26°C
Donnerstag, 24.05. - 15:58 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

Eibachs erste Schritte eines langen Weges

Faustballer richteten bayerisches Schulfinale aus: - 24.07. 18:58 Uhr

Nürnberg  - Die Aufnahmeanträge liegen schon mal griffbereit. Man kann ja nie wissen. Faustball ist nicht gerade das, was man eine Trendsportart nennt. Da braucht es ungewöhnliche Wege, um junge Leute anzulocken.


Der Nachwuchs (wie hier Aktive des Schuckert-Gymnasiums) steht eher auf Fußball. Um die Kinder für Faustball zu begeistern, braucht es viel persönliches Engagament.
Der Nachwuchs (wie hier Aktive des Schuckert-Gymnasiums) steht eher auf Fußball. Um die Kinder für Faustball zu begeistern, braucht es viel persönliches Engagament.
Foto: Wolfgang Zink
Der Nachwuchs (wie hier Aktive des Schuckert-Gymnasiums) steht eher auf Fußball. Um die Kinder für Faustball zu begeistern, braucht es viel persönliches Engagament.
Der Nachwuchs (wie hier Aktive des Schuckert-Gymnasiums) steht eher auf Fußball. Um die Kinder für Faustball zu begeistern, braucht es viel persönliches Engagament.
Foto: Wolfgang Zink

Auch deshalb richtete der TV Eibach das Finale der bayerischen Schulsportmeisterschaften aus. 32 Teams, darunter mit dem Sigmund-Schuckert-Gymnasium, der Peter-Henlein-Real-schule, der Volksschule Eibach und der Wilhelm-Löhe-Schule vier Schu-len aus der Noris, ermittelten am vergangenen Donnerstag auf der Anlage am Hopfengartenweg in sie-ben Kategorien ihre Meister.

Eine Veranstaltung mit Tradition. Seit über 30 Jahren schmettern, baggern und pritschen die Schulen des Freistaates nun schon gegeneinander, seit 2007 unter der Federführung des TV Eibach. „Eine feine Sache“, findet Doris Schwarz. Am liebsten würde die Schulsportbe-auftragte die Werbetrommel für den Faustball „schon im Kindergarten rühren“, „aber das geht dann doch nicht.“ Denn Schwarz weiß: „Die Vorlieben bilden sich früh aus.“

Und Faustball hat es schwer gegen – na, wen wohl? Fußball, natürlich. Bei Mädchen wie bei Jungen. „Nein, einen echten Kicker, können wir nicht zu uns rüberziehen“, gibt sich Abteilungsleiter Andreas Schröder keiner Illusion hin. Dominik (14) von den Jungen II der Peter-Henlein-Realschule, die zu den Stammgästen auf Eibachs Faustballplätzen zählt, stellt klar: „Ich bin und bleibe Fußballer.“ Und grinsend schiebt er nach: „Es gibt schulfrei.“ Mit diesem Motiv steht er wohl nicht alleine da. Sein Kumpel Philipp (12) schwankt noch. „Faustball ist nicht schlecht, aber deswegen mit dem Fußball aufhören?“

Die Hierarchie bleibt also unangetastet: „Nach Fußball kommt in der Beliebtheit übrigens Basketball“, sagt Sportlehrer Sebastian Klee. Daneben werden in den fünften Klassen auch Handball und gelegentlich sogar Hockey angeboten. Erst später kommt Volleyball dazu. „Das ist komplexer.“ Und was hält Klee vom Faustball? Obwohl er kein Fachmann ist, ist er von der Sportart durchaus angetan: „Es gibt viel Bewegung im Freien und es fördert die Teamfähigkeit.“ Und wie wäre es mit einer Neigungsgruppe? Er lächelt verlegen und gesteht: „Ich biete eine an — im Klettern.“

Eines ist klar: Ob in der Schule was geht, hängt von der persönlichen Präferenzen des jeweiligen Lehrers ab. Doch nur die Wenigsten sind „Faustball-affin.“ Um Nachwuchs zu rekrutieren, muss ein Verein schon selbst in die Schulen gehen. Und genau darüber denken sie beim TV Eibach nach. Es ist ein langer Weg.


Nicht amüsiert: Ulli Schneider
Nicht amüsiert: Ulli Schneider
Foto: Wolfgang Zink
Nicht amüsiert: Ulli Schneider
Nicht amüsiert: Ulli Schneider
Foto: Wolfgang Zink

Daher verwundert es nicht, dass die Mehrheit der rund 170 Teilnehmer/innen beim Bayernfinale bereits aktiv in Vereinen sind. Das erklärt auch das durchaus beachtliche sportliche Niveau der Veranstaltung. Sogar ein amtierender deutscher Meister tummelt sich auf der Anlage. Die Jungen III des Sigmund-Schuckert-Gymnasiums sind nahezu identisch mit der letztjährigen „U12“ des TV Eibach. Und einer von ihnen, Lukas Schneider, hat gar schon mal einen Lehrgang der „U13“-Nationalmannschaft besucht. Zum Sieg der Schulen hat es dennoch nicht gereicht. Da waren die deutlich älteren und größeren Jungs des Gymnasiums Roth vor. Sehr zum Leidwesen von Vater Uli, der zur „goldenen Generation“ zählte, die 1988 den Europapokal an den Hopfengartenweg holte. Das ist lange her, derzeit spielen Eibachs Faustballer nur noch unterklassig.

Schneider ist inzwischen Lehrer an der Regens-Wagner-Stiftungs-Schu-le für Hörgeschädigte in Zell bei Hilpoltstein und steht an der Bande, wie übrigens viele Eibacher Aktive. Auf Platz sieben (von insgesamt acht) betätigen sich Barbara Eberhard, die mit Eibachs Frauen kurz vor dem Aufstieg in die Bundesliga steht, sowie Stand-by-Spielerin Andrea Reindl als Trainerinnen. Auch sie sind dem Schulsport verbunden, wo sie zwar nicht mit dem Faustball begonnen, wohl aber aktiv mitgewirkt haben.

Womit wir bei den Resultaten sind: Nürnbergs Schulen holten fünf erste Plätze in insgesamt sieben Altersklassen von der „U12“ bis zur „U18“. Eine formidable Ausbeute. Und der TV Eibach? Der dürfte sich über eine wachsende Zahl an Aufnahmeanträgen freuen, zumindest, wenn es nach der Statistik geht. Dazu Arnold Petersen, Präsident des bayerischen Turnspiel-Verbandes: In der Vergangenheit mehrten sich nach dem Schulfinale die Vereinseintritte.“ Und tatsächlich: Die Mädchen III des SSG wollen beim TV demnächst ein Probetraining absolvieren. 



Wolfgang Winkel

Mail an die Redaktion

Ihr Kommentar

Name:
 
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.



Aktueller Zeitungstitel Nürnberger Zeitung
  • Ihre Zeitung – Infos ohne Umwege. Das lesen Sie am Donnerstag in der NZ:
  • Wie man sich ohne Krankenversicherung durchs Leben schlägt
  • Wer gegen die VGN-Tariferhöhung protestiert hat
  • Wie eine französische Künstlerin "Mein Kampf" verfremdet

Wo liegen meine Stärken?

Zwischen Pegnitz und Piazza
Italienischlernen mit der NZ
Was zwischen Pegnitz und Piazza passiert, erzählt unsere NZ-Kolumnistin Nicoletta De Rossi. Woche für Woche lädt sie mit einem Video-Beitrag zum Italienischlernen ein. Dazu gibt es Wissenswertes über das Land, wo die Zitronen blühen, das Leben der vielen Italiener in Franken und den kulturellen Austausch.

Frankenwiki-Tipp
Diese Woche:
Die Alte Veste bei Zirndorf ist ein geschichtsträchtiger Ort: Bereits im 13. Jahrhundert befand sich hier eine Wehranlage, später tobte hier im 30-jährigen Krieg eine blutige und mehrtägige Schlacht. Heute geht es viel friedlicher zu - mit einem hochaufragenden Aussichtsturm, der schöne Blicke über Franken ermöglicht.
Franken-Wiki direkt durchsuchen:
 

Fußball in der Region
Fußball in der Region
Spielberichte, Statistiken und Hintergründe von der Regionalliga bis zur B-Klasse. Umfassend, aktuell und kompetent.