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Erste "Ladies After-Work-Party" der CSU

Hoch über den Dächern der Stadt - 26.05. 18:58 Uhr

Nürnberg  - Vor dem Aufzug wartet ein Pulk feingemachter Damen. Die Frage nach dem richtigen Knopf stellt sich erst gar nicht. Alle haben dasselbe Ziel: die Skybar im vierten Stock des Admiral-Filmpalastes. Hier steigt die "Ladies After-Work-Party" – eine gemeinsame Veranstaltung von CSU und Frauenunion.


Die Teilnehmerinnen der „Ladies After-Work-Party“ waren begeistert von der Lokalität in der Skybar des Admiral-Filmpalastes.
Die Teilnehmerinnen der „Ladies After-Work-Party“ waren begeistert von der Lokalität in der Skybar des Admiral-Filmpalastes.
Foto: Roland Fengler
Die Teilnehmerinnen der „Ladies After-Work-Party“ waren begeistert von der Lokalität in der Skybar des Admiral-Filmpalastes.
Die Teilnehmerinnen der „Ladies After-Work-Party“ waren begeistert von der Lokalität in der Skybar des Admiral-Filmpalastes.
Foto: Roland Fengler

Normalerweise pflegen die Veranstaltungen der Christsozialen deutlich männerdominiert zu sein. Diesmal sind die Frauen in der absoluten Überzahl. Unter den rund 300 Gästen findet sich lediglich etwa ein Dutzend Männer. Zwei von ihnen – Generalsekretär Alexander Dobrindt und Gesundheitsminister Markus Söder – werben als Redner auf dem Podium für ihre Politik und für den Parteieintritt ihres weiblichen Publikums. In ihrer Mitte: Dorothee Bär. Am Beispiel der stellvertretenden Generalsekretärin und frauenpolitischen Sprecherin der Partei soll deutlich gemacht werden, wie Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen sind.

An diesem Abend nicht mit dabei ist Dagmar Wöhrl. Die Bundestagsabgeordnete und CSU-Spitzenfrau ist wegen der Aschewolke, die der Isländische Vulkan Grimsvötn ausgespuckt hat, in Berlin hängengeblieben. Dafür ist die frischgebackene Bezirksvorsitzende der Frauenunion, Barbara Regitz, da. Sie hat die Funktion vor knapp zwei Wochen von Wöhrl übernommen.

Dass zur Party nach Arbeitsende tatsächlich, wie von den Veranstaltern gewünscht, in erster Linie politisch interessierte Frauen gekommen sind, kann man in den Gesprächen gut hören. Wie viele davon mit dem Gedanken spielen, in die CSU einzutreten, lässt sich kaum sagen. „Solange die CDU/CSU so an der Lebenswirklichkeit der Bürger vorbei agiert – Stichwort Bildungspolitik und Rechtsprechung – kommt eine Parteimitgliedschaft für mich nicht infrage“, meint eine Geschäftsfrau, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte.

Drei junge Damen, Durchschnittsalter Anfang zwanzig – sie wollen ebenfalls anonym bleiben – bekennen, dass sie mit Politik wenig am Hut haben. Und an dem Gewinnspiel, bei dem man ein Fahrrad als Preis bekommen kann, wollen sie auch nicht teilnehmen. „Dann haben die ja unsere Adressen.“


Nichtsdestotrotz ist die CSU an diesem Abend wohl ein guter Gastgeber. Die Damen sind jedenfalls unisono begeistert von der Lokalität hoch über den Dächern der Stadt und der Atmosphäre der ersten „Ladies After-Work-Party“ der Christsozialen und wollen beim nächsten Mal wieder dabei sein. 



Uschi Assfalg

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Rund ums Nürnberger Stadtleben berichtet "Nürnberg plus", der Spezial-Lokalteil der NZ-Druckausgabe. Eine Auswahl von Artikeln und Bildergalerien aus N-Plus ist hier zu finden.