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Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Auch wenn diese Floskel zumeist einen negativen Beigeschmack hat, kann sie doch auch für durchaus sinnvolle Aktionen gelten. Fünf Stunden zwischen den Mahlzeiten, nicht viel mehr als kärglich scheinende 15 Ess-Einheiten täglich, zweimal die Woche Schwitzen und Schinden im Krafttraining – das Kursprogramm von Metabolic Typing wirkte zunächst reichlich bedrohlich auf zwei bis dahin recht gemütlich daherkommende Journalisten. Tatsächlich aber war es so spannend zu beobachten, wie schnell der Körper auf die Umstellung der Ernährung und das Training reagierte, dass alle vermeintlichen Anstrengungen schnell zu Selbstläufern avancierten.
Das hieß de facto: Jeder Gang auf die zuvor verhasste Waage bescherte kleine Momente des Glücks, die Motivation hatte alle Mühen schnell besiegt. Weitermachen, immer weiter. In mir hat die zurückliegenden Wochen ein kleiner Oliver Kahn Platz gefunden. Und der Torwart-Titan schlummert in uns allen.
Die Anerkennung von Freunden, Familie und Kollegen ist das eine, die persönliche Genugtuung, konsequent einen Weg verfolgt und (fast) allen lukullischen Gelüsten entsagt zu haben, scheint im Rückblick die eigentliche Triebfeder. Und Freunden wie Kollegen war mit leicht diabolischem Grinsen problemlos ein schlechtes Gewissen einzureden, wenn sie wieder mal zu Chips und Cola griffen. So etwas kann einem ja auch den Tag versüßen. Sprichwörtlich wenigstens.
Satte acht Kilo hatte ich mir vorgenommen, in den acht Wochen zu verlieren. Wohlgemerkt mit Muskelaufbau verbunden. Die meisten Teilnehmer verlieren durch Metabolic Typing überflüssige Pfunde, Untergewichtige nehmen durch exakt denselben „Fahrplan“ gewichtsmäßig aber zu. Soll es ja auch geben. Drahtig und gestählt fühlt sich unsereins in den spannenden Tagen vor der abschließenden Messung.
Um exakte Vergleiche zu ermöglichen, werden die selben Parameter wie zu Beginn der Studie genommen. Wie hat der Körper reagiert, sind die Fettanteile weniger geworden und die Kraftwerte gleichzeitig gestiegen? Trommelwirbel im Unterbewusstsein, die Anspannung steigt: Und tatsächlich, die heimische Waage hatte die ganze Zeit nicht zu viel versprochen. Die gewünschten acht Kilo sind weg, verschwunden. Das Ziel ist erreicht, wobei man auch durchaus etwas neidisch auf den ehemals wamperten Kollegen schauen darf. Der hat gleich 15 Kilo verloren, Rekord. Hatte ja auch mehr Abnehmpotenzial...
Zudem hat sich auch sein Ernährungstyp wider Erwarten (und entgegen den Ankündigungen) verändert. Er darf wieder fast alles essen. Ein netter Nebeneffekt. Tatsächlich wird es aber jetzt richtig spannend, der eigentliche Kampf beginnt erst jetzt: Grillfeste, das Feierabendbierchen, der Alltag. Wer sich sinnvoll ernährt und die Fünf-Stunden-Regel beherzigt, darf aber auch sündigen. Ab und zu wenigstens.
Alle Teile der Serie zum Nachlesen unter www.nz.de, weitere Informationen im Campus-Gesundheitszentrum, Laufamholzstraße 114, www.campus-gesundheit.de, Tel. 0911/ 5460561, das diese Studie ab dem 9.Mai wieder auflegt.


