initiatoren eigentlich auf übertriebenen Popstar-Rummel verzichten wollten. Die mehr als 60 Gemälde und Zeichnungen bieten einen Schlüssellochblick in die Entwicklung von Da Vincis Technik.
Moderiert wird die Geschichte von Mariella Frostrup und dem Kunsthistoriker Tim Marlow. Hier halten sich Expertenwissen und marktschreierische Effekthascherei die Waage. Gerne kommt das Duo ins Plaudern. So soll das Genie viele Projekte nicht einmal begonnen haben, weil es nach Experten-Meinung mehr am Prozess der Entdeckung interessiert war als am Ergebnis. Diese Arbeitsauffassung zog wiederum eine Legion unzufriedener Auftraggeber nach sich, die sich oft weigerten zu zahlen.
Nur fünf Porträts hat Da Vinci überhaupt in seinem ganzen Leben gemalt – darunter die „Mona Lisa“. Doch die weltberühmte lächelnde Frau wollte der Louvre nicht herausrücken. Dafür aber „La Belle Ferronière“, das „Porträt einer unbekannten Dame“. Wahrscheinlich eines Mätresse des französischen Königs Franz I.
Die Ausstellung konzentriert sich auf die Jahre 1482 bis 1499, die der junge und mittelalte Leonardo als Protegé am Hof des Mailänder Herzogs Francesco Sforza verbrachte. In London werden alle erhaltenen Werke aus dieser Zeit gezeigt. Darunter „Die Dame mit dem Hermelin“ und „Heiliger Hieronymus“. Ein echtes Highlight ist das Christus-Porträt „Salvator Mundi“ (Retter der Welt). Erst im Jahr 2011 kamen Experten zum endgültigen Ergebnis, dass es sich dabei um einen echten Leonardo da Vinci handele.
Flankierend gibt es ein filmisches Leonardo-Quiz. Hier erfährt der Betrachter eine ganze Menge: Der Mann war Vegetarier, er hat zum Studium der menschlichen Anatomie Leichen seziert und „da Vinci“ ist kein Familienname, sondern bedeutet „aus Vinci“.
Ein weitere Vorführung von „Leonardo Live“ findet am Sonntag, 4. März, um 20 Uhr im Cinecittà statt.
Mi. 23.05.12
Mi. 23.05.12
Di. 22.05.12
Di. 22.05.12
Di. 22.05.12
Fr. 18.05.12
Fr. 18.05.12
Do. 17.05.12
Mo. 14.05.12